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Forschungsschwerpunkte des Zentrums für Konfliktforschung

 

Internationale Interventionen

Das weltweite Konfliktgeschehen und die Ansätze zur Konfliktprävention sind spätestens nach Ende des Ost-West-Konflikts in hohem Maße internationalisiert und reichen von militärischen Interventionen in Bürgerkriegen über die humanitäre Hilfe in und nach Konflikten bis hin zu Versuchen, durch bilaterale Entwicklungsprogramme nachhaltigen Frieden zu sichern. In diesem Feld bewegen sich Forschungsprojekte, die die Legitimation, Durchführung und Folgen internationaler Interventionen untersuchen. Von besonderer Bedeutung sind dabei Maßnahmen des internationalen Statebuilding, die in die Phase der Dekolonialisierung zurückreichen und bis in die Gegenwart ein bevorzugtes Feld internationaler Interventionen sind. 

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Flucht und Migration

Gewaltsame Konflikte und ihre gesamtgesellschaftlichen Folgen führen weltweit zu Flucht und Migration. Im Fokus der Forschung stehen interdisziplinäre Fragen zum Konflikt-Flucht-Nexus, zu genderspezifischen Auswirkungen auf Fluchtsituationen, Resilienzstrategien von Flüchtlingen, Integrationsprozesse sowie die Entwicklungen von Vorurteilen und Diskriminierungen in Aufnahmegesellschaften und unter Flüchtlingen sowie Migrantinnen und Migranten. Des Weiteren werden sozio-kulturelle Strategien lokaler Bevölkerungen in Anbetracht von Vertreibung und Flucht untersucht.

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Gewalt

Innerhalb der Konfliktforschung stellt Gewalt die schärfste Form der Konfliktaustragung dar. Die Forschungsprojekte innerhalb dieses Forschungsschwerpunkts beschäftigen sich damit, welche Formen diese Gewalt annehmen kann (z.B. Völkermord, Terrorismus, sexuelle Gewalt, hate crimes, u.v.m.), wie und warum sich einzelne Akteure an dieser Gewalt beteiligen, wie beteiligte Akteure (Täter/Täterinnen, Opfer, Bystander) diese Gewalt wahrnehmen und welchen Einfluss vermeintlich Unbeteiligte wie bspw. Zivilpersonen auf die Gewaltdynamik haben können. Ferner wird analysiert, was gegen Gewalt und Gewalteskalation unternommen werden kann.  

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Transitional Justice

Der Umgang mit der Erfahrung von massiver Gewalt ist von großer Bedeutung für Nachkriegsgesellschaften und vormals repressive Regime. Neben strafrechtlicher Aufarbeitung sowie restaurativen Maßnahmen wie Wahrheits- und Versöhnungskommissionen und Reparationen nimmt dies auch die Form von Gedenkstätten und Erinnerungspolitiken an. Forschungsprojekte am Zentrum umfassen verschiedene Analyseansätze zur Untersuchung von Mechanismen und Dynamiken, wobei häufig eine Perspektive von unten sowie Opfer- bzw. Täterschaft eine zentrale Rolle spielen. Damit einher geht auch die Betrachtung des Verhältnisses von globalen Transitional Justice-Maßnahmen und lokaler Ebene, einschließlich daraus resultierender Friktionen und Konflikte.

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Akteure und Dynamiken sozialer Konflikte

Soziale Konflikte sind in pluralistischen Gesellschaften eine normale Begleiterscheinung der Aushandlung divergierender Interessen. Eine Reihe von Projekten untersucht, wie  Konflikte auf der Meso- und Mikroebene zwischen Gruppen oder Angehörigen von Kollektiven verlaufen. Insbesondere soziale Praktiken wie Zuschreibungen, Narrative und Abgrenzungen, sowie Konfliktdynamiken und Eskalationsprozesse werden dabei in den Blick genommen. Dies wird besonders mit Blick auf zivilgesellschaftliche und politische Akteure, die an Widerstand und kollektivem Protest beteiligt sind, analysiert.

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Wissenstransfer

Der Transfer von Forschungsergebnissen und anwendungsbezogener Forschung spielt in der Friedens- und Konfliktforschung traditionell eine wichtige Rolle. In diesem Zusammenhang befassen sich verschiedene Projekte am Zentrum beispielsweise mit der besseren Planung und Durchführung von Projekten zur Prävention von Gewalt, mit Trainingsprogrammen zu Peacebuilding und Konfliktprävention, mit der Arbeit mit Flüchtlingen oder mit dem Widerstand gegen rechtsextreme Gesinnung. Mitglieder sowie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Zentrums beraten ferner in Bezug auf evidence based interventions, setzen selbst entsprechende Maßnahmen um und evaluieren die Ergebnisse, oft in Zusammenarbeit mit staatlichen Behörden oder dem Deutschen Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit. Sie sind des Weiteren an der Organisation von thematisch einschlägigen Sommerschulen etwa in der Ukraine, Zentralasien und dem Kaukasus, an Projekt- und Programmevaluationen sowie an der Erstellung von konfliktbezogenen Länderanalysen beteiligt.

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Querschnittsthemen

Parallel zu den verschiedenen Forschungsschwerpunkten werden am Zentrum Querschnittsthemen aufgegriffen, die Forscherinnen und Forscher in ganz unterschiedlichen Projekten beschäftigen und über Projektgrenzen hinaus verbinden. Zu ihnen gehört das Interesse an Normen ‒ an ihrer Entwicklung, Verbreitung, Veränderung und den damit verbundenen Dynamiken ‒ ebenso wie an machtdurchzogenen Geschlechterbeziehungen. Letztere sind in einigen Projekten direkt Gegenstände der Forschungen, in anderen spielen sie in Bezug auf verschiedene Forschungsfragen eine wichtige Rolle. Daneben befassen wir uns mit Problemen der Forschungsethik. Sie wird sowohl mit Blick auf die Datenerhebung (insbesondere bei Feldforschung) als auch mit Blick auf die Datenverwertung und –Veröffentlichung gestellt und diskutiert.

 

Zuletzt aktualisiert: 27.06.2017 · Heusingj

 
 
 
Zentrum für Konfliktforschung

Zentrum für Konfliktforschung, Ketzerbach 11, D-35032 Marburg
Tel. +49 6421/28-24444, Fax +49 6421/28-24528, E-Mail: konflikt@staff.uni-marburg.de

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