24.06.2026 Forschungskooperationen mit China am CISPA vorerst pausiert
Das Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit CISPA hat angekündigt, sämtliche Forschungsprojekte mit Partnerinstitutionen aus der Volksrepublik China bis zum Abschluss einer Sonderprüfung zu pausieren. Hintergrund sind laufende Ermittlungen gegen den CISPA-Direktor Michael Backes. Nach Angaben der Forschungseinrichtung stehen Bund und Land als Gesellschafter dabei in engem Austausch mit den Sicherheitsbehörden.
Aus dem Bundesforschungsministerium wurde betont, dass man sich ausdrücklich zur Freiheit von Wissenschaft und Forschung bekenne. Gleichzeitig verwies das Ministerium auf die Verantwortung, sicherzustellen, dass internationale wissenschaftliche Kooperationen nicht zulasten der Sicherheitsinteressen Deutschlands gehen.
Einordnung: Der Fall verdeutlicht die wachsende Bedeutung von Forschungs- und Wissenschaftssicherheit im Kontext internationaler Kooperationen. Insbesondere die Zusammenarbeit mit Partnern in China steht zunehmend im Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Offenheit, Innovationsförderung und sicherheitspolitischen Erwägungen. Für Hochschulen und Forschungseinrichtungen gewinnt damit die Frage weiter an Relevanz, wie internationale Kooperationen risikobewusst gestaltet und überprüft werden können.
Quelle: Tagesschau