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Youth and Conflict - Conflict Resolution Education in Central Asia

Foto: Thorsten Bonacker

mit Unterstützung der Kyrgyz Russian Slavonic University (KRSU) und mit Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung

Das vierte Jahr in Folge veranstaltete das Zentrum für Konfliktforschung eine internationale Sommerschule zur Konfliktbearbeitung in Zentralasien. Die Sommerschule fand in Zusammenarbeit mit der Kyrgyz Russian Slavonic University (KRSU) in Bishkek, Kirgisistan, statt und brachte Teilnhemer_innen aus Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan zusammen.

Die Teilnehmer_innen setzten sich mit sechs thematischen Blöcken auseinander. Erstens sollte in zentrale Ansätze der Konfliktanalyse eingeführt und mit verschiedenen Konzepten gearbeitet werden. Das Programm begann daher mit einer Einführung in die Friedens- und Konfliktforschung mit Fokus auf soziale Gerechtigkeit, Gewalt und Konfliktbearbeitung. Zweitens sollten Prozesse und Instrumente der Konfliktbearbeitung konzeptionell sowie in verschiedenen Ländern diskutiert werden. Hierfür wurde das erlernte Grundlagenwissen in den Bereichen Integration marginalisierter Gruppen, Bildung und Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehungen weiter vertieft und anhand konkreter Beispiele aus der Region bearbeitet. Besonderer Fokus wurde auf das Postkonfliktland Tadschikistan gelegt, wobei im Laufe der Summer School insgesamt sechs Expert_innen aus Wissenschaft und Praxis eingeladen waren, um zu verschiedenen Themenbereichen (Gender, Frauen, Gesundheit, Islam, Local Governance, etc.) Input zu liefern. Abgerundet wurde das Programm durch eine Auseinandersetzung mit den Themen Konfliktbearbeitung, -verhandlung und Mediation, wobei konkrete Instrumente der Konfliktregelung vorgestellt und anhand des bereits erworbenen Wissens diskutiert wurden. Neben Mediation wurden auch Third-Party-Interventionen thematisiert und analysiert.

Ziel der Summer School war es, die Teilnehmer_innen mit Konzepten und Methoden der Konfliktanalyse vertraut zu machen, die in der Berufspraxis in internationalen Organisationen, aber auch in Wissenschaft und von zentraler Bedeutung sind.

Ergänzt wurde das Programm durch eine Sektion zu sozialwissenschaftlichen Methoden der qualitativen Interviewführung. Hier konnten die Teilnehmer_innen eigene Forschungsvorhaben vorstellen und darin verwendete Methoden kritisch diskutieren und reflektieren.

Jenseits der inhaltlichen Vermittlung ging es vor allem darum, eine kritisch-konstruktive und offene Gesprächskultur zu etablieren und Schlüsselkompetenzen zu fördern. Dies gelang aus unserer Sicht ausgezeichnet - vor allem durch die interaktiven Verfahren und die problemorientierte Didaktik.

Bishkek (Kirgisistan), 25.-31. August 2013
Projektleitung: Prof. Dr. Thorsten Bonacker
Förderung: DAAD, Friedrich-Ebert-Stiftung

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