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Transformationspartnerschaftsprojekt II

"Islamismus in Ägypten und regionale Implikationen"

Dieses Vorhaben mit einer Laufzeit vom 01.05.-31.07.2014 wurde als thematische Ergänzung und Fortführung der Zielvorgaben des Vorgängerprojekts „Dialogforum mit moderaten islamistischen Akteuren aus den Transformationsgesellschaften des Nahen Ostens und Nordafrikas“ konzipiert, welches bis zum 15.02.2014 durch die Gelder der Transformationspartnerschaften lanciert wurde.  In dessen Verlauf hat der Projektleiter (Prof. Dr. Rachid Ouaissa) mit seinen Mitarbeitern (Ivesa Lübben und Julius Dihstelhoff) drei Konferenzen mit Vertreter*innen islamistischer Parteien und deutschen Expert*innen zu jeweils ausgesuchten Schwerpunktthemen organisiert, bei denen in Dialogform über die aktuelle Situation in den jeweiligen Ländern sowie bisherige und zukünftige Partnerschaftsprojekte diskutiert wurde. Die Gesamtfördersumme für das zweite Transformationspartnerschaftsprojekt betrug 25.549,00 EUR.

Beschreibung der Ausgangssituation für das Vorhaben

Nach der gewaltsamen Amtsabsetzung Präsident Mursis und der Machtübernahme durch das Militär im Jahr 2013 befand sich Ägypten in einem komplizierten Übergangsprozess. Die Muslimbruderschaft, die an den ersten freien Wahlen noch als stärkste Organisation hervorgegangen war, wurde zur terroristischen Organisation erklärt. Viele Führungsmitglieder und Kader wurden durch die neuen Machthaber verhaftet. Der gewaltsame Machtwechsel stellte Ägypten vor eine innere Zerreißprobe, die nicht nur den internen Frieden, sondern auch die regionale Stabilität bedroht. Die Situation in Ägypten stellte auch die deutsche Außenpolitik vor neue Herausforderungen. Um moderierend auf Entwicklungen in Ägypten einzuwirken, ist es notwendig zu allen Konfliktparteien den Kontakt zu halten. Das impliziert trotz der Versuche der neuen Führung in Ägypten, die Muslimbrüder zu kriminalisieren – sie wurde Ende 2013 zur terroristischen Organisation erklärt – auch die unabhängige und neutrale Bewertung der Politik der Muslimbrüder.

Inhalt und Begründung des Vorhabens

In diesem Vorhaben wurden regelmäßig und zeitnah Websites, Facebook-Seiten sowie Dokumente der (ägyptischen) Muslimbruderschaft und Hintergrundinterviews ausgewertet und in Form von Kurzberichten aufbereitet. Aufgrund des kurzen Zeitrahmens war eine umfassende und abschließende wissenschaftlich-theoretische Bewertung der Strategie und Prognose über die zukünftige Politik der Muslimbrüder nicht möglich. Das Projekt versuchte jedoch im ergebnisoffenen Übergangsprozess Ägyptens Handlungsstrategien und alternative Programme der Muslimbruderschaft auszuwerten.

Weitere Informationen zu Grundlagen und Ergebnissen des Projekts finden Sie hier.

Ansprechpersonen: Prof. Dr. Rachid Ouaissa, Ivesa Lübben, Julius Dihstelhoff

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