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Sanherib: Die Selbstinszenierung eines Weltherrschers und was davon bleibt
Johannes Dams M.A. (Altorientalistik)
26.10.2026 18 Uhr c.t.
Das Beispiel der Elisabethkirche zeigt: prächtige Bauten, die die Zeit überdauern, verleihen ihrem Patron/ihrer Patronin einen exponierten Platz in der Geschichte. Für den Historiker ist die Quellenlage ein wichtiger Aspekt, der seine Wahrnehmung der Vergangenheit prägt. Der neuassyrische König Sanherib (704-681 v. Chr.) verstand es, sich in Szene zu setzen. Viele seiner Inschriften, Reliefs, sowie Überreste seiner Bauwerke sind bis heute zu sehen. Trotzdem urteilten spätere Generationen nicht immer so über ihn, wie er es gewollt haben würde. Was bleibt also wirklich? Der Blick auf vergangene Ereignisse ermöglicht eine Antwort im Rahmen der verfügbaren Evidenz. Welche Lehren lassen sich daraus für unsere Gesellschaft ziehen? Welches Bild, welche Werte wünschen wir uns zukünftigen Generationen zu vermitteln? Was soll von unserer Philipps-Universität überdauern? Entscheidungen, die wir heute treffen, haben Einfluss auf unsere Zukunft. Der Vortrag möchte dazu aufrufen, sich unserer Verantwortung für die Zukunft als gegenwärtige Entscheidungsträger wieder neu bewusst zu werden.