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Umgang mit Antifeminismus

abwehrende Handbewegung mit dem Schriftzug "Stop!"
Colourbox.de

Was ist Antifeminismus?

Antifeminismus gibt es schon so lange wie den Feminismus selbst – schon seit den ersten Kämpfen für Gleichberechtigung formieren sich Gegenbewegungen. Diese richten sich gegen Emanzipationsbestrebungen und feministische Anliegen wie beispielsweise die Stärkung geschlechtlicher und körperlicher Selbstbestimmung, geschlechtergerechte Sprache oder sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Antifeministische Angriffe können sich als sexistisch, frauen-, queer- oder transfeindlich motivierte Übergriffe äußern und transportieren häufig eindeutige Botschaften. Die Angriffe können sich hierbei sowohl gegen den Feminismus als Bewegung als auch gegen einzelne Personen oder konkrete Gleichstellungsarbeit bestimmter Institutionen oder Strukturen richten. 

Antifeminismus an Hochschulen

Auch im Universitätskontext häufen sich seit einigen Jahren antifeministische Angriffe in Form von Drohungen, (digitaler) Hassrede (Hatespeech), Einschüchterung oder Diffamierung. Sie zeigen sich beispielsweise durch:

  • Sticker/Flyer mit antifeministischem Inhalt (z.B. Mobilisierung gegen die Verwendung geschlechtergerechter Sprache)
  • Diffamierung und Bedrohung von Wissenschaftler*innen in den Gender Studies 
  • Störung (queer-)feministischer Veranstaltungen
  • Vermeintlich inhaltliche Argumente oder Falschaussagen in Forschung und Lehre (z.B. Rechtfertigung stereotyper Geschlechterrollen durch biologisierte Differenz)
  • Veranstaltungen mit antifeministischen Inhalten oder Redner*innen 

Was können Sie tun, wenn Sie selbst einen antifeministischen Angriff erfahren haben oder Zeug*in sind? 

Wenn Sie einen antifeministischen Angriff erfahren haben, haben Sie die Möglichkeit Beratungsangebote für sich in Anspruch zu nehmen. Wichtig ist außerdem, dass Sie den Angriff melden. So können antifeministische Vorfälle dokumentiert werden und das Thema gewinnt mehr an Sichtbarkeit. 

Sie sind sich nicht sicher, ob es sich bei dem Erlebten um einen antifeministischen Vorfall handelt? Antifeminismus zeigt sich vielfältig. Nehmen Sie im Zweifel ein Beratungsangebot wahr und melden Sie den Vorfall. Alle Meldungen sind wichtig und werden ernst genommen!