12.05.2018 Ausstellungseröffnung: "Männlicher Krieg - Weiblicher Frieden? Gewalt und Geschlecht"

Am 26. April 2018 eröffnete im Militärhistorischen Museum Dresden die Sonderausstellung "Männlicher Krieg - Weiblicher Frieden? Gewalt und Geschlecht". Das ICWC wirkt daran mit: Ein besonderer Bereich der Ausstellung zu den so genannten "Flyer Cases" konnte mit Hilfe von Daten des ICWC gestaltet werden!

Ausstellungsplakat
Militärhistorisches Museum Dresden

Die Ausstellung befasst sich mit unterschiedlichen Ansätzen der Geschlechterforschung im Hinblick auf Gewalt und Krieg und hinterfragt die bis heute präsente Geschlechteraufteilung im Sinne des "männlichen " Krieges im Gegensatz zum "weiblichen" Frieden. Sind Krieg und Frieden tatsächlich eine Frage des Geschlechts oder belehrt uns ein genauerer Blick auf die Geschichte eines Besseren? Diesen und vielen weiteren, spannenden Fragen geht die Ausstellung auf den Grund.

MHMD Ausstellung
Wolfgang Form

Raum 3 der Ausstellung, der sich mit dem Thema "Lynchmob" befasst, wurde unter Mithilfe des Internationalen Forschungs- und Dokumentationszentrums Kriegsverbrecherprozesse gestaltet. Dort geht es insbesondere um die sogenannten "Flyer Cases": Im Zweiten Weltkrieg wurden die Besatzungen abgeschossener alliierter Kampfflugzeuge nicht selten am Boden von Zivilist/innen gelyncht. Dank seiner umfassenden Datenbestände konnte das ICWC Orte und Geodaten dieser Fälle beisteuern, die zur Erstellung einer aufschlussreichen digitalen, animierten Karte genutzt wurden. 

MHMD Ausstellung
Wolfgang Form

Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Oktober im Militärhistorischen Museum zu sehen.

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