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Alte Universität

Aula der Alten Universität
Foto: Markus Farnung
Die Aula der Alten Universität.

Alt sind sie auf jeden Fall, die Fundamente des 1291 gegründeten Dominikanerklosters, auf denen im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts im neugotischen Stil das heute als "Alte Universität" bekannte Gebäude entstand. Und das Wissen wird an diesem Ort seit dem Jahr 1527 intensiv gepflegt. In diesem Jahr gründete der hessische Landgraf Philipp der Großmütige die Marburger Hochschule - die älteste protestantische Universitäts-Neugründung, die bis heute Bestand hat. Das ehemalige Dominikanerkloster bestimmte er zu deren erstem Gebäude.

Kamen die ersten 17 Lehrenden und 88 Studenten mit dem Platz sicherlich noch gut aus, wurde es schon bald recht eng. Außerdem verfielen die alten Gebäude im Laufe der Jahrhunderte. Der in mehreren Bauabschnitten errichtete Neubau nach Plänen des Architekten Carl Schäfer aus den Jahren 1873-1891 wurde deshalb freudig begrüßt. Heute beherbergt er den Fachbereich Evangelische Theologie.

Die 1903 eingeweihte Aula mit sieben großformatigen Bildern von Peter Janssen (Düsseldorfer Malerschule) und einer prägnanten hölzernen Kassettendecke ist heute als "Alte Aula" bekannt. Sie ist ein wichtiger und viel genutzter Festsaal der Philipps-Universität.

Direkt an den neugotischen Komplex der Alten Universität schließt sich die Anfang des 14. Jahrhunderts errichtete gotische Universitätskirche an. Der Dominikaner-Orden weihte die Kirche auf den Namen Johannes des Täufers. Mit der Auflösung der Klosters und der Gründung der Universität wurde sie zum Kornspeicher der Stadt umfunktioniert. 1658 richtete sie Landgraf Wilhelm VI. erneut als Kirche für die reformierte Gemeinde und die Universität ein. 1927 erfolgte ein grundlegende Innenrenovierung, die bis heute das Bild des Kirchenraums prägt. 

Heute beherbergt die Alte Universität den 1527 gegründeten Fachbereich Evangelische Theologie. Die Aula der Alten Universität wird nach wie vor für Festveranstaltungen der Universität benutzt.

Alte Aula

Die Alte Aula ist kein Veranstaltungsraum wie jeder andere.
Sie kann nur für akademische Veranstaltungen genutzt werden, wobei in der Regel auch nur herausgehobene akademische Veranstaltungen zugelassen werden. Das sind typischerweise Festvorträge im Rahmen von wissenschaftlichen Tagungen, akademische Ehrungen, Preisverleihungen, Ehrenpromotionen oder ähnliche Veranstaltungen.
In besonderen Fällen hat sich das Präsidium vorbehalten, auch Veranstaltungen von besonderem öffentlichen Interesse in der Aula durchzuführen.

Aus konservatorischen Gründen können auch hochrangige Veranstaltungen in der Regel jeweils nur für einen halben Tag die Alte Aula nutzen. Sofern die Veranstaltung länger dauert, muss in andere Räumlichkeiten ausgewichen werden. Die Aula bietet 377 Plätze inklusive der Professorenbestuhlung.

Die am 19. Juni 1901 eingeweihte Aula wurde als Festsaal für akademische Feierlichkeiten erstellt. Der Raum von 27 Metern Länge, 14 Metern Breite und 8,5 Metern Höhe ist durch zwei Türen auf einer Seite zugänglich: dem ehemaligen Professoreneingang zum schräg gestellten Professorengestühl nahe dem Katheder und dem allgemeinen Eingang nahe der Orgel. Da heute häufig eine Leinwand gebraucht wird, wurde inzwischen die Sitzordnung komplett gedreht, sodass man heute Richtung Orgel schaut und das fest installierte Professorengestühl, das reiche Schnitzarbeiten mit den Wappen einiger deutscher Universitätsstädte zeigt, kaum noch in Gebrauch ist. Der innere Ausbau ist aus Eichenholz, unter anderem umgibt eine 2,10 Meter hohe Wandtäfelung sockelartig den unteren Teil der drei Wände. Die vierte Wand besteht aus drei großen Fensterbögen mit Antikglas in grisailleartiger Bemalung.

Kreuzgang

Der Flur, auch bekannt als Kreuzgang kann bei Veranstaltungen für die Ausrichtung eines Sektempfangs mit genutzt werden. Dieser erstreckt sich einmal komplett um den Innenhof.

Ausstattung 

Bitte beachten Sie außerdem die Tagungshinweise des Hochschulrechenzentrums, die Multimedia-Ausstattung der Seminarräume und Hörsäle, sowie die Entgeltliste der fest installierten Technik und der Leihgeräte des Hochschulrechenzentrums.

 Equipment

! nur uniintern einsehbar, für uniexterne auf Anfrage !

Für Veranstaltungen im Hörsaalgebäude kann, je nach Verfügbarkeit, entsprechendes Veranstaltungsequipment (Bistrotische, Stellwände, Rednerpult, Tische, Stühle, etc.) bereit gestellt werden, dies muss vorab angemeldet werden und ist unter Umständen kostenpflichtig.

Weiteren Tagungsbedarf erhalten Sie beispielsweise über das Dezernat V.

Raumnutzungsordnung

Aktuelle Fassung der Raumnutzungsordnung

Bestuhlungs- und Nutzungsplan

Alte Aula (377 Plätze inkl. Professorenbestuhlung)

Wegbeschreibung 

Adresse: Lahntor 3, 35037 Marburg

Mit dem Auto:
aus Richtung Kassel (Norden)
Verlassen Sie die Stadtautobahn an der Ausfahrt Marburg-Bahnhofstraße. An der 1. Ampel bitte rechts abbiegen auf die Bahnhofstraße in Richtung Innenstadt. Hinter der nächsten Ampel die linke Fahrspur benutzen und am Ende der Bahnhofstraße nach links in die Elisabethstraße einbiegen. An der nächsten Kreuzung weiter geradeaus in die Straße „Pilgrimstein“ – Einbahnstraße. Dieser Straße folgen Sie bis zum Ende, nach zwei Fußgängerampeln mündet diese Straße in den Rudolphsplatz. Bitte folgen Sie der Straße Richtung Stadtmitte, dort direkt am Rudolphsplatz ist nach ca. 100 m die Alte Universität auf der rechten Seite.

aus Richtung Frankfurt/Gießen (Süden)
Verlassen Sie die Stadtautobahn an der Ausfahrt Marburg-Mitte (Esso Tankstelle) und halten Sie sich ausschließlich rechts bis zur nächsten Ampel, an der Sie ebenfalls nach rechts in Richtung Innenstadt abbiegen. Dann geht es weiter auf der linken Fahrspur nach drei Ampeln über die Lahn und hinter der Brücke biegen Sie an der nächsten Ampel nach links ab und direkt an dieser Ampel vor sich finden Sie die Alte Universität.

Mit Bus und Bahn:
Vom Marburger Hauptbahnhof benutzen Sie entweder ein Taxi, das am Bahnhofsvorplatz wartet, um Sie zum Lahntor 3 zu bringen, oder die Linien 2, 3, 6, 7 und C der Marburger Stadtwerke. Sie fahren bis zur Haltestelle "Rudolphsplatz" und haben die Alte Universität erreicht.

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