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                        Das Anfertigen wissenschaftlicher Hausarbeiten



                              1 Vorbemerkung

Die folgende Darstellung ist größtenteils von Herrn Prof. Rode, tätig an der Universität Halle, übernommen worden.


                             2 Die Formulierung der Fragestellung

Um sowohl die Materialsuche als auch deren Auswertung und das Verfassen der eigentlichen Arbeit mit möglichst wenig Reibungsverlusten zu belasten, muss möglichst frühzeitig das Thema genau formuliert werden. Es empfiehlt sich weiterhin, das Thema frühzeitig in Frageform zu bearbeiten. Hausarbeit und Referat sind in diesem Zusammenhang insofern zu unterscheiden, als das Referat einen Überblick über die Thematik geben und in eine Diskussion im Seminar münden soll, die Hausarbeit soll hingegen klar auf die Beantwortung der Fragestellung ausgerichtet sein. Sie kann also je nach Interesse der Verfasserin oder des Verfassers viel stärker eingegrenzt sein.

Nehmen wir als Beispiel das in dem Seminar vorgegebene Thema "Terrorismus" an. Ein solches Thema lässt sich immer aus völlig verschiedenen Blickwinkeln betrachten, die so unterschiedlich sein können, dass die gleichzeitige Bearbeitung in einem Referat unmöglich ist.

Zu einer genaueren Fragestellung lässt sich z. B. kommen, indem das einzelne Thema in den Gesamtrahmen des Seminars eingebettet wird. Die Fragestellung wird also eine andere sein, wenn der Seminartitel "Terrorismus als Faktor internationaler Politik" lautet, als wenn der Titel der Veranstaltung "Terrorismus im Nahen und Mittleren Osten" ist. Im letzteren Fall müsste das Thema eher unter der Fragestellung "Wie beeinflusst der Terrorismus im Nahen und Mittleren Osten das Internationale System?" bearbeitet werden. Das Thema ist auf diesem Wege bedeutend präziser geworden. Die Materialsuche und die Bearbeitung erleichtern sich damit ungemein.

Grundsätzlich sei hier auf die Bedeutung der Fragestellung verwiesen. Aufgabe von politikwissenschaftlichen Arbeiten, auch von Hausarbeiten während des Studiums, ist nicht die reine Deskription, sondern die Analyse von Zusammenhängen und Prozessen. Eben diese müssen in der Fragestellung präzis formuliert sein. Eben nicht: Warum gibt es Terrorismus? Sondern: Welche Hauptfaktoren führten zu Terrorismus?

Je klarer und präziser die Fragestellung formuliert ist, desto besser wird auch die Hausarbeit. Ziel sollte also immer sein, mit der eigenen Arbeit zu neuen Erkenntnissen zu kommen. Eine Bearbeitung von Quellen und Dokumenten ist dazu meist unumgänglich.

Sollten Schwierigkeiten bei der Eingrenzung des Themas bestehen (was nicht gerade selten ist), empfiehlt es sich, Rücksprache mit der Dozentin oder dem Dozenten zu nehmen. Das kann bereits in der ersten Seminarsitzung bei der Themenvergabe geschehen, ansonsten sind die Sprechstunden als das geeignete Forum zu betrachten. Ihre Nutzung wird dringend empfohlen. Hier können sowohl eine vorläufige Gliederung als auch die ersten Ergebnisse des Bibliographierens besprochen werden.

 

                             3 Das Ausgangsmaterial

Bei der Materialsuche ist nicht Quantität, sondern Qualität entscheidend, bei einem Mindestmaß an Literatur: zwei Texte, und wenn sie noch so gut sind, reichen freilich nicht. Auch eine einfache Hausarbeit im BA-Studium sollte ca. 8 bis 10 Titel umfassen. Bei Referaten, Seminar- und Hausarbeiten sowie bei BA- und MA-Arbeiten soll nicht eine vollständige Literaturauswertung erreicht werden. Dies ist meist erst bei Dissertationen und Habilitationen erforderlich. Allerdings müssen die Literaturverzeichnisse mit dem wachsenden Anspruch an eine Arbeit mitwachsen.

Bei der Auswahl der Titel sollte auf Ausgewogenheit geachtet werden, d. h. alle Gesichtspunkte der Thematik sollten erfasst und alle Positionen beachtet werden. Es sollte möglichst nicht nur Sekundärliteratur verwendet, sondern auch Quellen (am besten immer in der Originalsprache) bearbeitet werden. Außerdem empfiehlt es sich, schon frühzeitig fremdsprachige Texte zu benutzen.


                             3.1 Die Literatursuche

Grundsätzlich sind verschiedene Strategien zum Auffinden der benötigten Literatur möglich. Welche letztlich gewählt wird, ist weniger entscheidend, als dass sie konsequent durchgehalten und systematisch durchgeführt wird.

Normalerweise wird beim Bibliographieren mit den Literaturlisten, die in den Lehrveranstaltungen verteilt worden sind, begonnen. In aller Regel handelt es sich dabei um Literatur, die in der jeweiligen Institutsbibliothek vorhanden ist. Diese Literaturlisten sind allerdings immer auf die gesamte Veranstaltung abgestimmt, so dass für eine spezielle Thematik weitere Literatur gefunden werden muss. Dafür empfehlen sich die Handapparate, die in den Bibliotheken aufgestellt sind, sowie die Durchsicht der Sachkataloge der Universitäts- und der Institutsbibliothek. Außerdem können andere Bibliotheken aufgesucht werden. Hier sind zu nennen die einzelnen Staatsbibliotheken und die Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt. Bei der Benutzung von Schlagwort- und Sachkatalogen müssen in allen Bibliotheken immer mehrere Schlagwörter oder Sachbegriffe konsultiert werden.

Da das Aufsuchen anderer Bibliotheken mit Kosten- und Zeitaufwand verbunden ist, empfiehlt es sich für das reine Bibliographieren, zunächst mit Standardbibliographien und Bibliographien der Zeitschriftenliteratur zu beginnen. Die dort aufgefundene Literatur kann dann entweder (so sie vorhanden ist) in der eigenen Bibliothek ausgeliehen werden, oder sie muss per Fernleihe bei anderen Universitäten bestellt werden. Bei reinen Präsenzbibliotheken, wie z. B. der Deutschen Bibliothek, lässt es sich allerdings nicht vermeiden, die Reise anzutreten. Dies sollte allerdings nicht geschehen, ohne sich vorher über Ausleihbedingungen und Öffnungszeiten genauestens informiert zu haben.

Das Internet hat sich in den 90er Jahren zu einem wissenschaftlichen Werkzeug entwickelt, welches aus vielen Forschungsprojekten nicht mehr wegzudenken ist. Es bietet weltweiten, einfachen und schnellen Zugang zu einer Vielzahl von Informationen, Originaldokumenten und Hintergründen. Allerdings ist bei der Nutzung dieses neuen Mediums immer die an sich chaotische Struktur und häufig gegebene Undurchsichtigkeit der Güte der Quellen zu bedenken. Auch hier gilt, dass nur die Nutzung von verlässlichen Quellen in Frage kommt. Die Websites von internationalen Organisationen und Regierungen (z.B. EU, NATO, UNO, Auswärtiges Amt, Arabische Liga, OPEC) kommen diesem Kriterium häufig sehr nahe. Allgemein ist zu bedenken, dass durch den publizistisch sehr einfachen Zugang zum Medium die Darstellung von interessengeleiteten Inhalten auf vielen Websites wissenschaftlich von geringem Belang sein kann. Daher kommt der eigenen Recherchestrategie und der eigenen Wertung und Selektion des Materials eine dominierende Bedeutung zu. Bei der Suche nach Quellen helfen Suchmaschinen. Zitate aus dem Netz müssen immer unter Angabe der kompletten Internet-Adresse angegeben werden; da diese Adressen (und die Inhalte) wechseln können, empfiehlt sich ein Ausdruck des entsprechenden Web-Dokuments und die Aufbewahrung zwecks späterer Vorlage zur Überprüfung des Zitats.

Die Elektronische Zeitschriftenbibliothek der Universität Marburg und das Datenbank- Infosystem (DBIS) helfen euch bei der Suche nach Artikeln in Zeitschriften wie dem International Journal of Middle Eastern Studies oder auch zum Beispiel dem British Journal of Middle Eastern Studies. Alle Zeitschriften, die mit grün markiert sind, können über das universitäre Internet umsonst gelesen werden, gelbe Markierungen sind nur teilweise lesbar und bei roten Markierungen ist nur das Inhaltsverzeichnis zu sehen. 

 

Bei einer Vorgehensweise, bei der noch keine oder nur wenige AutorInnen und Titel bekannt sind, wären die Großlexika ein möglicher Einstieg. Artikel zu einzelnen Themen sind dort fast immer mit Literaturangaben verbunden, die weiter verfolgt werden können. Des weiteren empfiehlt sich die Konsultation der einschlägigen Fachlexika bei deren Begriffsklärung in aller Regel auch die Grundlagenliteratur aufgeführt ist. Insbesondere diese Konsultationen werden viele Wege einsparen. Außerdem sollten die letzten Jahrgänge der Fachzeitschriften nach Rezensionen zum Thema durchgesehen werden. Auch finden sich in den Fachzeitschriften immer die aktuellsten Äußerungen zu einer bestimmten Thematik, denn die Herstellung eines Buches dauert länger als das Verfassen eines Aufsatzes. In den Fachzeitschriften finden auch die wissenschaftlichen Auseinandersetzungen statt. Es kommt deshalb häufig vor, dass auf einen Aufsatz eine Erwiderung und darauf wieder eine Replik des ersten Autors erscheint. Dadurch hat man dann gleich mehrere Positionen zu einem Thema gefunden.

Des weiteren besteht die Möglichkeit, in Form des Schneeballsystems durch bereits bekannte Literatur weitere neue Autoren und Titel zu finden. Dazu werden die bereits bekannten Titel im Autorenkatalog herausgesucht und die in den jeweiligen Literaturverzeichnissen gefundenen Titel weiterbearbeitet. Die Auswertung der Literaturverzeichnisse der benutzten Bücher ist in jedem Fall notwendig, nicht immer aber ausreichend, da nicht davon ausgegangen werden kann, dass die gesamte für dieses Thema relevante Literatur in diesen Büchern aufgeführt ist. Weiteres Manko dieser Vorgehensweise ist, dass ein Buch natürlich keine Literatur mehr aufnehmen kann, wenn es bereits erschienen ist. Es wird also am Ende der Literatursuche kein Buch vorhanden sein, das neuer ist als jenes, was man am Anfang benutzt hat. Wenn man dem Schneeballsystem folgt, ist also unbedingt auf das Erscheinungsdatum zu achten. Sehr ergiebig in Bezug auf ihre Literaturverzeichnisse sind in aller Regel aktuelle Dissertationen, Magister-, Diplom- und Staatsexamensarbeiten.

Wichtig für das Auffinden der Standardliteratur ist auch die Durchsicht der fachspezifischen Handbücher. Zu empfehlen ist auch die Auswertung von Verlagsprospekten nach Neuerscheinungen sowie die Durchsicht der Tages- und Wochenpresse nach Besprechungen von politischer Literatur. Auch sollten die Bibliographien des Faches durchgesehen werden.

In aller Regel werden auf diesem Wege mehr Bücher gefunden, als letztendlich für das Referat verwendet werden können. Die Entscheidung darüber, ob ein Titel verwendet werden muss oder nicht, kann häufig nicht nur allein nach dem Titel gefällt werden. Zur besseren Beurteilung eines Buches empfiehlt sich, sowohl Einleitung als auch Gliederung genauestens durchzusehen und einen Blick, in bezug auf weitere Literatursuche, auf das Literaturverzeichnis zu werfen. Außerdem sollten die möglicherweise für das Referat relevanten Kapitel bereits jetzt diagonal gelesen werden. Dies bedeutet, dass der Text nicht komplett gelesen, sondern mehr durchgesehen wird. Dabei kann man sich dann auf bestimmte Schlag- oder Reizwörter oder aber auch ausschließlich auf Substantive konzentrieren, je nach dem, was für das Thema sinnvoll ist. Das genauere Durcharbeiten dieser Kapitel wird in einem späteren Stadium stattfinden.


                             3.2 Materialselektion

Ausgewählt werden muss alles, was direkt oder indirekt für die Arbeit von Bedeutung ist, also alles, was zur Beantwortung der Fragestellung nützlich ist. Hier zeigt sich wieder, wie wichtig es ist, mit einer guten Fragestellung zu arbeiten. Je präziser diese ist, desto leichter fällt die Materialauswahl.

Alles, was direkt für die Beantwortung der Frage wichtig ist, taucht dann später auch wieder in der Arbeit auf. Alles, was nur indirekt von Bedeutung ist oder dem Leser weitere sinnvolle Informationen gibt, gehört in die Fußnoten. Aber auch hier gilt, dass ein wichtiger Bezug zur Fragestellung bestehen muss, Fußnoten sollen nicht zu umfangreich sein. Alles, was weder direkt noch indirekt die Frage beantworten kann, gehört nicht in die Arbeit.


                             3.3 Materialauswertung

Bei der Auswertung des aufgefundenen Materials sollte die Zeitkomponente nicht vernachlässigt werden. Jedes Referat und jede Hausarbeit muss innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens erstellt und fertiggestellt werden. Es ist deshalb unmöglich, jedes Buch von A - Z zu lesen, auch wenn möglichst viel gelesen werden sollte. Dies ist insbesondere bei den wirklich wichtigen Quellen und Darstellungen dringend erforderlich. Alles andere muss diagonal oder selektiv gelesen werden. Eine Möglichkeit besteht darin, aus dem Inhaltsverzeichnis die entsprechenden Kapitel herauszusuchen und diese zu lesen oder entsprechende Passagen über das Schlagwortregister zu finden. Es sollte allerdings darauf hingewiesen werden, dass Schlagwortregister nur in den seltensten Fällen vollständig sind. Bei der Auswertung ist immer darauf zu achten, dass exakt gearbeitet wird. Ein späteres Auffinden des Fundortes muss immer möglich sein, eine Unterscheidung zwischen wörtlichen und sinngemäßen Zitaten muss deutlich bleiben.


                             4 Die Gestaltung der Arbeit

                             4.1 Deckblatt

Auf dem Deckblatt müssen leicht und schnell alle wichtigen Daten erkennbar sein, es müssen angegeben sein:

Universität,
Fachbereich,
Institut,
Thema der Arbeit,
Titel des Seminars,
Dozent,
Name des Autors mit seinen Fächerkombinationen,
angestrebter Studienabschluss,
Semesterzahl,
Adresse.


                             4.2 Gliederung

Die Gliederung der Arbeit muss sich auf Blatt 2 befinden. Schematisch sollte sich diese Gliederung am besten nach DIN 1421 richten, bei der die Hauptabschnitte des Textes fortlaufend nummeriert sind (siehe auch die Gliederung dieser Arbeit). Diese Hauptabschnitte können dann in beliebig viele Unterabschnitte unterteilt werden, wobei diese ihrerseits wieder in weitere Abschnitte unterteilt werden können und fortlaufend nummeriert werden. Diese schematische Gliederung hat den Vorteil, dass sie bis in eine beliebige Tiefe fortgesetzt werden kann. Ein Beispiel befindet sich im Anhang.

Inhaltlich muss die Gliederung ein Einleitungskapitel, mindestens zwei inhaltliche Kapitel zur Thematik, die freilich beide untergliedert sein können, und ein Abschlusskapitel umfassen, in dem resümiert werden soll. Außerdem sind unterhalb der inhaltlichen Kapitel alle weiteren Anhänge im Abschluss der Arbeit aufzuführen, wie z. B. Literaturverzeichnis oder Abkürzungsverzeichnis. Alle Kapitel und auch der Anhang sind mit der entsprechenden Seitenzahl zu versehen.


                             4.3 Einleitung

Die Einleitung umreißt das Thema etwas genauer, als dies der Titel der Arbeit kann. Es findet an dieser Stelle sozusagen eine Eingrenzung statt. Hier wird aufgezeigt, welcher Fragestellung und welchen Hypothesen die Arbeit folgt. Von welchen Prämissen wird ausgegangen, und welcher theoretische Ansatz wird verfolgt? Es erfolgt auch ein kurzer Abriss dessen, was in den einzelnen inhaltlichen Kapiteln bearbeitet werden soll. Außerdem besteht hier die Möglichkeit, auf Besonderheiten der Arbeit hinzuweisen.


                             4.4 Inhaltliche Kapitel

Diese Kapitel stellen den eigentlichen Kern der Arbeit dar. Wie weit sie untergliedert werden, hängt von der Thematik ab. Dabei ist einerseits darauf zu achten, dass diese Untergliederung so weit geht, dass spezielle Kapitel sehr leicht aufzufinden sind. Andererseits darf eine Untergliederung aber nicht so weit gehen, dass der Text nicht mehr flüssig lesbar ist.


                             4.5 Resümee

In diesem Kapitel sollen die zentralen Thesen der Arbeit kurz zusammengefasst und bewertet werden. Aus dem Resümee muss die Stellung des Autors deutlich werden und klar werden, ob die eingangs vorgestellten Hypothesen belegt oder widerlegt worden sind. Es soll klar werden, zu welchen Ergebnissen die Arbeit gekommen ist, welchen Ertrag sie eingebracht hat. Außerdem könnte die Arbeit an dieser Stelle in einen größeren politischen und wissenschaftlichen Rahmen eingeordnet werden.


                             4.6 Schriftbild

Letztlich kann keine für alle verbindliche Anweisung für die Gestaltung der Arbeit in bezug auf ihr Schriftbild gemacht werden. Hier sind gestalterische Freiheiten gegeben. Wichtig ist allerdings, dass auf Einheitlichkeit der Schreibweise (Überschriften, Zitierweise, Anmerkungen) geachtet wird und die Seitenränder ausreichend breit sind. Sinnvoll ist, sich frühzeitig an ein Schema zu gewöhnen, das auch dauerhaft zu verwenden ist. Im folgenden einige Vorschläge.

» Grundsätzlich ist immer auf DIN a 4 Format zu schreiben.
» Der Seitenrand sollte oben 2,5 cm, unten 2 cm, links 2,5 cm und rechts 4 cm betragen.
» Bei der Schriftart sollte eine 12 Punkte Schrift.
» Der Zeilenabstand muss 1,5 Zeilen betragen.
» Die Überschriften stehen linksbündig und sollten nach ihrer Wertigkeit unterschiedlich gestaltet werden.
1 Kapitelüberschrift: Schriftgröße 18 Punkte; Abstand zum Text: 5 Zeilen; mit einem neuen Kapitel sollte auch immer eine neue Seite beginnen.
1.1 Unterüberschrift: Schriftgröße 14 Punkte; Abstand zum folgenden Text: 1 Zeile, zum vorhergehenden: 3 Zeilen
1.1.1 Zweite Unterüberschrift: Schriftgröße 12 Punkte; Abstand zum folgenden Text: 1 Zeile, zum vorhergehenden: 1,5 Zeilen
1.1.1.1 Dritte Unterüberschrift (und alle weiteren): Schriftgröße 12 Punkte; Abstand zum folgenden Text: 0,5 Zeile, zum vorhergehenden: 1 Zeile

Aber: nicht über vier Ebenen und mindestens zwei Punkte pro Ebene


                             5 Quellennachweise

Quellennachweise müssen dem Leser die Möglichkeit geben Textpassagen des Originals oder einer Quelle aufzufinden. Außerdem müssen diese sehr exakt bearbeitet werden, damit nicht der Vorwurf des Plagiats erhoben werden kann. Nachgewiesen werden muss grundsätzlich alles, was wörtlich oder sinngemäß übernommen wird. Also alles, was von anderen Autoren (oder aus einem Dokument) an Fakten, Daten oder Gedanken, Ideen und Wertungen stammt. Eine durchschnittliche Fußnotenhäufigkeit von 3-4 pro DIN-A-4 Seite kann in diesem Sinne als hinreichend angenommen werden.


                             5.1 Zitate im Text

Grundsätzlich sind zwei Formen der Zitate zu unterscheiden:

1. das sinngemäße Zitat, in dem die Meinung oder Äußerung eines anderen Autors wiedergegeben wird,

2. das wörtliche Zitat, dass exakt mit einer Textpassage im Original übereinstimmt.

Im ersten Fall hat man die Möglichkeit, den Gedankengang des Autors, in indirekter Rede, frei neu zu formulieren oder mit anderen Worten darzustellen, wobei allerdings auf keinen Fall der Sinn verändert oder gar entstellt werden darf. Diese Zitate sind zu kennzeichnen und zu belegen. Im zweiten Fall muss die entsprechende Textpassage exakt übernommen werden. Es darf kein Komma und keine Hervorhebung ausgelassen werden, jede Veränderung muss kenntlich gemacht werden und zwar in eckigen Klammern. Zum Beispiel wird eine Auslassung durch eckige Klammern mit Punkten [...] kenntlich gemacht. Sollen bestimmte Begriffe zur Verdeutlichung hervorgehoben werden, so muss auch dies in eckigen Klammern kenntlich gemacht werden [Hervorhebung von ...].

Es gibt zwei Möglichkeiten zu zitieren. Wichtig ist eine einheitliche Zitierweise, d.h. entweder die amerikanische oder die deutsche.

Amerikanische:

Im Satz und nach dem Zitat in einer Klammer Autor, Jahr, Seite schreiben.

Beispiel: „In der gemeinsamen Erklärung der USA und der Sowjetunion sprachen sich die USA jedoch für eine Beteiligung der Palästinenser in Genf aus, ohne vorher die Zustimmung Israels eingeholt zu haben, obwohl sie wussten, daß Israel gegen ein solches Vorgehen votieren würde“ (Hacke, 1985, 67).

 

Deutsche:

1. durch eine hochgestellte Anmerkungsziffer im Text, die auf das wörtliche bzw. sinngemäße Zitat folgt. Diese hochgestellte Zahl erscheint dann erneut unten auf derselben Seite. Dort wird dann im Format des Buches von Reinhard Rode (Hrsg.), Die Integration Mittelosteuropas in die Weltwirtschaft, Amsterdam 1998, S. 1 ff. die genaue Quelle und die Seitenzahl angegeben. Bitte verwenden Sie nur auf der selben Seite stehende Fußnoten, um den Lesefluss nicht zu beeinträchtigen.

Wenn ein Titel zum ersten Mal zitiert wird, muss eine vollständige Literaturangabe erfolgen, wie sie auch im Literaturverzeichnis verlangt wird. Bei jedem weiteren Mal ist es möglich auf diese Angabe zu verweisen:

1. ebd., S.17 Das Zitat stammt aus dem gleichen Buch, wie das unmittelbar vorher genannte und zwar ebenda auf Seite 17

2. Reinhard Rode: a.a.O., S. 35. Das Zitat befindet sich in dem bereits erwähnten Buch von Reinhard Rode auf Seite 35. Bei dieser verkürzten Angabe ist allerdings darauf zu achten, dass sie eindeutig ist und nicht mit einem anderen Titel verwechselt werden kann. Um dies zu vermeiden, ist es möglich, die Angabe durch einen Verweis auf die entsprechende Anmerkung zu ergänzen, in der der vollständige Titel angegeben ist, etwa: Reinhard Rode: a.a.O. (Anm. 17), S.35.

Bei wörtlichen Zitaten wird ausschließlich die Quelle angegeben, bei sinngemäßen Zitaten ist mit einem Vergleiche (abgekürzt: Vgl.) zu beginnen. Zudem kann in einer Fußnote auf weitere wichtige Literatur hingewiesen werden. Im Gegensatz zum normalen Text werden die Fußnoten engzeilig geschrieben. Jede zweite und weitere Zeile der Fußnote wird eingezogen.

Angaben aus dem Internet werden mit komplettem Titel incl. Autor, Adresse und Tag der Recherche nachgewiesen.

Es muss ein angemessenes Verhältnis zwischen Internetquelle (Primärquelle) und wissenschaftlicher Literatur (Sekundärquelle) herrschen.


Beispiel Internetzitat:

Glassen, Erika (1981): Religiöse Bewegungen in der islamischen Geschichte des Irans. In: Religion und Politik im Iran: eine Veröffentlichung des Berliner       Instituts für Vergleichende Sozialforschung. Frankfurt am Main: Syndikat, 1981.          (Mardom nameh ; 1981), S. 58 – 77. http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/4350/ ; Zugriff am 14. August 2009.

Beispiele:

1 - Ted Robert Gurr, The Transformation of the Western State: The Growth of Democracy, Autocracy and State Power since 1800, in: Alex Inkeles (Hg.), On Measuring Democracy, New Brunswick 1991, S. 69-104
2 - Klaus von Beyme, Systemwechsel in Osteuropa, Frankfurt 1994.
3 - Vgl. von Beyme, a.a.O. (Anm. 2), S.57


                             5.2 Literaturverzeichnis

Im Literaturverzeichnis müssen sämtliche Titel, die in der Arbeit in irgendeiner Form benutzt worden sind, aufgeführt werden. Dies muss so geschehen, dass jeder Titel leicht wiederfindbar ist. Grundsätzlich ist das Literaturverzeichnis alphabetisch nach den Nachnamen der Autoren zu ordnen.


                             5.3 Eidesstattliche Erklärung

Die Annahme der fertig gestellten wissenschaftlichen Arbeit (Hausarbeit) durch die Universität erfolgt nur unter der Bedingung der Abgabe einer Eidesstattlichen Erklärung.

Auf die strafrechtlichen Konsequenzen einer eidesstattlichen Falschaussage bzw. eines entsprechenden Täuschungsversuchs wird hingewiesen.


                             7 Bewertungskriterien für Hausarbeiten

Für die Bewertung der Arbeit sind die bisher aufgeführten Punkte wichtig. Die wesentlichsten sollen hier noch einmal zusammengefasst werden.

Ganz entscheidend für die Qualität der Arbeit, und damit auch für die Note, ist die Eingrenzung des Themas und insbesondere die Klarheit der Fragestellung. Wichtig ist weiterhin, dass der Autor ihrer Beantwortung konsequent nachgeht, so dass die Arbeit in diesem Sinn logisch aufgebaut ist, dass also die Zielsetzung (die Beantwortung der Frage) systematisch verfolgt wird.

Des weiteren wird die Bearbeitung der Sekundärliteratur bewertet. Wird diese inhaltlich korrekt wiedergegeben und werden die unterschiedlichen Interpretationsansätze bearbeitet und gegeneinander gewichtet?

Selbstverständlich werden auch die formalen Kriterien bewertet. Direkte und indirekte Zitate müssen immer und korrekt belegt sein. Wörtliche Zitate müssen einwandfrei wiedergegeben werden. Auch Angaben im Literaturverzeichnis müssen fehlerfrei sein. Die Art der Wiedergabe muss stringent verfolgt werden.

Zusätzlich positiv wird bewertet, wenn fremdsprachige Literatur (dies dürfte in der Regel englische sein) benutzt wird. Bei den meisten Themen wird eine Benotung mit "sehr gut" ohne die Verwendung fremdsprachlicher Literatur schwerlich zu erreichen sein.

Nicht zu vermeiden ist, dass auch Rechtschreibung, Zeichensetzung und sprachliche Ausdruck in die Bewertung eingehen.

 

Zuletzt aktualisiert: 23.11.2009 · Josephine Bergmeier

 
 
 
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