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Ausstellungen

WERKSTATT RADENHAUSEN

31. Juli – 18. Oktober 2026

27 Jahre künstlerischer Dialog Retrospektive im Kunstmuseum Marburg

Was 1997 als lockere Runde in einer Marburger Kneipe begann, wurde zu einer der prägendsten Künstlergemeinschaften der Region: die WERKSTATT RADENHAUSEN. Über 25 Jahre lang war das Rittergut Radenhausen ihr kreatives Zuhause – ein Ort des Austauschs, der Ausstellungen und Sommerfeste, die das kulturelle Leben im Landkreis Marburg-Biedenkopf bereicherten. Mit dem Otto-Ubbelohde-Preis 2006 wurde ihr Engagement gewürdigt.

Flyer Werkstatt Radenhausen

Ein Spiegel der Gesellschaft
Die Künstler*innen – Manfred Drechsel (†2009), Liesel Haber (†2025), Lies Kruschwitz, Antonia Mösko, Burgi Scheiblechner, Klaus Schlosser, Hans Schohl, Margarete Trümner, Gerda Waha und seit 2012 Ursula Eske – zeigen in der Retrospektive, wie Dialog trotz aller Unterschiede gelingt. Ihre Werke, von Bildhauerei bis Installation, von Holz bis Stahl, spiegeln eine sich wandelnde Gesellschaft wider. Wie Dr. Christoph Otterbeck, Direktor des Kunstmuseums, betont: „Ihre eigenständigen Werke ergeben zusammen den Spiegel einer Generation.“

Die Ausstellung wird am 30. Juli um 18 Uhr feierlich eröffnet. Parallel präsentiert der Kunstverein Marburg bis zum 27. August 2026 aktuelle Arbeiten der Gruppe. Beide Präsentationen sind ein Beweis, dass der kreative Dialog auch nach der Auflösung der Ateliers auf dem Rittergut Radenhausen 2025 weitergeht.

Sammlung Hilde Eitel

© Bildarchiv Foto Marburg

Aktuell zeigt das Kunstmuseum Marburg erstmals den gesamten Bestand der „Sammlung Hilde Eitel“, wie ihn die Unternehmerin (1915-2010) dem Marburger Universitätsbund vermachte. Beginnend in den 1950er Jahren entwickelte sich ihre Sammeltätigkeit im Laufe der Jahrzehnte stetig weiter bis hin zur Formung der Sammlung im Hinblick auf eine museale Präsenz. Während ihrer eigenen Tätigkeit für das Familienunternehmen, die Marburger Tapetenfabrik, nutzte die studierte Designerin die Kunst als Inspirationsquelle. Eitels Leidenschaft für Farben, Formen und Strukturen lassen sich an ihrer Sammlung ablesen und damit auch die Begeisterung für künstlerische Experimente ihrer Zeit. Die 57 neu ins Museum gekommenen Werke gehören zur internationalen Avantgarde von 1945 bis in die 1970er Jahre. Die Arbeiten, unter anderem von Josef Albers, Jean Dubuffet, Lucio Fontana, Yves Klein und Niki de Saint Phalle, erweitern das Spektrum der Kunst im Marburger Museum und erfüllen den Wunsch der Sammlerin, einer breiten Öffentlichkeit den Zugang zu moderner Kunst zu ermöglichen.

Ernst Ludwig Kirchner, Trauriger Frauenkopf, 1928/29 © Bildarchiv Foto Marburg / Foto: Fenchel, Horst.