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LGBTI*Q-Bewegungsgeschichte: Unterschiedliche, geteilte Erfahrungen

Studium Generale und interdisziplinäre Ringvorlesung: "Feminismen im Dialog"

Veranstaltungsdaten

05. Mai 2021 20:00 – 05. Mai 2021 22:00

Livestream über WebEx

Link zum Livestream: https://uni-marburg.webex.com/uni-marburg/j.php?MTID=ma9ca49f26f1c61fe6362af31c8da2c9b
Passwort: KpKFm33Uxn4

Eine Mini-Version des Ringvorlesungsplakates zeigt nochmals Titel und Referent:innen der heutigen Sitzung

Die Kämpfe um die Anerkennung, Sichtbarkeit und Lebbarkeit von der gesellschaftlichen Norm abweichender Sexualitäten und Geschlechter haben eine lange, vielfältige und zuweilen auch umkämpfte Geschichte, die bis in die Gegenwart wirkt und weitergeführt wird. LGBTI*Q-Bewegungen haben zu unterschiedlichen Zeiten mit unterschiedlichen Begriffen und Strategien gegen die Verfolgung, Einschränkung und Stigmatisierung von LGBTI*Q Lebens- und Existenzweisen gestritten. Dieser Wandel spiegelt sich auch in der Forschungsgeschichte zu diesem Themenfeld.

Die Referierenden, Adrian de Silva und Heike Schader, geben anhand aktueller und vergangener Forschung Einblicke in Wandel und Kontinuitäten von LGBTI*Q-Bewegungs- und Forschungsgeschichte. Gefragt wird einerseits nach der Bedeutung von Erkenntnisse aus historischen Beobachtungen für heutige Forschung und Praxis. Andererseits werden aktuelle Forschungs- und Bewegungsdebatten und ihre Relevanz für aktuelle Politiken und ihr Verhältnis zur historischen Forschung und Bewegung vorgestellt. In einer gemeinsamen Diskussion sollen geteilte / unterschiedliche Themenkulturen, geteilte / unterschiedliche Marginalisierungserfahrungen, geteilte / unterschiedliche Begriffsverwendungen beleuchtet und in einen solidarischen Dialog miteinander gebracht werden.

CVs

Heike Schader promovierte 2004 in Hamburg zum Thema "Sexualität, Begehren und Erotik in den Zeitschriften homosexueller Frauen im Berlin der 1920er Jahre". Sie ist außerdem ausgebildet als systemische Lehrende. Ihr historischer Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte und Konstruktion weiblicher Homosexualität.

Adrian de Silva hat an der Humboldt-Universität zu Berlin mit dem Thema „Negotiating the Borders of the Gender Regime: Developments and Debates on Trans(sexuality) in the Federal Republic of Germany” promoviert. Zur Zeit arbeitet er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Luxemburg in Esch-sur-Alzette. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Queer, Trans und Disability Studies sowie Politische Theorie.

Die Programmübersicht des Studium Generale/der Ringvorlesung finden Sie hier: Überblick Programm Studium Generale

Im Laufe des Semesters finden Sie hier außerdem die wachsende Seite zum 20-jährigen Jubiläum unseres Zentrums: Jubiläumsseite

Referierende

Dr. Heike Schader (Historikerin und Soziologin, Hamburg)
Dr. Adrian de Silva (Université de Luxembourg/Department of Education and Social Work)
Moderation: Inga Nüthen

Veranstalter

Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung