Hauptinhalt

Das Nachwuchsforum des MCAW soll verschiedenen Initiativen des Mittelbaus eine Plattform zum Austausch und zur Entwicklung gemeinsamer Projekte bieten. Konkret richten wir uns damit an alle Doktorand*innen und Postdocs der am MCAW beteiligten Fachgebiete und interessierter Nachbarfächer. Da sich diese Plattform derzeit erst im Aufbau befindet, freuen wir uns sehr über alle Interessierten, die sich mit Anregungen und Wünschen gerne direkt an uns wenden können.

Kontaktpersonen:

Theresa Roth (theresa.roth@staff.uni-marburg.de)
Elyze Zomer (elyze.zomer@staff.uni-marburg.de)

Folgende Initiativen existieren bereits bzw. sind in Vorbereitung:

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Interdisziplinäre NachwuchsprojekteInterdisziplinäre Nachwuchsprojekte

    UMRVERNETZT.jpg

    "Die Welt (be)greifen - Metaphern im Denken, Fühlen und Handeln"

    Unter diesem Titel haben Mitarbeiter*innen des Fachgebiets Religionswissenschaft, der AG klinische Linguistik und der Vergleichenden Sprachwissenschaft eine Projektförderung beantragt. Diese wurde nun von der Förderlinie UMRvernetzt bewilligt.

    Metaphern betreffen alle Ebenen der menschlichen Kommunikation: Im Fühlen, Sprechen oder Handeln übertragen sie Bedeutungen von einem semantischen Bereich auf einen anderen. Solche Bedeutungsübertragungen geschehen dabei oft synästhetisch: Verschiedene miteinander verknüpfte Sinneswahrnehmungen wie „Leichtigkeit“, „Wärme“ und „Süße“ können auf ein Gefühl verweisen, etwa auf „Freude“, oder auch auf eine Person oder Gottheit. Unser Ziel ist es, bestehende Forschungsarbeiten zu diesem Thema zu bündeln, das auch in den beteiligten Fachbereichen aus verschiedenen Perspektiven untersucht wird. Hierbei finden empirische und theoretische Methoden der Linguistik, Philologie(n), Ethnologie und Religionswissenschaft Anwendung.

    Die Frage, die unsere verschiedenen Forschungsprojekte vereint, ist die, wie metaphorisches Denken und Handeln das Unsichtbare sichtbar, das Ungreifbare greifbar und das Unsagbare sagbar macht – sowohl im rituellen Umgang mit unsichtbaren Kräften oder Wesen, in der Behandlung psychischer und physischer Leiden als auch im alltäglichen Sprechen über menschliche Gefühle und Emotionen.

    Die Tendenz, dabei – in der Sprache – Metaphern und Metonymien zu benutzen sowie sich die Welt – im rituellen Handeln – über Analogien und Kontiguitäten vorzustellen, lässt sich kultur- und zeitübergreifend feststellen. Hierin gleichen sich Sprachen und Sprachspiele der sogenannten „westlichen Moderne“, nichtwestliche und vormoderne Denkweisen: Das, wofür wir keine eigentlichen Worte haben, müssen wir figurativ ausdrücken. Zumindest in dieser Hinsicht unterscheidet sich auch (post-)moderne Geistes-, Kognitions- und Sprachwissenschaft nicht vom „magischen“ Sprechen und Handeln, das wir in Ritualtexten des Alten Orients, in zeitgenössischen jüdischen und Hindu-Mythen und Ritualen oder auch im deutschen „Esoterik“-Diskurs entdecken. Inwiefern ist unsere Rede von Emotionen, Affekten oder Atmosphären, von denen man „ergriffen“, „besessen“, „überwältigt“ oder zumindest „bewegt“ wird, selber „magisch“?

    An dem Antrag beteiligt sind (in alphabetischer Reihenfolge) Bernadette Banaszkiewicz (FB 10), Gerrit Lange (FB 03), Anna Matter (FB 03), Alisha Meininghaus (FB 03), Nadine Müller (FB09), Felix Otter (FB10), Susanne Rodemeier (FB 03), Theresa Roth (FB 10), Constanze Spieß (FB 09), Gesa Steinbrink (FB 09), Elyze Zomer (FB 10).

    Gesellschaftliche Krisen in Vergangenheit und Gegenwart: Ein interdisziplinärer Krisengipfel

    Momentan sind in der Corona-Krise vor allem Expertisen aus der Virologie und Epidemiologie gefragt. Doch auch Kleine Fächer können wichtige Erkenntnisse dazu beitragen, wie das Leben nach einer Krise weitergeht, denn seit den frühesten Schriftkulturen sind kollektive Krisenerlebnisse dokumentiert worden – ebenso wie ihr Niederschlag in sozialen Umwälzungen, kultureller Auseinandersetzung oder wirtschaftlichen Entwicklungen.

    Ziel des Projekts ist es, in Form eines „interdisziplinären Krisengipfels“ das Spezialwissen geisteswissenschaftlicher Kleiner Fächer wie der Altorientalistik, Indogermanistik oder Archäologie mit demjenigen größerer oder aktueller Disziplinen wie der Humanmedizin oder Soziologie zu vernetzen, um aktuellen und zukünftigen Fragestellung gemeinsam zu begegnen. Die verschiedenen Perspektiven auf gesellschaftliche Krisen sollen vorgestellt und diskutiert und im Anschluss an den Workshop als Podcasts für die Öffentlichkeit aufbereitet werden. Auf diesem Weg wird eine nachhaltige Sichtbarkeit der innovativen Potenziale und der Anschlussfähigkeit der Kleinen Fächer erzeugt.



    Weitere Informationen zum Projekt im Rahmen der HRK-Förderung "Sichtbar Innovativ"

    An dem Projekt sind aus dem MCAW beteiligt: Theresa Roth (FB 10), Elyze Zomer (FB 10)

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen LektürekreisLektürekreis

    Zum Austausch über spannende, inspirierende, innovative Forschungsliteratur und Ideen würden wir gerne eine gemeinsamen Lektürekreis ins Leben rufen. Als ein mögliches Thema könnte der Bereich Magie bzw. Hexerei gewählt werden, der auch in der Ringvorlesung des MCAW im Wintersemester 2020/2021 im Mittelpunkt steht. Für andere Themen sind wir natürlich offen und freuen uns über Anregungen und Wünsche!

    Zur besseren Organisation haben wir dazu einen ILIAS-Kurs eingerichtet, dem gerne alle Interessierten aus dem Mittelbau beitreten können:

    https://ilias.uni-marburg.de/ilias.php?ref_id=2141979&cmdClass=ilobjcoursegui&cmd=view&cmdNode=w2:ky&baseClass=ilRepositoryGUI

    Dort können auch jederzeit weitere Text- und Themenvorschläge eingebracht und hochgeladen werden!

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen MCAW-NachwuchskolloquiumMCAW-Nachwuchskolloquium

    Als Post-Docs verschiedener am MCAW beteiligter Disziplinen haben wir in den letzten Jahren sehr von den Mittagsvortragsreihen bzw. Ringvorlesungen profitiert, die uns die Möglichkeit gegeben haben, mit den Vertreter*innen aller MCAW-Fächer ins Gespräch zu kommen sowie die aktuellen Forschungsansätze kennenzulernen, die an unserer Universität im Bereich 'Antike Welt' verfolgt werden. Bestärkt durch diese positive Erfahrung haben wir überlegt, dass es interessant und fruchtbar wäre, auch jüngere Wissenschaftler*innen, die aus zeitlichen oder anderweitigen Gründen nicht an den genannten Veranstaltungen teilnehmen konnten, in diesen interdisziplinären Prozess einzubinden. Da für alle, auch und insbesondere für die Studierenden, eine zusätzliche wöchentliche Veranstaltung schwer einzuplanen wäre, haben wir gedacht, dass eine Blockveranstaltung über 2 Tage die beste Option für ein solches Kolloquium ist. Deshalb war im Wintersemester 2019/20 erstmals ein Kolloquium geplannt, das aufgrund der Pandemie allerdings leider nicht stattfinden konnte.

    Wir möchten diese Idee aber gerne wieder aufgreifen und voraussichtlich im Mai 2021 ein erneutes Nachwuchs-Kolloquium organisieren!

    Wir wollen uns dabei über theoretische Modelle und Methoden unserer Fächer austauschen und v.a. der Frage nach den Integrationsmöglichkeiten interdisziplinärer Forschungsfragen und -ergebnisse in einem gemeinsamen Rahmen nachgehen. Dies kann anhand von Themen passieren, die momentan im MCAW eine Rolle spielen (z.B. religiöse Atmospäre, Magie/Hexerei etc.), aber auch ausgehend von eigenen Promotionsvorhaben, Projekten und Foschungsthemen.