20.03.2013
Inverted Classroom Model-Konferenz des IAA erfolgreich abgeschlossen
Am 26. und 27. Februar 2013 fand die diesjährige Konferenz zum Inverted Classroom-Modell am IAA statt.
Die diesjährige Inverted Classroom Model-Konferenz ist erfolgreich zuende gegangen. An zwei Tagen tauschten sich rund 150 Teilnehmer aus Schule, Hochschule, Weiterbildung und Wirtschaft über die Einsatzmöglichkeiten und die praktische Umsetzung des umgedrehten Klassenzimmers aus.
Im Lehrerworkshop am 26. Februar 2013 wurden die Teilnehmer im Umgang mit der Screencasting-Software Camtasia (TechSmith) geschult. Zudem wurde ein Workshop zum Umgang mit dem ActivBoard angeboten.
Die wissenschaftliche Tagung, die am Mittwoch, den 27. Februar stattfand, würde mit drei Plenarvorträgen eingeleitet. Prof. Dr. Jörn Loviscach von der FH Bielefeld erläuterte, wie er mit einem beschreibbaren Tablet und einfacher Software Lehrvideos erstellt, die er meist direkt während seiner Veranstaltungen aufzeichnet. Er gab Tipps für den Einsatz solcher Lehrvideos und wies auch auf mögliche Schwierigkeiten hin. Brian Bennett, Lehrer für Naturwissenschaften in den USA, zeigte anhand vieler spannender Beispiele die Vorteile des Videoeinsatzes als Unterrichtsvorbereitung auf. Er betonte besonders die Bedeutung der Motivation beim Lernen und plädierte für den Einsatz von Materialien im ICM, die das Interesse der Lerner am Lernen wecken. Daniel Bernsen, Lehrer für Geschichte, Spanisch und Französisch in Koblenz, hatte im letzten Jahr an der ICM 2012 teilgenommen und es seitdem auch selbst im Geschichtsunterricht eingesetzt. Er berichtete von seinen anfänglichen Problemen, vor allem im Bereich der Bildbeschaffung, und von der positiven Resonanz der Schüler und ihrer Eltern, die den Aufwand entschädigten. Die Vorträge wurden aufgezeichnet und sind hier verfügbar.
Im zweiten Teil der Tagung besuchten die Teilnehmer Workshops und wurden auch teilweise selbst aktiv. Die Workshops beschäftigten sich mit der Gestaltung der Präsenzphase, dem Einsatz von Videos und Audience Response-Systemen im ICM sowie mit dem ICM in der Schule, der Studieneingangsphase und in der Weiterbildung.
Einige Stimmen zur ICM 2013:
"Auf der ICM 2013 gab es viele weitere Beiträge und Anregungen zum Inverted Classroom Model. Vor allem ist die Konferenz ein Anstoß, über die Lehre und das Lernen neu nachzudenken. Für uns war die ICM 2013 auch im Hinblick auf die geplante Einführung von Opencast Matterhorn an unserer Universität ein gewinnbringender Austausch. Wir wollen die Lehrenden nicht nur technisch, sondern auch didaktisch und methodisch unterstützen. Die 'Erfahrungsberichte' mit dem 'umgedrehten Unterricht' sind dabei ein Wegweiser zum Einsatz neuer Lehr-/Lernkonzepte. Es bleibt zu prüfen, inwieweit das Modell des Inverted Classroom auf andere Studiengänge übertragbar ist." - Kathrin Jäger, Zentrum für multimediales Lehren und Lernen, Uni Halle
"Das 'Inverted Classroom Model' baut ein Spannungsfeld auf, das überdeutlich die Notwendigkeit von gut ausgebildeten Lehrenden einfordert: Die Wissensvermittlung per Video skaliert hin zu beliebig vielen Studierenden. Das ist 'Massenlehre' genauso wie das Fernsehen oder Youtube Massenmedien sind. Praktisch, quadratisch, gut! Das Lernen selbst bleibt jedoch ein individueller Vorgang. Und noch sind wir in der Lehre meilenweit davon entfernt, gescripted (will sagen: automatisiert) Lernprozesse zu inszenieren, die massentauglich und individuell zugleich sind. Das ICM fordert noch mehr als zuvor nicht nur medien- sondern auch methoden-kompetente Lehrende ein." - Prof. Dr. Dominikus Herzberg, Hochschule Heilbronn
Auch im kommenden Jahr wird wieder eine Konferenz mit Lehrerworkshop zum Inverted Classroom Model in Marburg stattfinden. Der Termin ist der 25. und 26. Februar 2014. Aktuelle Informationen gibt es unter http://invertedclassroom.wordpress.com/.
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Leonie Wiemeyer
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