09.11.2022 Weitere Skizzenbücher Otto Ubbelohdes digitalisiert

Die Otto Ubbelohde-Stiftung und die Universitätsbibliothek Marburg setzen ihre Zusammenarbeit fort

Foto: Susanne Saker
Foto: Susanne Saker

In diesem Herbst widmete sich die Universitätsbibliothek erneut dem künstlerischen Nachlass Otto Ubbelohdes (1867-1922), der zur Sammlung des Museums „Otto Ubbelohde-Haus“ in Goßfelden bei Marburg gehört. Populär ist Ubbelohdes Werk vor allem wegen seiner weltweit bekannten Jugendstil-Illustrationen zu den Märchen der Brüder Grimm. Die originalen Federzeichnungen dazu wurden vom Land Hessen im Jahr 2018 als national wertvolles Kulturgut ausgewiesen.
Anknüpfend an eine erste Kooperation zwischen der Otto Ubbelohde-Stiftung und der Universitätsbibliothek im Jahr 2021 wurden nun weitere Skizzenbücher des namhaften Marburger Künstlers und Illustrators vom Team der Digitalisierungswerkstatt gescannt. „Man hält Geschichte in den Händen“, schwärmt Scan-Operator Markus Schraub von dem gemeinsamen Vorhaben.

Foto: Susanne Saker

Die Universitätsbibliothek befasst sich seit einigen Jahren intensiv mit der Digitalisierung ihrer historischen Buchbestände und hat ihre Scan-Infrastruktur deshalb stetig ausgebaut. „Eine Digitalisierung bildet die Basis für die Erforschung von Kulturgütern. Ein digitales Angebot ist heute aber auch die Basis, wenn es darum geht, das Wissen um die Kunstschätze in die breite Öffentlichkeit zu tragen und dort lebendig zu halten. Gerne unterstützen wir deshalb die Digitalisierungsbemühungen des Museums Otto Ubbelohde-Haus“, sagt Dr. Diana Müller von der Universitätsbibliothek.

Auch Dr. Rainer Zuch, der die Digitalisierung auf Seiten der Otto-Ubbelohde-Stiftung betreut, war über die Zusammenarbeit wieder sehr erfreut. „Die Skizzenbücher bieten einzigartige Einblicke in das zeichnerische Schaffen Otto Ubbelohdes und sie geben aufschlussreiche Einsichten in kreative Prozesse. Veröffentlicht werden die digitalen Aufnahmen voraussichtlich im kommenden Jahr in der Online-Datenbank „Bildindex Kunst und Architektur“ des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg, das uns auch bei der Metadatenerfassung der Skizzenbücher sehr unterstützt“, so Dr. Zuch weiter.

Weiterführende Informationen
https://www.otto-ubbelohde.de/

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