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KUNSTMUSEUM (Ausstellung im Landgrafenschloss weiter unten auf dieser Seite)

Ausstellungseröffnung: „Wem gehör(t)en die Werke?“

Hessischer Wissenschaftsminister ist Schirmherr der Schau zu Provenienzforschung und Sammlungsgeschichte in der NS-Zeit

Foto: DDK / H. Fenchel, T. Scheidt, C. Stein
Carl Bantzer (1857–1941), Blick aus dem Wald mit ruhenden Arbeitern, Ölfarbe auf Leinwand, 1919

Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Philipps-Universität Marburg hat in den vergangenen zweieinhalb Jahren intensiv seine Geschichte und die Geschichte seiner Kunstwerke erforscht. In der Ausstellung „Wem gehör(t)en die Werke? Provenienzforschung im Kunstmuseum Marburg“ gibt das Museum einen Einblick in die Geschichte und die Spurensuche zu Werken, die während der NS-Zeit vom Museum erworben wurden. Die Ausstellung wird am
Donnerstag, 5. November 2026, um 18 Uhr im Kunstmuseum, 
Biegenstraße 11, 35037 Marburg
eröffnet. Die Schirmherrschaft über die Ausstellung hat der Hessische Wissenschaftsminister Timon Gremmels übernommen. Bei der Eröffnung gibt die Provenienzforscherin Susanne Ehlers einen Einblick in das Forschungsprojekt und einen Überblick über die bisherigen Ergebnisse. Die Provenienzforscherin hat seit zweieinhalb Jahren die Geschichte von rund 250 Gemälden erforscht, die nach 1933 vom Museum der Universität angekauft wurden und vor 1945 entstanden sind. Das Forschungsprojekt wird vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg gefördert.

Medienvertreter*innen sind herzlich zur Ausstellungseröffnung eingeladen. Für unsere Planung bitten wir um Anmeldung unter

Kontakt:
Pressestelle der
Philipps-Universität Marburg
T 06421 28-23010
M

Sammlung Hilde Eitel

© Bildarchiv Foto Marburg

Aktuell zeigt das Kunstmuseum Marburg erstmals den gesamten Bestand der „Sammlung Hilde Eitel“, wie ihn die Unternehmerin (1915-2010) dem Marburger Universitätsbund vermachte. Beginnend in den 1950er Jahren entwickelte sich ihre Sammeltätigkeit im Laufe der Jahrzehnte stetig weiter bis hin zur Formung der Sammlung im Hinblick auf eine museale Präsenz. Während ihrer eigenen Tätigkeit für das Familienunternehmen, die Marburger Tapetenfabrik, nutzte die studierte Designerin die Kunst als Inspirationsquelle. Eitels Leidenschaft für Farben, Formen und Strukturen lassen sich an ihrer Sammlung ablesen und damit auch die Begeisterung für künstlerische Experimente ihrer Zeit. Die 57 neu ins Museum gekommenen Werke gehören zur internationalen Avantgarde von 1945 bis in die 1970er Jahre. Die Arbeiten, unter anderem von Josef Albers, Jean Dubuffet, Lucio Fontana, Yves Klein und Niki de Saint Phalle, erweitern das Spektrum der Kunst im Marburger Museum und erfüllen den Wunsch der Sammlerin, einer breiten Öffentlichkeit den Zugang zu moderner Kunst zu ermöglichen.

Ernst Ludwig Kirchner, Trauriger Frauenkopf, 1928/29 © Bildarchiv Foto Marburg / Foto: Fenchel, Horst.

LANDGRAFENSCHLOSS

MINERALE – Schätze der Erde zu Gast im Landgrafenschloss

September 2024 – 28. Februar 2027

Die Ausstellung zeigt Mineralien aus dem Fundus des Mineralogischen Museums und einen Querschnitt des Museumsbestands des zur Zeit für die Öffentlichkeit noch nicht wieder zugänglichen Museums am Firmaneiplatz. 

Marburg Stadtgeschichte*n

Im Südsaal des Landgrafenschlosses illustrieren 40 Exponate Teile der Geschichte Marburgs. Unterteilt in drei Bereiche – die Häuser der Stadt, Kleider machen Leute und die Dinge der Menschen – ergeben stadtgeschichtliche Exponate vom 12. bis zum 20. Jahrhundert und die zugehörigen Kommentare ein vielseitiges Bild der Universitätsstadt. Zum 800. Stadtjubiläum ist eine dreiteilige stadtgeschichtliche Ausstellung entstanden, die im Rathaus, im Markt 23 und im  Landgrafenschloss zu sehen ist. Als Teil des Jubiläumsschwerpunktes  „Marburg erinnern“ erzählt sie Aspekte der Geschichte Marburgs als Stadt aus unterschiedlichen Perspektiven anhand verschiedenster Medien.

Burg & Schloss Marburg

© Foto: Daniel Bubel
Blick in die Ausstellung "Burg & Schloss Marburg" im Landgrafenschloss.

Die Ausstellung im Westsaal des Landgrafenschlosses zeichnet die lange und komplizierte Baugeschichte von einer mittelalterlichen Turmburg zum mehrfach erweiterten und veränderten Schloss der Landgrafen zu Hessen anhand von sechs Modellen nach. Über Bodenfenster werden die 1989/90 entdeckten Vorgängerbauten sichtbar.