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Mutterland und Vatersprache

Interdisziplinäre Ringvorlesung. FRAUEN und MACHT

Veranstaltungsdaten

13. Mai 2020 20:00 – 13. Mai 2020 22:00

Livestream über BigBlueButton

Hier der Link zum Livestream: https://webconf.hrz.uni-marburg.de/c/den-2d6-tan

Mutterschaft im Wandel!?

Eine Vielfalt von Familienformen sowie eine fortschreitende Entwicklung der Reproduktionstechnologien haben zu weitreichenden Verschiebungen im diskursiven Feld von Schwangerschaft und Mutterschaft geführt. Eine historische Perspektive auf Mutterschaft zeigt, dass das Verständnis von Mutterschaft schon immer sehr unterschiedlich und eng mit gesellschaftlichen Strukturen verknüpft ist. In dem Vortrag werden daher sowohl gesellschaftliche und sozioökonomische Rahmenbedingungen als auch psychosoziale und geschlechtsspezifische Wirkfaktoren beleuchtet, die in das Konzept von Mutterschaft einfließen. Ziel ist es, über eine Bestandstandaufnahme der Vielfältigkeit normative Wertungen zu dekonstruieren und das (gesellschafts-) kritische Potential von Mutterschaft wie Elternschaft herauszuarbeiten. Dazu wird eine Begriffstrennung von Mutterschaft und Mütterlichkeit als notwendige Voraussetzung vorgeschlagen, um mütterliche/elterliche Versorgungstätigkeiten über Geschlechterpositionen hinaus zu kollektivieren und Mutterschaft als körperbasierte Erfahrung im Kontext von pluralen Begehrensweisen zu denken.

CV

Helga Krüger-Kirn, Prof. Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychoanalytikerin für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Lehranalytikerin (DGPT) und Weiterbildungsdozentin für analytische Paar-, Familien- und Körper-Psychotherapie. Honorarprofessorin an der Philipps-Universität Marburg. Aktuelle Forschungen zu Mutterschaft und Geschlechterverhältnisse in dem vom BMBF geförderten Projekt KRisE der Geschlechter-VERhältnisSE am Gender Zentrum der Philipps-Universität Marburg, sowie zu Mutterschaft als körperlicher Erfahrung und zu Anti-Feminismus in der Gesellschaft.

Referierende

Prof. Dr. Helga Krüger-Kirn

Veranstalter

Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung