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Forschungsprojekte

laufende Verbundprojekte

Re-Konfigurationen. Geschichte, Erinnerung und Transformationsprozesse im Mittleren Osten und Nordafrika
(BMBF, 2013-2019)

Das Fachgebiet Politik des Nahen und Mittleren Ostens ist Projektpartner des seit Frühjahr 2013 an der Philipps-Universität Marburg entstehenden Forschungsnetzwerks „Re-Konfigurationen. Geschichte, Erinnerung und Transformationsprozesse im Mittleren Osten und Nordafrika“, das aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert wird.

„Re-Konfigurationen“ schafft einen institutionellen Rahmen für eine innovative interdisziplinäre, komparative, empirisch fundierte und theoriegeleitete Erforschung der Transformationsprozesse im Nahen Osten und Nordafrika (MENA-Region). Das Forschungsprogramm dient der nachhaltigen Stärkung der Regionalkompetenz der Philipps-Universität Marburg, um die aktuellen Entwicklungen und ihre historischen Kontexte fächer- und epochenübergreifend zu erforschen, neue Perspektiven aufzuzeigen und zu überprüfen. Dafür sollen die am Centrum für Nah- und Mittelost-Studien (CNMS) angesiedelten, auf die Region bezogenen Fächer, mit den im Forschungsnetzwerk vertretenen systematischen Disziplinen (u.a. Religionswissenschaft, Geschichtswissenschaft, Politikwissenschaft, Soziologie, Medienwissenschaft, Literaturwissenschaft, Rechtswissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung) stärker verzahnt werden.

Weitere Informationen zum Forschungsnetzwerk Re-Konfigurationen erhalten Sie hier.

Denkfiguren | Wendepunkte. Kulturelle Praktiken und sozialer Wandel in der arabischen Welt.
Leibniz Forschungsgruppe (DFG, 2012-2019)

Neue Formen von Kunst, Literatur und Musik haben im Umfeld der gesellschaftlichen Transformationsprozesse seit 2011 einige Aufmerksamkeit in akademischen Kreisen und in der Medienlandschaft auf sich gezogen. Durch das Prisma der arabischen Aufstände betrachtet, wird die zeitgenössische arabische Kulturproduktion einerseits als Vorbotin, andererseits als Katalysator für die stattfindenden sozialen Veränderungen verstanden. Die Frage, wie Kunst in Verbindung mit Gesellschaft und dem Politischen steht, stellt sich im Bereich der arabischen Literatur und Kultur mit neuer Dringlichkeit.
In vielen Darstellungen wird diese Verbindung in Form eines Dualismus zwischen Kunst auf der einen Seite und Gesellschaft/Politik auf der anderen Seite verstanden: entweder wird Kunst als ein Spiegel, eine Reflektion von Gesellschaft, oder als Mittel von politischer Äußerung angesehen. Entweder sind es die sozialen Gegebenheiten, die die literarische Arbeit formen, oder das Kunstwerk, das auf seinen sozialen Kontext einwirkt. Ein Ausweg aus diesem angenommenen Dualismus zwischen Kunst und Gesellschaft ist, Literatur, Musik und Kunst als kulturelle Praktiken zu verstehen.
Das Fachgebiet Politik des Nahen und Mittleren Ostens wirkt bei der Entwicklung der interdisziplinären Forschergruppe "Denkfiguren | Wendepunkte. Kulturelle Praktiken und sozialer Wandel in der arabischen Welt" mit.

Weitere Informationen finden Sie hier.

abgeschlossene Projekte