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10.03.2013

Staatstheorethische Perspektiven auf Sexualität

Dr.in Gundula Ludwig (Politikwissenschaft, Wien), Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung "Sexualität" im Sommersemester 2013

Zeit: 13.06.2013 18:00 h - 13.06.2013 20:00 h
Ort: Hörsaalgebäude, Biegenstraße, Raum +2/0900

Weitere Informationen:

Abstract:

Während der Kanon der Politikwissenschaft immer noch davon ausgeht, dass Körper, Sexualität, Begehren und Geschlecht als vorpolitisch und naturgegeben gelten, zeigt eine queer-feministische staatstheoretische Perspektive, dass Heteronormativität und Staatlichkeit in modernen, ‚westlichen’ Gesellschaften fundamental miteinander verwoben sind. In einem ersten Teil des Vortrags sollen zentrale Elemente eines queer-feministischen Staatsverständnisses skizziert werden, um sichtbar zu machen, wie zum einen Heteronormativität mittels staatlicher Macht regiert und normalisiert wird und wie zum anderen Heteronormativität in die Genese und Architektur moderner, westlicher Staatlichkeit eingeschrieben ist. Wie dieses Zusammenspiel von Heteronormativität und Staat – nicht zuletzt durch politische Kämpfe – historischen Wandlungsprozessen unterliegt, soll im zweiten Teil des Vortrags anhand einer Auseinandersetzung mit aktuellen sexuellen Politiken und deren Widersprüchlichkeiten diskutiert werden.

 

Literatur:

Basis:

Haberler, Helga/ Hajek, Katharina/ Ludwig, Gundula/ Paloni, Sara (2012): Que[e]r zum Staat. Heteronormativitätskritische Perspektiven auf Staat, Macht und Gesellschaft. Eine Einleitung. In: Haberler, Helga/ Hajek, Katharina/ Ludwig, Gundula/ Paloni, Sara (Hg.): Que[e]r zum Staat. Heteronormativitätskritische Perspektiven auf Staat, Macht und Gesellschaft. Berlin: Querverlag, 7-25

Ludwig, Gundula (2012): Wie Sex(e) zur Staatsangelegenheit wird und was Staatsangelegenheiten mit Sex(e) zu tun haben. In: Haberler, Helga/ Hajek, Katharina/ Ludwig, Gundula/ Paloni, Sara (Hg.): Que[e]r zum Staat. Heteronormativitätskritische Perspektiven auf Staat, Macht und Gesellschaft. Berlin: Querverlag, 97-116.

 

Weiterführend:

Engel, Antke (2003): Wie regiert die Sexualität? Michel Foucaults Konzept der Gouvernementalität im Kontext queer/feministischer Theoriebildung. In: Guttiérez Rodríguez, Encarnación/Pieper, Marianne (Hg.): Gouvernementalität. Eine sozialwissenschaftliche Debatte im Anschluss an Foucault. Frankfurt am Main, 224-239.

Hark, Sabine/Genschel, Corinna (2003): Die ambivalente Politik von Citizenship und ihre sexualpolitische Herausforderung. In: Knapp, Gudrun-Axeli/Wetterer, Angelika (Hg.): Achsen der Differenz. Gesellschaftstheorie und feministische Kritik

II. Münster, 134-170.

Raab, Heike (2005): Aspekte queerer Staatskritik – Heteronormativität, institutionalisierte Identitätspolitiken und Staat. In: feminia politica 1/2005, 59-69.

Zuletzt aktualisiert: 12.03.2013 · Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung

 
 
 
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