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Krishna und der Schlangenkönig. Geschichten aus dem antiken Harivaṃśa in Objekten, Bildern und Filmen
Dr. Gerrit Lange (Religionsgeschichte)
23.11.2026 18 Uhr c.t.
Auf dem Weg vom Marburger Marktplatz zum Schloss liegt die Religionskundliche Sammlung, ein gar nicht so kleines Museum voller Objekte, mit denen sich Mythen und andere Geschichten darstellen und erzählen lassen. Mehr als das: Da sie großenteils für den religiösen oder rituellen Gebrauch hergestellt wurden, ex-ponieren sie nicht nur Geschichten, sondern ganze Traditionen, die diese Geschichten am Leben halten und zum Teil des Lebens machen. Eine dieser Geschichten handelt vom Hindu-Gott Krishna, der als Kind gegen den giftigen und gefährlichen Schlangenkönig Kāliya Nāga kämpft, ihn zähmt und als Freund gewinnt. Zuerst im Sanskrit-Epos Harivaṃśa (ca. 1.-4. Jhd. chr. Z.) bezeugt, lebt diese Geschichte weiter und ex-poniert sich in vielerlei Form: in religiösen Bildern und Figuren aus Indien und Südostasien, in religiösen Festivals und Serien sowie in einem der ersten indischen Filme überhaupt, D. G. Phalke’s Kaliya Mardan (1919).