29.07.2021 Syrischer Arzt wegen des Verdachts auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt

Buch, Waage und Richterhammer symbolisieren Utensilien des Gerichtsalltags
Foto: Colourbox.de / Jan Pietrieszka

Syrischer Arzt wegen des Verdachts auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt

Der Generalbundesanwalt klagt einen Arzt aus Syrien wegen des Verdachts auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit an. Die Ermittler werfen Alaa M. unter anderem Mord und Folter in 18 Fällen vor.

Alaa M. soll 2011 bis 2012 in Militärkrankenhäusern in Syrien Gefangene misshandelt und einen mutmaßlichen Regimegegner getötet haben.

In 2015 erhielt M. ein Visum als Angehöriger einer erwünschten Berufsgruppe und war seit dem als Arzt in Deutschland tätig.

Wird die Anklage vom Oberlandesgericht Frankfurt zugelassen, so wäre Alaa M. nach Eyad A. und Anwar R. der dritte Regimeanhänger Assads, der in Deutschland wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht gestellt wird.

Informationen zum Verfahren gegen Eyad A. und Anwar R. finden Sie bei unserem Trial-Monitoring Projekt.

Weitere Informationen zum Fall Alaa M. finden Sie auf der Seite Generalbundesanwalts.

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