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Conflicts and Challenges in Central Asia from a Regional and Transregional Perspective

Foto: Thorsten Bonacker

in Zusammenarbeit mit der Al-Farabi-Kazakh National University (KAZNU)

Auch im Sommer 2017 führte das Zentrum für Konfliktforschung wieder eine internationale Sommerschule zur Konfliktprävention in Zentralasien durch. Die Organisation erfolgte in diesem Jahr  in Kooperation mit der Al-Farabi-Kazakh National University (KAZNU) in Almaty. Die beiden Universitäten können auf eine langjährige und intensive Kooperation zurückschauen, wie Prof. Dr. Thorsten Bonacker im Rahmen der Auftaktveranstaltung auf dem Campus der KAZNU betonte. Ziel der gemeinsamen Sommerschule sei es,  Möglichkeiten des interkulturellen Austausches und des gegenseitigen Lernens und Lehrens zu schaffen und besonders die Wissensvermittlung über Zentralasien von Expertinnen und Experten aus und zu der Region zu fördern.

Im Verlauf der zehntägigen Sommerschule setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der Region Zentralasien, seiner politischen Transformation und einzelnen Konfliktpotenzialen auseinander. Im Mittelpunkt standen dabei immer wieder Fragen der Identität und Identitätsbildung sowie deren Politisierung. Weitere Schwerpunkte der Sommerschule lagen auf dem Thema Migration und auf Schnittstellen zwischen Entwicklung, Sicherheit und Frieden. Auch die konstruktive Konfliktbearbeitung auf internationaler Ebene und die Prinzipien politischer Mediation wurden beleuchtet.

Neben den verschiedenen Lehreinheiten haben die Studierenden während zweier Treffen mit der GIZ und mehreren UN-Organisationen zum einen die Möglichkeit (internationale) Organisationen, über die in mehreren Vorträgen bereits gesprochen worden war direkt kennenzulernen und zum anderen erste Einblicke in potenzielle zukünftige Arbeitsfelder kennenzulernen. Eine Vertreterin der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit stellte deren Büro in Almaty sowie in Kasachstan und Zentralasien laufende Projekte vor und stand den interessierten Studierenden Rede und Antwort.

Gestaltet wurde die Sommerschule von Lehrenden der Philipps-Universität Marburg, der KAZNU, der American University of Central Asia (AUCA) sowie der Columbia University. Ein Mix didaktischer Methoden aus Kleingruppenarbeiten, Gruppendiskussionen, Rollenspielen, Vorträgen und Filmen ermöglichte eine angeregte, konzentrierte und kooperative Lernatmosphäre. Die interaktiven Lernformen ermöglichten es den Studierenden, sich besonders intensiv und eindrücklich mit den Themen auseinanderzusetzen und erhielten besonders viel positive Resonanz.

Almaty (Kasachstan), 20.-29.06.2017
Förderung: DAAD
Projektleitung: Prof. Dr. Thorsten Bonacker

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