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Socio-Economic Aspects of Conflict Resolution

mit Unterstützung der Russian-Tajik Slavonic University in Dushanbe und mit Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung

Zum dritten Mal hat das Zentrum für Konfliktforschung der Philipps-Universität Marburg eine Sommerschule zur Konfliktprävention in Zentralasien durchgeführt. Während die Marburger Lehrenden in den letzten beiden Jahren in Kasachstan mit Studierenden aus Zentralasien und Deutschland Themen aus der Friedens- und Konfliktforschung diskutiert haben, fand die vom DAAD geförderte Sommerschule in diesem Jahr in Dushanbe, der Hauptstadt von Tadschikistan statt. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, inwiefern Armut und soziale Ungerechtigkeit sowie die Ausgrenzung gesellschaftlicher Gruppen das Risiko von Konflikten erhöhen. „Uns ging es in erster Linie darum, Studierende aus den verschiedenen Ländern zusammenzubringen und mit ihnen gemeinsam Methoden zu diskutieren, mit denen man Konflikte analysieren und bearbeiten kann“, so Prof. Dr. Thorsten Bonacker, der die Sommerschule leitete. Als Beispiel dafür wurden Ansätze der Konfliktregulierung zwischen organisierten Interessengruppen in den industriellen Beziehungen diskutiert. „Hieran kann man lernen, wie Gruppen ihre gegensätzlichen Interessen konstruktiv verhandeln können“, so Dr. Kerstin Zimmer vom Zentrum für Konfliktforschung, die, wie auch Prof. Dr. Pascal da Rocha und Judith von Heusinger, an der Sommerschule unterrichtete. In vielen Vorträgen ging es auch um die Rolle, die der Islam im heutigen Tadschikistan, aber auch in den anderen zentralasiatischen Ländern spielt.

Duschanbe (Tadschikistan), August 2012
Projektleitung: Prof. Dr. Thorsten Bonacker
Förderung: DAAD, Friedrich-Ebert-Stiftung
Ausführlicher Bericht

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