30.06.2026 Internationale Kooperation zwischen den Medizinischen Fakultäten in Sarajevo und Marburg wird ausgebaut

Die Medizinischen Fakultäten der Universität Sarajevo und der Philipps-Universität Marburg haben ihre Zusammenarbeit im Rahmen von EUPeace und Erasmus+ weiter ausgebaut, um gemeinsame Forschung, Lehre sowie den internationalen Austausch von Studierenden und Lehrenden zu stärken. Bei einem Arbeitstreffen in Marburg wurden bestehende Kooperationen vertieft, innovative Lehr- und Behandlungskonzepte vorgestellt und weitere gemeinsame Projekte sowie ein Gegenbesuch der Marburger Delegation in Sarajevo vereinbart.

Die Medizinische Fakultät der Universität Sarajevo und die Medizinische Fakultät der Philipps-Universität Marburg haben ihre Zusammenarbeit im Rahmen der europäischen Hochschulallianz EUPeace weiter vertieft. Bei einem Arbeitstreffen in Marburg standen der Ausbau gemeinsamer Aktivitäten in Forschung und Lehre sowie die Förderung der internationalen Mobilität von Studierenden und Lehrenden im Mittelpunkt. Die Delegation aus Sarajevo wurde von Dekanin Prof. Dr. Amina Valjevac und der Prodekanin für Qualitätsmanagement, Prof. Dr. Aida Kulo Ćesić, angeführt. Auf Marburger Seite nahmen unter anderem der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Michael Hertl, sowie Prof. Dr. Frank Czubayko als Beauftragter für internationale Zusammenarbeit an den Gesprächen teil.

Ein Schwerpunkt des Austauschs war die Weiterentwicklung der Erasmus+-Kooperation zwischen beiden Fakultäten. Ziel ist es, den akademischen Austausch zu intensivieren und neue Möglichkeiten für gemeinsame Lehr- und Forschungsprojekte zu schaffen. Dass die Zusammenarbeit bereits konkrete Ergebnisse hervorbringt, zeigt sich im Studierendenaustausch: Der Medizinstudent Rijad Idrizbegović von der Universität Sarajevo absolviert derzeit sein Sommersemester an der Medizinischen Fakultät der Philipps-Universität Marburg.
Wichtige Impulse für die Vernetzung beider Institutionen gehen zudem von PD Dr. med. Mirza Pojskic aus. Der Alumnus der Medizinischen Fakultät Sarajevo, Mitglied des Vereins Bosnisch-Herzegowinischer Ärzte in Deutschland (BHÄG) und geschäftsführende Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM), engagiert sich seit Jahren für die wissenschaftliche und klinische Zusammenarbeit zwischen Deutschland sowie Bosnien und Herzegowina.

Im Rahmen ihres Besuchs erhielten die Gäste Einblicke in die Arbeit der Klinik für Neurochirurgie des UKGM am Standort Marburg. Unter der Leitung von Prof. Dr. Christopher Nimsky und PD Dr. med. Mirza Pojskic wurden moderne neurochirurgische Verfahren, innovative Medizintechnologien und aktuelle Behandlungskonzepte vorgestellt. Darüber hinaus informierte sich die Delegation über innovative Lehr- und Lernformate in der medizinischen Ausbildung. Vorgestellt wurden unter anderem Virtual-Reality-basierte Lehrkonzepte sowie moderne Prüfungsformate im OSCE-Zentrum (Objective Structured Clinical Examination), das praxisnahe klinische Kompetenzprüfungen ermöglicht.

Beide Fakultäten bekräftigten ihren Willen, die Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Mobilität weiter auszubauen. Die nächsten Gespräche sind bereits geplant: Im November werden Vertreterinnen und Vertreter der Medizinischen Fakultät Marburg die Partnerfakultät in Sarajevo besuchen.
Die Kooperation verdeutlicht das Potenzial europäischer Hochschulallianzen wie EUPeace, nachhaltige Partnerschaften zu fördern und den internationalen wissenschaftlichen Austausch zu stärken.

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