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Forschungsbau ATEMMA - Advanced Transmission Electron Microscopy, Marburg
Auf dem Campus Lahnberge ist in direkter Nachbarschaft zum Mehrzweckgebäude seit 2024 ein neuer Forschungsbau für Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) zur Erforschung neuartiger Materialien entstanden. Das Gebäude ATEMMA (Advanced Transmission Electron Microscopy, Marburg) mit Förderung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK).
Der Bedarf an Innovationen im Materialbereich ist immens – mögliche Anwendungsfelder sind die Entwicklung effizienterer Laser für neue Wellenlängenbereiche, Stoffe für neuartige, ultraschnelle oder flexible Transistorkonzepte oder Datenspeicher. Auch bei der Erzeugung von grünem Wasserstoff oder der Effizienzsteigerung von Solarzellen und Energiespeichern spielen neuartige Materialien eine wichtige Rolle. Ein besonderer Forschungsfokus liegt darüber hinaus auf dem Einfluss innerer Grenzflächen auf die Struktur und Eigenschaften dieser Materialien, um neue Erkenntnisse über optische Anregungen entlang der Grenzflächen oder über diese hinweg zu gewinnen.
Die Gesamtkosten für ATEMMA lagen bei etwa 10,75 Millionen Euro. Davon entfallen etwa 6 Millionen Euro auf ein neues Rastertransmissionselektronenmikroskop mit exzellenter Orts-, Energie- und Zeitauflösung, das einen deutlich besseren Einblick in Materialien ermöglicht als bisher – bis hin zum atomaren Maßstab. Etwa 4,7 Millionen Euro der Gesamtkosten entfallen auf das eigentliche Gebäude. Für das sehr empfindliche und komplexe Mikroskop ist eine stabile Umgebung notwendig, um Vibrationen zu minimieren und Magnetfelder abzuschirmen.
Das Gebäude ist weitgehend fertiggestellt. Seit Anfang 2026 wird das Rastertransmissionselektronenmikroskop installiert. (Stand: Mitte 2026)
Daten
- Baubeginn: 2024
- Inbetriebnahme: geplant 2026
- geplante Baukosten: ca. 10,75 Millionen Euro
- Gebäude: ca. 4,7 Millionen Euro
- Gerätekosten: ca. 6 Millionen Euro