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12.01.2026 Emil von Behring digital entdecken

Universitätsbibliothek, Universitätsarchiv und Museum für Kunst und Kulturgeschichte erhalten Förderung für gemeinsames Digitalprojekt

Fotos: Susanne Saker

Emil von Behring (1854–1917), erster Nobelpreisträger für Medizin und bedeutende Persönlichkeit der Medizingeschichte, steht im Mittelpunkt eines neuen Projekts der Philipps-Universität Marburg, das bis zum Sommer 2026 vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK) im Rahmen des Landesdigitalisierungsprogramms gefördert wird.

Behrings Leben und Wirken sind untrennbar mit der Stadt Marburg verbunden. Sein Nachlass ist bislang allerdings nur in Teilen digital zugänglich. Ziel des Projekts ist es, Behrings wissenschaftliche und unternehmerische Tätigkeit, aber auch seine private Lebenswelt in Form von Dokumenten, privaten Büchern und persönlichen Gegenständen für Forschung, Bildung und Öffentlichkeit umfassend online verfügbar zu machen.

„Für ein solches Vorhaben ist es wichtig, Expertise in Digitalisierung, Datenmanagement und Kulturgutvermittlung zu bündeln. Die enge Zusammenarbeit der drei Einrichtungen ist dabei ein großer Gewinn“, sagt Dr. Diana Müller von der Universitätsbibliothek und Leiterin des Projekts.

Dr. Christoph Otterbeck, Direktor des Museums für Kunst und Kulturgeschichte, kündigt einen geplanten digitalen Einblick in Emil von Behrings Arbeitszimmer an und betont: "Durch die Kommentierung ausgewählter, aussagekräftiger Objekte aus dem Nachlass Behrings eröffnen wir nicht nur einen Zugang zu seiner Persönlichkeit, sondern wir verorten den Nachlass zugleich in zeitgeschichtlichen Kontexten sowie in der Repräsentationskultur des ausgehenden 19. Jahrhunderts und des beginnenden 20. Jahrhunderts."

"Unser Vorhaben wird dazu beitragen, die einzigartigen Behring-Archivalien einem breiten Publikum zugänglich zu machen und damit ein bedeutendes Stück Wissenschafts- und Zeitgeschichte lebendig zu halten", ergänzt Dr. Katharina Schaal, Leiterin des Universitätsarchivs.

Das Projekt wird von der Medizinhistorikerin und Behring-Expertin Dr. Ulrike Enke wissenschaftlich begleitet. 

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