15.06.2026 DFG: Zur Resilienz von Forschungsdateninfrastrukturen

Wissenschaftliche Daten bilden heute das Fundament nahezu aller wissenschaftlichen Disziplinen. Aus Sicht der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ist der freie Zugang zu verlässlichen Forschungsdaten zentrale Voraussetzung für eine freie Wissenschaft, von der Grundlagenforschung bis hin zur praktischen Anwendung. Mit der fortschreitenden Digitalisierung, der Nutzung internationaler Clouds und der Automatisierung von Analyseprozessen wächst jedoch auch die Abhängigkeit von digitalen Infrastrukturen, die diese Daten speichern, verarbeiten und bereitstellen. Forschungsdaten sind damit längst nicht mehr Begleitprodukte wissenschaftlicher Arbeit, sondern zentrale Ressourcen von strategischer Bedeutung für Forschung, Innovation und Wissenssouveränität.  

Gleichzeitig steigt ihre Verwundbarkeit: Cyberangriffe, institutionelle Krisen, ideologisch motivierte Förderentscheidungen sowie geopolitische Spannungen insgesamt können zur Manipulation von Daten, zu massiven Datenverlusten oder auch zum Verlust des Zugangs zu Daten führen. Exemplarisch können hier weltweit genutzte Strukturen wie die an den National Institutes of Health (NIH) angesiedelte GenBank (Datenbank mit Gensequenzdaten), die ebenfalls an den NIH angesiedelte Publikationsdatenbank PubMed oder Datenressourcen der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) genannt werden, aber auch Satellitenprogramme, die für die Klima- und Umweltforschung von großer Relevanz sind.  

Quelle: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) 
Sie können den ganzen Artikel  hier finden.