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Rückblick

#Bildungsereignis Reformation! Ideen - Krisen - Wirkungen

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Foto: Christian Stein

Im Jahr des Reformationsjubiläums 2017 beschäftigte sich in Marburg eine große Ausstellung mit den Wechselwirkungen von Reformation und Bildung. Die Ideen der Reformation veränderten die Bildungslandschaft nachhaltig und führten zeitweise zu einer Bildungskrise. In Hessen kam es bald zur Gründung der weltweit ältesten protestantischen Universität, der Erfindung der Konfirmation, der Einrichtung neuer Schulen und später zu gravierenden Auseinandersetzungen zwischen Lutheranern und Reformierten. Anhand originaler Exponate und Dokumente sowie durch die Einbeziehung aktueller Fragen wurde der Ausstellungsbesuch im Landgrafenschloss Marburg selbst zu einem spannenden Bildungsereignis.

Laufzeit: 06. Mai 2017 - 31.Oktober 2017

Sammlung Hilde Eitel - Kabinettausstellungen

Erstmals zeigte das Museum für Kunst- und Kulturgeschichte der Philipps-Universität Marburg eine Auswahl von Werken der Sammlung Hilde Eitel. Vier kleine Kabinettausstellungen im Landgrafenschloss unter den Titeln "Abenteuer der Kunst" (16.11.2016 - 26.02.2017), "Documenta-Perspektiven" (08.03.2017 - 21.05.2017), "Hauptsache Farbe" (01.06.2017 - 24.09.2017) und "Zen Zero" (07.10.2017 - 28.01.2018) haben den Besuchern erste Einblicke in die umfangreiche Sammlung der Marburger Unternehmerin und Koloristin gegeben. Hilde Eitel sammelte seit den 1950er Jahren zeitgenössische Kunst und formte ihre Sammlung gegen Ende des 20. Jahrhunderts im Hinblick auf museale Präsenz. Die vollständige Sammlung wird ab Herbst 2018 erstmalig im sanierten Kunstmuseum Marburg in der Biegenstraße gezeigt.

Ausblicke – Perspektiven der Landschaftsmalerei im 19. Jahrhundert

Erstmals waren in einer Kabinettausstellung im Landgrafenschloss Marburg Gemälde der im Dezember 2015 gegründeten "Stiftung Kunstsammlung Prof. Dr. Reimund Seidelmann" zu sehen. Zweck der gemeinnützigen Stiftung mit Sitz in Marburg ist es, Kunst und Kultur unter besonderer Berücksichtigung der Malerei zu fördern und insbesondere die Kunstsammlung des Stifters für die Allgemeinheit zu erhalten, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung zu stellen. Zum Stiftungsvermögen gehören unter anderem annähernd zweihundert Gemälde des 19. Jahrhunderts aus Deutschland und Frankreich. Zwischen der Stiftung und der Philipps-Universität Marburg ist eine enge Kooperationspartnerschaft vereinbart worden. Ein erstes öffentliches Ergebnis dieser Zusammenarbeit stellte die Präsentation einer Auswahl von Bildern im Marburger Schloss dar.

Laufzeit: 8. Juli bis 4. September 2016

BIBEL IN EISEN. Biblische Motive auf Ofenplatten des 16. Jahrhunderts

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Foto: Stefanie Funck

Anlässlich des Themenjahres „Reformation – Bild und Bibel“ bearbeitete das Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Philipps-Universität Marburg in einem Kooperationsprojekt mit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck einen Teil seiner bedeutenden Sammlung künstlerischen Eisengusses neu. Aussagekräftige Beispiele einer in der frühen Neuzeit und zur Zeit der Einführung der Reformation äußerst erfolgreichen Bildkultur wurden mit Einzelkommentaren und zahlreichen Abbildungen vorgestellt. Textbeiträge fachkundiger Autorinnen und Autoren führten in die Themen „Gesetz und Gnade“, „Aus dem Leben Jesu“, „Gleichnisse“, „Wundergeschichten“, „Frauenfiguren“ und „Das Jüngste Gericht“ ein.

Laufzeit: 15.10.2015 – 10.04.2016

STADT LAND SCHLOSS. Eine kulturgeschichtliche Reise durch das Landgrafenschloss Marburg

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Foto: Georg Dörr

Die Sonderausstellung „STADT LAND SCHLOSS“ führte die Geschichte des Marburger Landgrafenschlosses im Laufe der Jahrhunderte vor Augen. Bereits vor mehr als tausend Jahren wurde der Platz auf dem Berg befestigt. Aus der frühen Burg entwickelte sich im 13. Jahrhundert die erste Residenz der hessischen Landgrafen. Es schlossen sich Zeiten mit wechselnder Nutzung als Festung, Gefängnis und Staatsarchiv an, bevor 1981 das Museum für Kulturgeschichte einzog. Zahlreiche Exponate veranschaulichten die Vielfalt der Museumssammlung und die enge Beziehung von Stadt, Land, Schloss und Universität in Marburg. Die Ausstellung spannte so den Bogen vom Leben auf dem Schloss zu Gegenständen der städtischen Geschichte, Objekten der ländlichen Kultur und  Zeugnissen der Universitätsentwicklung.

Laufzeit: 26.7.2015 – 15.1.2017

Künstlerische Freiheit trotz alledem! Reinhard Schmidhagen und sein Marburger Kreis, 1940–45

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Kurz nach Kriegsende verstarb 1945 in Marburg der erst dreißigjährige Künstler Reinhard Schmidhagen. Er hinterließ ein ausdrucksstarkes Werk von Holzschnitten und Gemälden, welches eine anhaltende Auseinandersetzung mit der künstlerischen Freiheit der Moderne auch in den Jahren der Diktatur bezeugt. Nach den Gedächtnisausstellungen der Jahre 1945 und 1950 bestand nach langer Zeit in Marburg erstmalig wieder die Gelegenheit, den Kunstwerken Schmidhagens im Original zu begegnen. Neben charakteristischen Beispielen seiner Holzschnittkunst veranschaulichten eine Auswahl von Porträts in verschiedenen künstlerischen Techniken das Beziehungsnetzwerk, in dem der Künstler in den Jahren 1940–1945 in der Universitätsstadt an der Lahn lebte.

Laufzeit: 15.06.2015 - 16.08.2015

Es war einmal...Illustrierte Märchenbücher seit Otto Ubbelohde

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Die Märchen der Brüder Grimm zählen zu den beliebtesten Büchern und sind längst zu Klassikern geworden. Ihren Ruhm und ihre Einprägsamkeit verdanken sie zu einem großen Teil auch den Illustrationen, die das Geschehen lebendig werden lassen und unsere Phantasie beflügeln. In der Ausstellung präsentierte das Museum für Kunst und Kulturgeschichte Märchenbücher mit Illustrationen verschiedenster Künstler vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Ein breites Spektrum an Kreativität und Stilen wurden vorgestellt und machten künstlerische Eigenarten als auch den Wandel und die Vielfalt im Umgang mit den Grimm'schen Märchenerzählungen erfahrbar.

Laufzeit: 11.05.2014 - 11.01.2015

Frühlingswelten. Bräuche und Feste – nah und fern

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Der Frühling wird in vielen Kulturen mit fröhlichen Festen und besonderen Bräuchen begrüßt. Das Ende des Winters, das Wiederaufleben der Natur, die Rückkehr von Licht und Wärme bieten Anlass für ausgelassene Feiern in Familie und Gemeinde. Die Ausstellung „Frühlingswelten. Bräuche und Feste – nah und fern“ erläuterte anhand einer Auswahl von Objekten ein traditionelles Familienfest aus Japan, die Verbreitung des Nouruz-Festes im Orient, die jüdische Pessach-Feier, das christliche Osterfest und archaische Spuren in hessischen Frühlingsbräuchen.

Laufzeit: 03.04.2014 - 31.05.2014

Hessen hybrid. Vom Kommen und Gehen in 5 Jahrhunderten

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Die hessische Kultur und die hessische Identität sind – wie alle Regionalkulturen – nicht ewig und unveränderlich. Vielmehr handelt es sich um hybride Konstruktionen, die im Laufe der Geschichte fortlaufend neu entstehen, sich wandeln und anpassen. Ein- und Auswanderung und der damit verbundene Kulturaustausch sind dabei der Motor für die Veränderung und die Entwicklung von  Kultur. Die Ausstellung zeigte anhand von fünf prägnanten Beispielen aus fünf Jahrhunderten die wechselvolle Geschichte von Wanderungsbewegungen nach Hessen und von Hessen in die Welt, sowie den Einfluss gereister Objekte und Reisender auf die Entwicklung der Kultur.

Laufzeit: 08.12.2013 - 15.06.2014

Echt hessisch? Land Leben Märchen

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Wo schlief Dornröschen? Wie lebten die Reichen und die Armen? Warum ist der Wolf immer böse? Und was ist bei all dem "echt hessisch"? Wie nebenbei geben die Märchen Auskunft über die Lebensumstände, Wert- und Moralvorstellung der hessischen Landbevölkerung im 19. Jahrhundert. Anhand von Exponaten aus der kulturgeschichtlichen Sammlung des Universitätsmuseums wurde das Verhältnis zwischen Märchenwelt und Alltagskultur beleuchtet, der Herkunft der Märchen auf den Grund gegangen und zwischen den Zeilen gelesen.

Laufzeit: 08.12.2012 - 11.01.2015