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Die Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ICWC

 

Derzeit arbeiten folgende Wissenschaftliche Mitarbeiter in unterschiedlichen Projekten am ICWC:

 

  • Florian Danecke, M.A., Dissertationsprojekt „Sicherheit vor Genozid. Der Beitrag rumänischer Akteure zur Entstehung und internationalen Durchsetzung der Ächtung des Genozids (1920er - 1940er Jahre)“ im Rahmen des SFB/TRR 138)

 

 

  • Susanne Katharina Raidt, Dissertationsprojekt „‚Kriegsverbrecherinnen‘ – Strafrechtliche Verfolgung und gesellschaftliche Wahrnehmung von weiblichen Angeklagten in NS-Kriegsverbrecherprozessen seit 1945“ (Betreuer: Professor Dr. Eckart Conze):

Bis heute sind Kriegsverbrecherinnen ein zweifaches Skandalon: zum einen wegen ihres Verstoßes gegen die rechtliche und moralische Ordnung, zum anderen wegen ihres Verstoßes gegen die Geschlechterordnung. Denn nicht nur Kriminalität und Gewalt, sondern besonders auch Kriegsverbrechen werden als vergeschlechtlicht und dabei männlich konnotiert begriffen und entsprechend medial inszeniert. An diesem Schnittpunkt zwischen juristischem, politischem und gesellschaftlichem Umgang mit NS-Kriegsverbrecherinnen setzt das Dissertationsprojekt an. Es beleuchtet den Komplex einer wechselseitigen Beeinflussung der Rechtsprechung über Kriegsverbrecherinnen und deren gesellschaftlichen Wahrnehmung am Beispiel weiblicher Angeklagter, die sich wegen während des Krieges begangener NS-Verbrechen vor westdeutschen Gerichten (1945-1980er) zu verantworten hatten. Es wird analysiert, wie NS-Kriegsverbrecherinnen im juridischen Feld in Wechselwirkung mit dem kulturellen, wissenschaftlichen und politischen Feld jeweils zeitspezifisch konstruiert, präsentiert, transformiert und gedeutet wurden. Das Projekt eröffnet damit eine kultur- und geschlechtergeschichtliche Perspektive auf die Geschichte der Kriegsverbrecherprozesse Westdeutschlands und leistet einen Beitrag zur Historisierung der Kategorie „Geschlecht“ in NS-Kriegsverbrecherprozessen.

 

  • Dirk Stolper, Dissertationsprojekt „Eichmanns Anwalt. Wirken und Wahrnehmung von Robert Servatius (1894-1983)“ (Arbeitstitel; Betreuer: Professor Dr. Eckart Conze):

Das Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit der Tätigkeit und der Wahrnehmung des Kölner Rechtsanwalts Robert Servatius (1894-1983). Im Fokus der Untersuchung steht die Analyse der von Servatius entwickelten und angewandten Verteidigungsstrategien in NS-Prozessen zwischen den Jahren 1945 und 1968 und deren Rezeption in der westdeutschen und internationalen Öffentlichkeit. Die Untersuchung leistet damit einen Beitrag zur Erforschung der juristischen Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit und NS-Verbrechen und insbesondere zur Rolle der Strafverteidiger in diesem Kontext. Sie zielt aber, darüber hinaus, auf die Entwicklung und Veränderung von NS-bezogenen Geschichtsbildern in der deutschen und der internationalen Öffentlichkeit in den Jahrzehnten nach 1945.


Zuletzt aktualisiert: 22.05.2017 · Kappeler Angela, Fb. 9

 
 
 
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