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GÜNTHER BLAU - ZEITSPUREN
MALEREI

10.12.2021 – 24.04.2022

Selbstbildnis des Künstlers vor dunklem Hintergrund und mit Bildhauerutensilien.
© Bildarchiv Foto Marburg/Horst Fenchel

Zum 100. Geburtstag des Malers Günther Blau (1922–2007) zeigt das Kunstmuseum Marburg in Zusammenarbeit mit dem Nachlass eine umfangreiche Werkschau des Künstlers. Die Ausstellung »Zeitspuren« präsentiert mit mehr als 60 Gemälden aus den Jahren 1950 bis 1991 ein umfangreiches Panorama der wichtigsten Themen des Malers, der seit den 1950er Jahren in Marburg und Umgebung lebte und arbeitete. Die stillen und zugleich sehr eindringlichen Bilder mit Stadt- und Industrielandschaften, Stillleben, Familienbildnissen und Selbstporträts sind geprägt von Blaus charakteristischer reduzierter Farbigkeit, scharfer Konturierung und strenger Komposition

Günther Blau, Selbstbildnis IV, 1954, Öl auf Hartfaser © Bildarchiv Foto Marburg / Horst Fenchel

Kompass Beuys. Werke aus der Sammlung Ludwig Rinn

11.11.2021 – 27.02.2022

© Joseph Beuys Estate / VG Bild-Kunst, Bonn, 2021

Mehr als 80 Werke von Joseph Beuys sind anlässlich seines 100. Geburtstages aktuell im Kunstmuseum Marburg ausgestellt. Sie kommen aus der Sammlung Ludwig Rinn, die in engem Kontakt mit dem Künstler entstanden ist. Der Sammler erwarb bereits 1966 erste Arbeiten von Beuys, den er dann 1968 persönlich kennen lernte. Die letzte Begegnung fand 1985, ein halbes Jahr vor dem Tod des Künstlers statt. Es sind vor allem Zeichnungen zu sehen, die im frisch renovierten Raum der Graphischen Sammlung gezeigt werden.Zu den präsentierten Objekten gehört auch die Rauminstallation »öö« von 1972/81, in der Beuys Materialien des »Büros für Direkte Demokratie durch Volksabstimmung« der documenta 5 im Fridericianum in Kassel einbrachte. Fünf Beuys-Vitrinen, ehemals der Sammlung zugehörig, befinden sich heute im MoMA in New York.

 
Die jetzt in Marburg ausgestellten Arbeiten geben einen umfassenden Einblick in die Beuys‘sche Ideenwelt, zeigen zentrale Motive und Themen des Frühwerks und weisen auf wichtige Aktionen und Environments hin.

Joseph Beuys, Hirsch-Partitur, 1971 © Joseph Beuys Estate / VG Bild-Kunst, Bonn, 2021 © Foto: Bildarchiv Foto Marburg/Thomas Scheidt

Sammlung Hilde Eitel

© Bildarchiv Foto Marburg

Aktuell zeigt das Kunstmuseum Marburg erstmals den gesamten Bestand der „Sammlung Hilde Eitel“, wie ihn die Unternehmerin (1915-2010) dem Marburger Universitätsbund vermachte. Beginnend in den 1950er Jahren entwickelte sich ihre Sammeltätigkeit im Laufe der Jahrzehnte stetig weiter bis hin zur Formung der Sammlung im Hinblick auf eine museale Präsenz. Während ihrer eigenen Tätigkeit für das Familienunternehmen, die Marburger Tapetenfabrik, nutzte die studierte Designerin die Kunst als Inspirationsquelle. Eitels Leidenschaft für Farben, Formen und Strukturen lassen sich an ihrer Sammlung ablesen und damit auch die Begeisterung für künstlerische Experimente ihrer Zeit. Die 57 neu ins Museum gekommenen Werke gehören zur internationalen Avantgarde von 1945 bis in die 1970er Jahre. Die Arbeiten, unter anderem von Josef Albers, Jean Dubuffet, Lucio Fontana, Yves Klein und Niki de Saint Phalle, erweitern das Spektrum der Kunst im Marburger Museum und erfüllen den Wunsch der Sammlerin, einer breiten Öffentlichkeit den Zugang zu moderner Kunst zu ermöglichen.

Ernst Ludwig Kirchner, Trauriger Frauenkopf, 1928/29 © Bildarchiv Foto Marburg / Foto: Fenchel, Horst.