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Forschungs- und Drittmittelprojekte

Hier finden Sie Informationen zu den Forschungs- und Drittmittelprojekten, die am Institut für Medienwissenschaft angesiedelt sind oder an denen Mitarbeiter/-innen des Instituts beteiligt sind.

Laufende Projekte 

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen BMBF-Forschungsprojekt | „But I’m not filming! I’m just doing a bit of video…“ Filmische Aneignungsprozesse von Videos der populären Aufstandsbewegungen 2009-11 im Mittleren Osten und NordafrikaBMBF-Forschungsprojekt | „But I’m not filming! I’m just doing a bit of video…“ Filmische Aneignungsprozesse von Videos der populären Aufstandsbewegungen 2009-11 im Mittleren Osten und Nordafrika

    Leitung: Dr. Alena Strohmaier (Philipps-Universität Marburg)

    Laufzeit: 2019-2023

    Die Grüne Bewegung in Iran 2009 und der Arabische Frühling 2011 wurden in starkem Ausmaß von „citizen journalists“, also von Privatpersonen/Amateuren, mit digitalen/mobilen Handkameras dokumentiert und über die sozialen Netzwerke verbreitet. Einige dieser Videos fanden wiederum Eingang in Langfilme von professionellen Filmschaffenden. Im Zentrum des Projekts steht die Analyse dieser filmischen Aneignungsprozesse der Videos der populären Aufstandsbewegungen im Mittleren Osten und Nordafrika 2009-11. Hierbei wird der Begriff der Zirkulation für eine filmwissenschaftliche Neuverhandlung produktiv gemacht, weil mit ihm verschiedene Phänomene zusammengedacht werden können: (1) Formen der Zirkulation: Entwicklung eines regional-filmwissenschaftlichen Ansatzes, um einen substantiellen Beitrag zum Verständnis von Bewegtbildern der populären Aufstände in der MENA-Region zu erlangen; (2) Zirkulation der Formen: Vertiefung der Analysen entlang der Frage, welche ästhetischen und narrativen Veränderungen die i.d.R. kurzen Videos durchlaufen, wenn sie Eingang in einen Langfilm finden.
    In enger Kooperation mit dem kulturwissenschaftlich ausgerichteten Fachbereich Arabistik am Centrum für Nah- und Mittelost Studien der Philipps-Universität Marburg ermöglicht das Projekt so ein erweitertes Verständnis von Bewegtbildern der populären Aufstandsbewegungen in der MENA-Region und ihrer Appropriation in anderen filmischen wie geografischen Kontexten, mit dem Ziel in einer systematischen Entwicklung eines regional-filmwissenschaftlichen-Ansatzes gängige Forschungspraktiken zu Bewegtbildern der MENA-Region zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Damit bildet das Projekt eine Brücke die beide kleinen Fächer enger zusammenführt und damit auch neue Vernetzungen und Perspektiven in diesem jungen interdisziplinären Feld eröffnet.

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    The Green Movement in Iran 2009 and the Arab Spring 2011 were strongly documented by so called "citizen journalists", i.e. private persons/amateurs, with digital/mobile hand cameras who disseminated them via social media. Some of these videos were reused and appropriated in documentary films by professional filmmakers. The project focuses on the analysis of these cinematic processes of appropriation of the videos of the popular uprisings in the Middle East and North Africa (MENA) region 2009-11. The concept of circulation becomes a key concept to think various (media) phenomena thought together: (1) Forms of circulation: Development of a regional approach to film studies in order to make a substantial contribution to the understanding of moving images of the popular uprisings in the MENA region; (2) Circulation of forms: Deepening the analyses along the question of which aesthetic and narrative changes the usually short videos undergo when they find their way into a feature-length film.
    In close cooperation with the Department of Arabic Studies at the Center for Near and Middle East Studies of the Philipps-Universität Marburg, the project thus enables an expanded understanding of moving images of popular uprisings in the MENA region and their appropriations in other cinematic and geographical contexts, with the aim of questioning and further developing current research practices on moving images in and of the MENA region in a systematic development of a regional approach to film studies. The project thus forms a bridge that brings the two small disciplines closer together and thus opens up new perspectives in this young interdisciplinary field.

    Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung in der Förderlinie “Kleine Fächer – Große Potenziale”.

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  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen DFG-Forschungsprojekt | Performative Konfigurationen der Projektionskunst in der populären WissensvermittlungDFG-Forschungsprojekt | Performative Konfigurationen der Projektionskunst in der populären Wissensvermittlung

    Leitung: Prof. Dr. Yvonne Zimmermann (Philipps-Universität Marburg)/Prof. Dr. Claudine Moulin (Trier Center for Digital Humanities (TCDH) der Universität Trier); Senior Researcher: Dr. Ludwig Vogl-Bienek (Philipps-Universität Marburg)
    Laufzeit: 2019-2021

    Performative Konfigurationen der Projektionskunst in der populären Wissensvermittlung. Medienarchäologische Fallstudien zur Geschichte der Gebrauchsmedien und des Screen

    Das Projekt betreibt Grundlagenforschung zur Geschichte der zeitbasierten Gebrauchsmedien. Ziel ist die Erforschung der historischen Projektionskunst als visuelles und performatives Massenmedium zur populären Wissensvermittlung im ‚langen’ 19. Jahrhundert. Die populäre Wissensvermittlung avancierte im 19. Jahrhundert zum dominanten Verwendungsgebiet der Projektionskunst und etablierte die Projektion von Bildern auf der Leinwand bzw. dem Bildschirm (screen) als Kulturtechnik. Als Gebrauchsmedium wurde die Projektionskunst dazu eingesetzt, vielfältige Sujets aus allen Wissensgebieten anschaulich zu vermitteln und Bildungsangebote attraktiv zu gestalten. Zeitgenössisch galt die Projektionskunst als die ideale Verbindung von Belehrung und Unterhaltung.
    Zielsetzung und Forschungsdesign des Projekts gehen von der These der Performativierung der populären Wissensvermittlung durch die Projektionskunst aus, die in vielfältigen performativen Konfigurationen realisiert wurde und die Entwicklung der modernen zeitbasierten AV-Medien zur Wissensvermittlung maßgeblich geprägt hat. Zur Untersuchung der Projektionskunst als Aufführungsereignis wird ein medienarchäologischer Ansatz verfolgt, der drei weit verbreitete Dispositive der Projektionskunst exemplarisch in den Blick nimmt und als signifikante Ausprägungen der Performativierung populärer Wissensvermittlung analysiert: 1) die Überführung der Phantasmagorie aus dem Kontext der Unterhaltung in den Kontext der Wissensvermittlung (1820-1830); 2) die Inszenierung von Wissensvermittlung in spektakulären Aufführungsereignissen der Volksbildung am Beispiel der sogenannten Nebelbilder (1858-1888); 3) die weite Verbreitung und Institutionalisierung der Projektionskunst als Medium der Anschauung in Volksbildung und Lehre (1870-1919). Anhand einer Auswahl von überlieferten Werken (Glasbilderserien, Vortragstexte), historischen Apparaten und Schriftquellen leistet das Projekt einen grundlegenden Beitrag zu aktuellen Forschungsansätzen einer Archäologie des Screen und der performativen Gebrauchsmedien. Die Erschließung und digitale Edition schwer zugänglicher Archivalien zielt auch auf die Valorisierung und internationale Sichtbarkeit relevanter deutscher Archivbestände zur Geschichte der Projektionskunst und des Screen.
    Das Forschungsprojekt wird gemeinsam vom Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg (Prof. Dr. Yvonne Zimmermann) und dem Trier Center for Digital Humanities (TCDH) der Universität Trier (Prof. Dr. Claudine Moulin) durchgeführt. Senior Researcher an der Philipps-Universität Marburg ist Dr. Ludwig Vogl-Bienek. Die in Marburg erarbeiteten Fallstudien zur Performativierung der populären Wissensvermittlung in den drei untersuchten Dispositiven werden zusammen mit ausgewählten digitalen Archiveditionen auf der Online-Plattform eLaterna – Historical Art of Projection veröffentlicht, die vom TCDH in Zusammenarbeit mit der Medienwissenschaft der Universität Trier entwickelt wurde.

    Performative Configurations of the Art of Projection for the Popular Transfer of Knowledge. Media Archaeological Case Studies in the History of Useful Media and the Screen

    The project conducts basic research into the history of time-based ‘useful media’. It aims at exploring the historical art of projection as visual and performative mass medium in the ‘long’ 19th Century. At that time, the popular transfer of knowledge became the dominant field of the art of projection and established the projection of images on a screen as a cultural technique. As ‘useful medium’, the art of projection served to convey diverse subjects in a lively way and to make educational content attractive. Among contemporaries, the art of projection was regarded as the ideal link between entertainment and instruction.
    The project starts from the hypothesis that the art of projection led to a performatization of the popular transfer of knowledge (Performativierung der populären Wissensvermittlung durch die Projektionskunst). This performatization was realized in multiple performative configurations that have shaped the development of modern time-based AV media for knowledge transfer considerably. To examine the art of projection as an exhibition event, the project adopts a media archaeological approach. It focuses on three widespread dispositifs of the art of projection and studies them as significant forms of performatization in the popular transfer of knowledge: 1) the transformation of phantasmagoria shows from the context of entertainment to the context of imparting knowledge (1820-1830); 2) the staging of knowledge transfer in spectacular performance events for popular education, taking the example of the so-called dissolving views (1858-1888); 3) the prevalence and institutionalization of the art of projection in its use as object lesson in popular education and teaching (1870-1919). Based on a selection of surviving works (series of lantern slides, lecture texts), historical devices and written sources, the project makes a basic contribution to contemporary research approaches towards an archaeology of the screen and performative ‘useful media’. Another aim of the project is to internationally valorize archival material held in German archives to which access has so far been limited by making it visible and accessible.
    The research project is carried out in cooperation with the department of Media Studies at the University of Marburg (Prof. Dr. Yvonne Zimmermann) and the Trier Center for Digital Humanities (TCDH), University of Trier (Prof. Dr. Claudine Moulin). Senior researcher based at University of Marburg is Dr. Ludwig Vogl-Bienek. The case studies on the performatization of the popular transfer of knowledge in the three examined dispositifs and the selected archival editions elaborated in Marburg will be published on the online platform eLaterna – Historical Art of Projection, which has been developed by the TCDH in cooperation with the department of Media Studies at the University of Trier.

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen DFG-Forschungsprojekt | Asta NielsenDFG-Forschungsprojekt | Asta Nielsen

    Leitung: Prof. Dr. Yvonne Zimmermann (Philipps-Universität Marburg), Prof. Dr. Martin Loiperdinger (Universität Trier); Projektmitarbeiter/-innen: Victor Chavez (Philipps-Universität Marburg), Friederike Grimm (Universität Trier)
    Laufzeit: 2018-2021

    Asta Nielsen - Der internationale Filmstar und die Einführung des Starsystems 1911-1914

    Das Forschungsprojekt betreibt Grundlagenforschung zum Medienumbruch des Kinos vom Kurzfilmprogramm zum Langspielfilm am Beispiel des ersten internationalen Filmstars Asta Nielsen. Schon Ende Mai 1911 wurde in Frankfurt am Main ein bahnbrechendes Geschäftsmodell vertraglich besiegelt, welches das internationale Starsystem der folgenden Jahrzehnte mit Blind- und Blockbuchen, exklusiven Aufführungsrechten und dem Star als Marke vorwegnahm: Die systematische faktographische Rekonstruktion der Umsetzung dieses Geschäftsmodells der drei Asta-Nielsen-Monopolfilm-Serien in den Kinosaisons 1911/12 bis 1913/14 auf den Heimatmärkten Deutschland und Österreich-Ungarn sowie auf den Auslandsmärkten Großbritannien und Australien ist das Hauptziel des Projekts. Es wird in zwei Teiluntersuchungen an den medienwissenschaftlichen Standorten Marburg und Trier durchgeführt. Forschungsdesign und Methodik sind explorativ in zwei Stufen angelegt: Im 1. Förderjahr wird anhand der Lokalpresse für knapp 50 Städte in Deutschland und für jeweils rund 20 Städte in Österreich-Ungarn, Großbritannien und Australien eine umfassende Datenerhebung und Datenauswertung der vom 01.08.1911 bis 31.07.1914 geschalteten Asta-Nielsen-Anzeigen vorgenommen. Darauf aufbauend werden im 2. Förderjahr für jeweils 5 ausgewählte Städte (je eine Großstadt, Industriestadt, mittelgroße Zentrumsstadt, Universitätsstadt, ländliche Kleinstadt) lokale Mikroanalysen zur Platzierung der Asta-Nielsen-Serien im Kinoprogrammumfeld und den sonstigen Unterhaltungsangeboten vor Ort durchgeführt. Im 3. Förderjahr werden die Forschungsergebnisse in zwei Dissertationen dargestellt. Um die Nachhaltigkeit der Datenerhebung zu gewährleisten, wird die bereits vorhandene Importing Asta Nielsen Database durch Eingabe der in der Lokalpresse erhobenen Daten nachgenutzt.

    Asta Nielsen – The International Film Star and the Introduction of the Star System 1911-1914

    This project takes Asta Nielsen, the first international film star of the feature film business emerging in the early 1910s, as an example to study the media transition from short film programs to feature film exhibition. Already in May 1911, a groundbreaking business model was contracted in Frankfurt that anticipated the international star system of the following decades, which included blind and block booking, exclusive exhibition rights, and the use of a film star as a brand. The main goal of the project is to retrieve the facts & figures of the marketing campaign of the Asta Nielsen Series during the seasons 1911/12, 1912/13 and 1913/14. For that purpose, the project focuses on the home markets Germany and Austria-Hungary as well as on the foreign markets Great Britain and Australia. The project will be conducted by the Media Studies Departments at the universities of Marburg and Trier. The research design and the methodological framework are conceptualized as a two-step procedure: The first year is dedicated to collecting and interpreting adverts on the exhibition of the Asta Nielsen Series published in the local press of around 50 cities and towns in Germany and about 20 cities and towns in Austria-Hungary, Great Britain and Australia. These adverts cover the three cinema seasons that started on August 1st, 1911 and ended on July 31st (just before the outbreak of the First World War, which interrupted Asta Nielsen’s career temporarily). Building upon the material basis retrieved in the first year, the local cinema histories of 5 cities and towns from each of the 4 countries will be analyzed in the second year. The sample of cities and towns selected to examine the different local environments of the Asta Nielsen Series in regard to cinema programming and to other entertainment programs ranges from big cities, industrial towns, middle-range regional centers and university cities to small rural towns. The third year is dedicated to the writing of two dissertations: one on the distribution and exhibition of the three Asta Nielsen Series in the home-markets of Germany and Austria-Hungary, and the other on the distribution and exhibition of the respective Series in the foreign markets of Great Britain and Australia. The sustainability of the project will be ensured through online access to data collected in the first year: All adverts from the trade press and the local press will be entered into the already existing Importing Asta Nielsen Database.

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen DFG-Heisenberg-Stipendium | Transdisziplinäre Netzwerke des MedienwissensDFG-Heisenberg-Stipendium | Transdisziplinäre Netzwerke des Medienwissens

    Leitung/Stipendiat: PD Dr. Henning Engelke; Projektmitarbeiterin: Sofia Gräfe, M.A.
    Forschungsbeginn: Oktober 2017

    Transdisziplinäre Netzwerke des Medienwissens. Lehr- und Forschungsfilm als Schnittstelle von Kunst, visueller Anthropologie und Filmwissenschaft in den USA der 1950er bis 1970er Jahre

    Filme über Kunst, ethnographische Filme und Expanded Cinema werden in der Forschung gewöhnlich getrennt behandelt. Ihre akademische Rezeption orientiert sich an den unterschiedlichen Problemstellungen und Methoden von Fächern wie der Kunstgeschichte, der Visuellen Anthropologie und der Film- und Medienwissenschaft. Das Forschungsvorhaben zielt demgegenüber darauf ab, diese drei Felder als Teil eines gemeinsamen medien- und wissenschaftsgeschichtlichen Zusammenhangs zu erschließen. Es geht von der Beobachtung aus, dass insbesondere in den USA der 1950er bis in die 1970er Jahre Filme über Kunst, ethnographischer Film und Expanded Cinema in gemeinsame pädagogische, wissenschaftliche und künstlerische Netzwerke eingebunden waren. Innerhalb einer ausgeprägten Dynamik von technologischem und ästhetischem Wandel, Erziehungspolitik und Wissenschaft wurden diese Netzwerke bedeutsam für die Transformation von Medienkulturen, Epistemologien, aber auch die Formierung akademischer Disziplinen wie der Filmwissenschaft oder der visuellen Anthropologie. Sie bildeten wichtige, aber bislang weitgehend unbeachtete Schnittstellen zwischen Film als Forschungs- und Lehrinstrument, künstlerischen Entwicklungen, politischen Diskursen und emergenten wissenschaftlichen Konzeptionen in einem Spannungsfeld von Ästhetik, visueller Kommunikation und Kognitionsforschung. Das beantragte Vorhaben zielt, konzentriert auf ausgewählte historische Kontexte, darauf ab, die politischen, ökonomischen und kulturellen Aspekte der Transformationen von Wissen, Wahrnehmung und Medien an diesen Schnittstellen zu erschließen. Damit wird zugleich eine systematische Befragung der medien- und wissenschaftsgeschichtlichen Bedingungen aktueller Diskurse zur Archäologie der Netzwerkgesellschaft, algorithmischer Kultur und Medienepistemologie angestrebt.

    Transdisciplinary Networks of Films on Art, Visual Anthropology and Expanded Cinema from the 1950s to the 1970s

    Films on Art, ethnographic film and expanded cinema are usually regarded as distinct cinematic genres. They are studied separately within the respective academic disciplines of art history, visual anthropology, and film and media studies. The project takes the opposite approach by investigating networks of exchange between these fields, unfolding in the U.S. from the 1950s to the 1970s. It takes its starting point from the observation that films on art, ethnographic film and expanded cinema not only shared a number of intriguing conceptual similarities. Rather, they seem to have been at the core of an extensive transdisciplinary exchange of ideas, technologies and procedures that included close institutional and personal ties. Considering these networks as part of broader transformations in media cultures, epistemologies, educational politics and artistic practices, the project seeks to uncover alternative histories of technological change and changing conceptions of perception, cognition and knowledge. The focus is on specific fields of inquiry, including, amongst others, Frank Stauffacher and Allon Schoener’s films on artists and artistic practices made for the San Francisco Museum of Art, Allen Downs’s use of film in art education at the University of Minnesota, Sol Worth’s media-anthropological studies of visual communication and cinematic perception, the use of ethnographic films in the teaching program Man, a Course of Study (MACOS), expanded cinema artist Scott Bartlett’s film and video classes, and artistic research at the Center for Media Study in Buffalo, N.Y. The particular significance of these fields of inquiry, most of which have received little scholarly attention to date, results from their involvement in influential contexts of research in visual/non-verbal communication, the anthropology of perception and learning, and cognitive science. They also intersect with the formation of academic film studies in the U.S. and the development of major media theories. Regarding films on art, ethnographic film and expanded cinema as part of larger transdisciplinary networks, thus brings into focus not only questions concerning the tensions between aesthetic and informational concepts of perception and cognition, but also the significance of ideas on cultural difference and alterity for media theories (and the globalization of media), as well as the interrelations between educational uses of film as part of multimedia learning environments and the utopian aesthetic of expanded cinema approaches. Conceived as a media archeological study of educational and research film, the project promises insights into the historical preconditions of – and critical perspectives on – recent debates on network society, media epistemologies and algorithmic culture.

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen DFG-Infrastrukturprojekt | MediaRep. Open Access-Repositorium für die MedienwissenschaftDFG-Infrastrukturprojekt | MediaRep. Open Access-Repositorium für die Medienwissenschaft

    Leitung: Prof. Dr. Malte Hagener; Koordination: Dr. Dietmar Kammerer
    Projektbeginn: September 2017

    Das von der DFG geförderte medienwissenschaftliche Repositorium (MediaRep) setzt sich zum Ziel, durch die langfristige Sicherung fachwissenschaftlicher Ressourcen, also der Sammlung, Systematisierung und nachhaltigen Zugänglichmachung nach Open Access-Standards, eine zentrale Anlaufstelle vor allem deutschsprachiger medienwissenschaftlicher Forschung zu schaffen. Überwunden werden soll dadurch die gegenwärtig unbefriedigende Situation, dass zahlreiche für die Fachcommunity einschlägige Ressourcen zwar im Netz für den freien Zugriff vorgehalten werden, ein zentraler Zugriff darauf jedoch nicht möglich ist, keine oder keine einheitlichen Metadaten vorliegen und die Langzeitarchivierung nicht gesichert ist bzw. nicht nach den besten Standards erfolgt. Darüber hinaus sollen zusätzliche Funktionen den Komfort der Suche und der Aggregierung von fachwissenschaftlicher Literatur erhöhen.
    Damit wird sichergestellt, dass MediaRep nachhaltig und langfristig ein zentraler Anlaufpunkt für die medienwissenschaftliche Forschung wird. Insofern Medienwissenschaft stark interdisziplinär ausgerichtet ist, soll MediaRep so gestaltet werden, dass es über die Grenzen der Fachcommunity hinaus Wirkung entfalten kann. Neben Literatur als Kernbestandteil ist vorgesehen, in einem Pilotprojekt auch audiovisuelle Dokumente (Vorträge, Videoessays) zu sammeln.

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  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen DFG-Forschergruppe | Journalliteratur. Formatbedingungen, visuelles Design, RezeptionskulturenDFG-Forschergruppe | Journalliteratur. Formatbedingungen, visuelles Design, Rezeptionskulturen

    Sprecher_innen: Prof. Dr. Nicola Kaminski (Ruhr-Universität Bochum, Sprecherin), Prof. Dr. Jens Ruchatz (Philipps-Universität Marburg, stellvertr. Sprecher)
    Projektbeginn: Oktober 2016

    Von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ist im Juli 2016 die Förderung der Forschergruppe 2288 „Journalliteratur: Formatbedingungen, visuelles Design, Rezeptionskulturen“ bewilligt worden, als deren stellvertretender Sprecher Jens Ruchatz fungiert. In einer Kooperation der Universitäten Bochum, Köln und Marburg wird sich die Forschergruppe in den nächsten drei Jahren mit der Medialität von Zeitschrift und Zeitung beschäftigen, welche sich unter anderem durch Serialität, die Vermischung diverser Text- und Bildsorten sowie die integrierende Visualität eines entsprechenden Layouts auszeichnet. Viele Eigenschaften, die aus heutiger Perspektive als Medienspezifika des Fernsehens erscheinen, finden sich mithin schon in der im 19. Jahrhundert entstehenden Journalkultur. Anhand von periodischen Publikationen des 19. Jahrhunderts wird in konkreten Analysen dem Verhältnis von Texten und Bildern zu ihrem Publikationsmedium nachgegangen werden.
    Das von Jens Ruchatz geleitete Teilprojekt „Fragmentkonstellationen: Periodisierte und serialisierte Fotografie (1845-1910)“ widmet sich seriellen Publikationsformaten von Fotografien, angefangen von der seriellen Distribution fotografischer Abzüge bis hin zur Etablierung fotografiedominierter Magazine am Anfang des 20. Jahrhunderts.

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  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen DFG-Forschungsprojekt | Mediale StörungenDFG-Forschungsprojekt | Mediale Störungen

    Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Dörner (Philipps-Universität Marburg), Prof. Dr. Ludgera Vogt (Bergische Universität Wuppertal)
    Projektbeginn: Oktober 2016

    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat die Förderung des Forschungsvorhabens „Mediale Störungen. Strukturen und Funktionen von Fernsehsondersendungen in der politischen Medienkultur Deutschlands“ für die Dauer von zwei Jahren übernommen. Das Projekt wird in Kooperation des Instituts für Medienwissenschaft der Philipps- Universität Marburg (Leitung: Prof. Dr. Andreas Dörner) sowie der Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften der Bergischen Universität Wuppertal (Leitung: Prof. Dr. Ludgera Vogt) durchgeführt.

    Erforscht werden soll, wie Sondersendungen, besonders ARD Brennpunkt und ZDF spezial, Störungen der ‚Normalität‘ aufgreifen und modellieren. Diese Störungen, die die Unterbrechung einer Ablaufs- und Funktionslogik bewirken und die beträchtliche Einschränkung einer gesellschaftlich definierten Normalität bedeuten, können einerseits Veränderungen markieren. Andererseits aber fordern sie zu einer Verständigung auf ‚Normalität‘ und zu deren Wiederherstellung auf. Einen wesentlichen Beitrag zu dieser gesellschaftlichen Dynamik steuern solche Fernsehsondersendungen bei, die in der deutschen Fernsehlandschaft hauptsächlich im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt werden. Diese Sendungen inszenieren ein komplexes Geschehen, das darin besteht, eine eingetretene Störung zu konstituieren, ihren Entstörungsprozess zu begleiten, Entstörungsfolgen aufzuzeigen und vor allem die Wiederherstellung einer (symbolischen) Ordnung zu leisten. Dieser Akt weist in starkem Maße rituelle Aspekte auf.
    Erkenntnisleitende Fragestellungen im Forschungsprojekt sind:
    1. Welches sind die Kriterien, die zur Produktion einer Sondersendung führen?
    2. Welches sind die Entscheidungs- sowie Produktionsabläufe und welche Akteure sind daran beteiligt?
    3. Welche gestalterischen Elemente prägen diese spezifische Form audiovisueller Texte?
    4. Welche Potentiale entfalten Sondersendungen bei der rituellen Störungsbearbeitung und auf welche symbolischen Ressourcen greifen sie dabei zurück?
    5. Wie gestaltet sich die Anschlusskommunikation über die Social-Media mit den Zuschauern?

    Der Untersuchungsgegenstand erfährt seinen Zugang über das Konzept der ethnografisch eingebetteten Videoanalyse: Einerseits liefert der ethnografische Feldzugang (Interviews, Beobachtungen, Auswertung natürlicher Daten) notwendige Einblicke in Entscheidungs- und Produktionsprozesse. Andererseits erfolgt eine umfangreiche Materialanalyse der Vollerhebung von Sondersendungen im Untersuchungszeitraum 2015/16. Die Rückkoppelung beider Ansätze präzisiert Untersuchungsfragen und eröffnet einen tieferen Zugang zum Untersuchungsgegenstand. Durch das Forschungsprojekt wird angestrebt, eine Typologie zu erstellen, die es ermöglicht, systematisch den massenkommunikativen Prozess der Konstruktion von Störung, Entstörung und Wiederherstellung von Ordnung zu erfassen und ein Verständnis für dessen Funktion in der politischen Medienkultur Deutschlands zu schaffen.

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  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Internationales Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit der Universität Stockholm | Advertising and the Transformation of Screen CulturesInternationales Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit der Universität Stockholm | Advertising and the Transformation of Screen Cultures

    Beteiligte Wissenschaftler_innen: Prof. Dr. Yvonne Zimmermann (Philipps-Universität Marburg), Associate Prof. Dr. Patrick Vonderau (Universität Stockholm), Dr. Bo Florin (Universität Stockholm); Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Alexander Stark, M.A.
    Finanziert durch den Jubiläumsfond der Schwedischen Reichsbank
    Projektlaufzeit: Januar 2014 bis Dezember 2016

    Advertising has played a central role in shaping the history of modern media. While often identified with American consumerism and the rise of the ‘Information Society’, motion picture advertising has been part of European visual culture since the late 19th century. Following the co-evolution of transport and information infrastructures during the Industrial Revolution, motion pictures indeed became central within an ever-expanding promotional Medienverbund. With the global spread of ad agencies, moving image advertisements turned into a privileged cultural form for making people experience the qualities and uses of branded commodities, for articulating visions of a ‘good life,’ and for inciting social relationships. Yet no book-length study exists that would critically survey the history of motion picture advertising from a Cinema or Media Studies viewpoint. Abandoning a conventional delineation of fields by medium, country, or period, this project suggests a lateral view. It aims to chart the audiovisual history of advertising by focusing on objects (products), screens (exhibition, programming, physical media), practices (production, marketing), and intermediaries (ad agencies). Our research will trace continuities and links across countries, media or periods, in order to better understand, and evaluate, advertising’s role in transformative screen cultures.

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Abgeschlossene Projekte

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen DFG-Forschungsprojekt | Das U.S.-amerikanische Filmprojekt zum Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess: Ein Beitrag zur politischen Kultur NachkriegsdeutschlandsDFG-Forschungsprojekt | Das U.S.-amerikanische Filmprojekt zum Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess: Ein Beitrag zur politischen Kultur Nachkriegsdeutschlands

    Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Dörner

    Das filmgeschichtliche Projekt geht der Frage nach der inhaltlichen und ästhetischen Gestaltung des Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozesses in Filmen der U.S. Militärregierung in Deutschland nach. Es knüpft dabei an aktuelle Fragestellungen in den Gesellschaftswissenschaften und der Medienwissenschaft an. Besonders fokussiert wird auf die Funktion von Medienkampagnen in Transitional Justice Prozessen und innerhalb der politischen Kultur. Die Hauptthese ist, dass die Filmkampagne, für die nahezu 50 Stunden Filmmaterial vom Prozess hergestellt wurden und die sich in 43 Folgen der Kinowochenschau WELT IM FILM und zwei Dokumentarfilmen niederschlug, als wesentlicher Bestandteil dieses Großereignisses gewertet werden kann.
    Die Leitfragen der Untersuchung richten sich auf den Überlieferungsstand, den außen- und besatzungspolitischen Hintergrund der Produktion, die Inszenierungsweisen und schließlich die politischen Impulse für die deutsche Nachkriegsgesellschaft.

    Kooperation mit Dr. Wolfgang Form (ICWC, Univesität Marburg)
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Axel Fischer, M.A.

    Projektlaufzeit: Februar 2012 bis Juli 2016

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  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen DFG-Forschungsprojekt | Politik und Komik. Zur Selbst- und Fremdinszenierung politischer Akteure in hybriden Satire- und Comedyformaten des deutschen FernsehensDFG-Forschungsprojekt | Politik und Komik. Zur Selbst- und Fremdinszenierung politischer Akteure in hybriden Satire- und Comedyformaten des deutschen Fernsehens

    Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Dörner

    Nicht erst seit dem Mitwirken des Entertainers Stefan Raab im Rahmen des Kanzlerduells 2013 lässt sich eine verstärkte Verbindung der Bereiche Komik und Politik im deutschen Fernsehen feststellen. Politiker treten zunehmend als Gäste in komikorientierten TV-Sendungen auf. Dieser Umstand ist vor allem deshalb bemerkenswert, da Komik in der Tradition der Satire als bewährtes Mittel der politischen Kritik gilt. Aus diesem Grund erforscht das Team von Prof. Dr. Andreas Dörner in Kooperation mit Prof. Dr. Ludgera Vogt (Bergische Universität Wuppertal) diese komplexe Beziehung zwischen Politik und Komik. Dabei wird unter anderem der Frage nachgegangen, wie die komische Präsentation von Politischem das Publikum beeinflusst. Hierzu werden Sendungen analysiert, Interviews mit beteiligten Akteuren geführt sowie Rezeptionsanalysen vorgenommen.
    Wissenschaftliche Mitarbeiter: Dr. Benedikt Porzelt (Marburg), Matthias Bandtel M.A. (Wuppertal)

    Projektlaufzeit: Juli 2013 bis April 2017

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  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen DFG-Forschungsnetzwerk | Filmstil zwischen Kunstgeschichte und MedienkonvergenzDFG-Forschungsnetzwerk | Filmstil zwischen Kunstgeschichte und Medienkonvergenz

    Projektleitung: Dr. Dietmar Kammerer

    Beteiligte Wissenschaftler_innen: Prof. Dr. Malte Hagener, Dr. Tina Kaiser

    Das Netzwerk untersucht "Filmstil" als Schnittstellenbegriff, der zwischen unterschiedlichen Feldern zu vermitteln vermag. 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema erarbeiten im Dialog mit renommierten Experten einen historischen, theoretischen und ästhetischen Zugriff auf das Konzept Filmstil, seine Geschichte und seine mögliche Zukunft.

    Projektlaufzeit: Januar 2012 bis Dezember 2013

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    Teilprojekt von Dr. Tina Kaiser | Ausweichende Bilder: Narrative und repräsentative Strategien im aktuellen Weltkino

    Wie entziehen sich zeitgenössische filmische Bilder dramaturgischen und narrativen Funktionalisierungen? Wie arbeiten sie seitens der Repräsentation und Narration anders und neu, wie rekurrieren sie auf Vorbilder? Wie betreiben sie eine Art der Verweigerungshaltung, ein Ausweichen, gegenüber und innerhalb gängiger filmischer Erzähl- und Abbildstrategien?

    Filme des zeitgenössischen Weltkinos, die international verstärkt auf Festivals zu sehen sind, ermöglichen diese Beobachtungen seit einigen Jahren. Spätestens ab Mitte der Nuller Jahre zählen hierzu, quasi in Vorreiterfunktion, Filme von Lisandro Alonso, Andrew Bujalski, So Yong Kim, Albert Serra, Bradley Rust Grey und Apichatpong Weerasethakul. Diese Filme sollen sowohl auf ihre narrativen als auch auf ihre ästhetischen Merkmale und Muster untersucht werden. Forschungsziel wird dabei u.a. sein, Stilmerkmale dieses neuen Erzählens und Visualisierens zu bestimmen und sie als Erweiterung der Grenzen des konventionellen Erzählfilms einzusetzen. Auf der Seite der Repräsentation geht es zum einen um Ambivalenzen des Bildes selbst, die sich auf das Was und das Wo der Erkennbarkeit beziehen. Zum anderen um Ambivalenzen seitens der Figurendarstellung, folglich um Fragen des Wer. Auf der Seite der Narration werden Handlung und Dramaturgie untersucht. Das Wie, Wozu und Warum der filmischen narrativen Strategien steht hierbei im Zentrum.

    Im Gegensatz zu einer modernistischen Agenda der Brüche sind die Bilder dieses Kinos oftmals [auch die narrative Entsprechung zu optischen] Kipp-Phänomene[n] – mit ihnen entsteht die Möglichkeit, sowohl mit als auch jenseits der Handlung zu sehen. Sie führen zu einem Wechsel zwischen Oberflächentext und Narration. Die zu untersuchenden Stilmittel brechen und negieren dabei nicht, sie flüchten eher innerhalb und mit der Filmkonvention und erweitern diese durch, konventionell gesprochen, Umwege: Es geht also um Bilder, die Erwartungen entkommen. Sie stellen Fragen nach der narrativen und repräsentativen Relevanz von bildlichen Stilmitteln und ob und wann es dieser Relevanz überhaupt bedarf.

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Forschungsprojekt | Die doppelte Kontingenz der Inszenierung. Zur Präsentation politischer Akteure in Personality-Talkshows des deutschen FernsehensForschungsprojekt | Die doppelte Kontingenz der Inszenierung. Zur Präsentation politischer Akteure in Personality-Talkshows des deutschen Fernsehens

    Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Dörner

    Für den politischen Erfolg sind neben fachlichen Kompetenzen zunehmend Sympathiewerte wichtig. Immer mehr Politiker treten deshalb in populären Personality-Talkshows auf, um sich dem Wähler dort als private Menschen zu zeigen. Doch sind solche Auftritte nicht risikofrei. So treffen die Politiker dort auf Akteure, die ganz eigene Interessen verfolgen. Die  Forschergruppen von Prof. Dr. Andreas Dörner und Prof. Dr. Ludgera Vogt (Bergische Universität Wuppertal) analysieren in ihrem gemeinsamen Projekt deshalb wie Politiker in solchen Talkshows präsentiert werden, welche Strategien die verschiedenen Akteure dabei verfolgen und welche Eigenlogiken sich daraus ergeben. Neben der Analyse der Medienprodukte dienen unter anderem Interviews mit Fernsehmachern, Politikern und Politikberatern als Forschungsgrundlage.
    Wissenschaftliche Mitarbeiter: Dr. des. Benedikt Porzelt (Marburg), Matthias Bandtel (Wuppertal)

    Projektlaufzeit: April 2009 bis März 2012

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    Beteiligte Wissenschaftlerin: Prof. Dr. Angela Krewani

    Wesentlicher Bestandteil des Projektes war zunächst die Entwicklung eines web-basierten Informationssystems. Der Prototyp zielt auf mehrfache Weise auf Vernetzung: der informationstechnologischen Ebene, der Ebene der Nutzer, der inhaltlichen Ebene.

    Informationstechnologisch kommt es darauf an, eine Vernetzung zwischen Bilddaten und Metadaten, zwischen Bilddaten und Literaturdaten, sowie mittelfristig zwischen Datenbanken zu erstellen und zu stabilisieren. Das Netzwerk von Institutionen und Personen, Disziplinen und Wissenschaftstypen, in denen ökologische Forschung betrieben wurde und wird, soll auf diese Weise zugänglich gemacht und visualisiert werden.
    Den Nutzern der web-basierten Datenbank wird über eine interaktive Plattform, dies ein weiterer Vernetzungsaspekt, eine dezentrale Struktur zum Daten- und Informationsaustausch bereitstellt. Fragen nach der Repräsentation konkreter Natur, nach der Wechselwirkung zwischen Gesellschaft und Wissenschaft, können auch hier wieder relevant sein.
    Eine Vernetzung der Inhalte, Bilddaten wie Literaturdaten schließlich ermöglicht die topologische Darstellung der beforschten Institutionen und Personen und eröffnet damit neue Einblicke in die Disziplinen-, Personen- und Institutionengeschichte der mit konkreter Natur befassten Akteure. Überhaupt ermöglicht die Visualisierung der Bilddaten nach historischen und geographischen Kriterien die Erschließung neuer Forschungsfragen. Insofern kann das web-basierte Informationssystem als heuristisches Werkzeug genutzt werden, die wissenschaftsphilosophische und medienwissenschaftliche Perspektive gleichermaßen vertiefen und anreichern.

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