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Theory of Mind

Unter "Theory of Mind" versteht man die alltagspsychologischen Konzepte, die es uns erlauben, uns selbst und anderen Menschen mentale Zustände (wie z.B. Wissen, Glauben, Wollen, Fühlen etc.) zuzuschreiben. Diese mentalen Zustände sind nicht direkt beobachtbar, sondern müssen erschlossen werden. Aufgrund dieser Zuschreibungen treffen wir Vorhersagen, wie sich jemand verhalten wird oder warum er sich in einer bestimmten Weise verhalten hat.

Wir erfassen das doch sehr heterogene Konzept der Theory of Mind mit verschiedenen Tests:
Facial Emotion Matching: Der Test prüft, inwieweit der Proband in der Lage ist, Gefühlsausdrücke auf Fotografien wahrzunehmen und richtig zuzuordnen. Dazu sollen am Computer Bilder von Gesichtern verschiedener Menschen, die die sechs Grundemotionen (Freude, Trauer, Überraschung, Ekel, Angst, Wut) darstellen, diesen Gefühlen richtig zugeordnet werden.
Social Attribution Task: In diesem Theory of Mind Test wird die Fähigkeit überprüft, soziale Attributionen zu erzeugen. Dies wird mit einem kurzen Film überprüft, in dem die Akteure geometrische Figuren sind (Kreis und Dreiecke), die jedoch eine soziale Interaktion "aufführen" (spielende Freunde, kämpfende Gegner etc.). Der Proband soll die Situationen interpretieren ("Was ist hier passiert?").
Theory of Mind Test II: Bei diesem Test geht es um die Überprüfung der Theory of Mind höherer Ordnung. D.h. es werden Fragen gestellt, die die Repräsentation einer Überzeugung einer Person A über eine Überzeugung einer Person B erfordern ("Was denkt Person A, was Person B denkt?").

 

 

Zuletzt aktualisiert: 18.02.2009 · goye

 
 
 
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