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Entstehung und Entwicklung Fundamentalistischer Bewegungen: Ein Vergleich zwischen Aufstieg der FIS-Bewegung in Algerien (1988-1996) und der Mahdia-Bewegung im Sudan (1881-1899).

 

 

Kurzbeschreibung:


Hier wird die Hauptthese vertreten, dass es sich bei den sogenannten fundamentalistischen Bewegungen, um den Aufstieg blockierter Mittelschichten handelt, die auf religiöse Werte bzw. Kulturbestände zurückgreifen, um die Massen hinter sich zu bringen, um damit als potentieller Gegenspieler zum Staat auftreten zu können. Dabei hängt die Radikalität solcher Bewegungen von den zur Verfügung stehenden politischen und ökonomischen Optionen ab und damit vom Ausmaß der Übernahme dieser Bewegungen durch die jeweiligen Mittelschichten. Eine weitere wichtige These der Arbeit ist, dass Fundamentalismus kein neues Phänomen ist, sondern eine sich immer wieder artikulierende gesellschaftliche Kraft, die sich in Zeiten wirtschaftlicher, sozialer und politischer (endogener sowie exogener) Veränderungen bildet. Sowohl der Aufstieg der Moslembruderschaft in den 1930er Jahren, als auch der Fundamentalismus der 1990er Jahren bildeten eine Verlagerung der ökonomischen Krise auf kulturell-identitäre Politikfelder, gerade aufgrund der geringen Etablierung kapitalistischer Strukturen in den entsprechenden Gesellschaften, die somit eine direkte Auseinandersetzung zwischen Arbeit und Kapital verhinderten.

Zuletzt aktualisiert: 09.09.2010 · Josephine Bergmeier

 
 
 
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