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Paper-Token: Ausnahmeregelung für Studierende
Für Studierende der Philipps-Universität Marburg, die über kein kompatibles Smartphone oder Endgerät verfügen und sich nur selten an universitären Diensten anmelden, bietet das HRZ den Paper-Token als analoge Ausnahmelösung an.
Was ist der Paper-Token?
Der Paper-Token ist eine gedruckte Liste mit 150 achtstelligen Sicherheitscodes. Er ist für Studierende gedacht, die keine digitalen 2FA-Alternativen nutzen können und sich beispielsweise primär zur semesterweisen Prüfungsanmeldung in Marvin einloggen.
Wichtiger Hinweis zur Nutzung: Feste Reihenfolge zwingend erforderlich!
Technisch basiert der Paper-Token auf dem zählerbasierten HOTP-Verfahren. Das bedeutet, dass der Server die Codes nur in einer fortlaufenden, festen Reihenfolge akzeptiert:
- Die Codes müssen streng von links nach rechts verwendet werden.
- Erst wenn eine Zeile vollständig aufgebraucht ist, springen Sie in die nächste Zeile darunter (Leserichtung wie bei einem Text).
- Wird ein Code übersprungen oder in falscher Reihenfolge eingegeben, schlägt der Login fehl und der interne Zähler gerät aus dem Takt!
Tipp: Streichen Sie jeden verwendeten Code sofort nach der erfolgreichen Eingabe handschriftlich durch.
Unterschied zur selbstgedruckten TAN-Liste (Backup-Token)
Im Gegensatz zu den im 2FA-Portal selbst erstellten 12er-Backup-Listen, die rein für den Notfallzugang zum Portal reserviert sind, ist der offizielle Paper-Token für alle universitären 2FA-Dienste freigeschaltet (Weblogin, Marvin, VPN etc.).
Rahmenbedingungen und Ausgabe
- Umfang & Kontingent: Eine Liste umfasst 150 Einmalpasswörter (HMAC-SHA512). Es werden maximal zwei Token pro Person ausgegeben.
- Nicht für den täglichen Login empfohlen: Aufgrund des manuellen Aufwands und der Zählerbindung ist das Verfahren nicht für die tägliche Mehrfachnutzung ausgelegt. Für regelmäßige Logins empfehlen wir die Nutzung eines App-Tokens auf dem Smartphone oder via Desktop-PC (KeePassXC / Proton Authenticator).
- Persönliche Ausgabe: Die Ausgabe erfolgt ausschließlich persönlich gegen Vorlage des Studierendenausweises sowie eines amtlichen Lichtbildausweises am IT-Servicedesk (Lahnberge). Ein Versand per Post findet nicht statt.
- Sichere Aufbewahrung: Verwahren Sie die Liste vor dem Zugriff unbefugter Dritter geschützt.
Häufige Fragen zum Paper-Token
Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Warum wird mein Code als ungültig abgelehnt?
Häufig liegt dies an einer Abweichung in der Reihenfolge: Da die Liste auf HOTP basiert, muss zwingend der nächste freie Code in Leserichtung (zeilenweise von links nach rechts) eingetragen werden. Haben Sie versehentlich Codes übersprungen, wenden Sie sich bitte an den IT-Servicedesk.
Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Was passiert, wenn die 150 Codes aufgebraucht sind?
Sobald Ihr Vorrat zur Neige geht, müssen Sie erneut persönlich am IT-Servicedesk vorstellig werden, um Ihre Identität nachzuweisen und eine Folge-Liste zu erhalten.
Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Können auch Beschäftigte einen Paper-Token erhalten?
Nein. Für Beschäftigte des Landes Hessen bzw. der Universität steht standardmäßig der dienstliche YubiKey (oder ein privat initialisierter YubiKey) bzw. der App-Token zur Verfügung.