07.10.2026 Wie viel Wissenschaftsfreiheit darf Sicherheit kosten? Ein 10-Punkte-Plan sorgt für Debatten
Wie viel Wissenschaftsfreiheit darf Sicherheit kosten? Ein neuer 10-Punkte-Plan sorgt im wissenschaftspolitischen Berlin für Diskussionen.
Ein bislang unveröffentlichtes Papier aus der Unionsfraktion schlägt weitreichende Maßnahmen zur Stärkung der Forschungssicherheit vor. Im Zentrum stehen unter anderem eine stärkere Rolle der Sicherheitsbehörden bei der Bewertung von Forschung, Forschungssicherheit als Voraussetzung für staatliche Förderung sowie neue Vorgaben für internationale Kooperationen.
Jan-Martin Wiarda sieht darin eine mögliche Verschiebung des bisherigen Verhältnisses zwischen Staat und Wissenschaft. Besonders kritisch bewertet er Vorschläge, die aus seiner Sicht die institutionelle Autonomie von Forschungseinrichtungen berühren könnten – etwa durch Meldepflichten, staatliche Weisungen oder eine stärkere sicherheitsbehördliche Einflussnahme.
Der Beitrag stellt den Plan zugleich in den Kontext der aktuellen CISPA-Debatte und fragt, wie weit der Staat im Namen von Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen in die Wissenschaft eingreifen sollte. Dabei geht es um eine grundsätzliche Frage: Wo liegt die Grenze zwischen notwendigem Schutz vor Spionage und Wissensabfluss und der Freiheit von Forschung und internationaler Zusammenarbeit?
Wie viel Wissenschaftsfreiheit darf Sicherheit kosten? : https://www.jmwiarda.de/blog/2026/10/05/wie-viel-wissenschaftsfreiheit-darf-sicherheit-kosten