01.11.2012
Literarische Orte heute? Räume des Schreibens und Schauplätze der Fiktion in der Gegenwartsliteratur
Ein Kolloquium des Marburger Literaturforums e. V. mit Schriftstellern, Kulturjournalisten und Literaturwissenschaftlern
Literarische Orte heute?
Räume des Schreibens und Schauplätze der Fiktion in der
Gegenwartsliteratur
Ein Kolloquium des Marburger Literaturforums e. V. mit
Schriftstellern,
Kulturjournalisten und Literaturwissenschaftlern
Marburg, Historischer Rathaussaal, 22.-24. November 2012
Organisation und Leitung:
Jörg Schuster und Jan Süselbeck
In Kooperation mit dem Institut für Neuere deutsche Literatur der
Philipps-Universität Marburg, Strömungen e. V. und der
Buchhandlung
Roter Stern.
Gefördert von der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften
und
Gedenkstätten e. V. (ALG), dem Kulturamt der Stadt Marburg und
dem
Ursula-Kuhlmann-Fonds.
‚Große‘ historiografisch-geschichtsphilosophische Konzepte und
insbesondere der ‚Fortschritt‘ als zeitliches Modell stoßen
gegenwärtig
auf Skepsis; im Zeitalter der Globalisierung und der weltweiten
elektronischen Kommunikation gilt das Interesse zunehmend der
Kategorie
des Raums. Orte überall auf der Welt sind leichter erreichbar
geworden
denn je, während gleichzeitig Effekte der Fremdheit bestehen
bleiben.
Zeittypisch erscheinen ‚virtuelle Räume‘, in denen wir uns bewegen,
ohne
von der Stelle zu kommen. Die Welt scheint in unseren Köpfen völlig
neu
kartografiert zu werden. Der ‚spatial turn‘ hat Konjunktur – Räume,
Orte
und Topografien sind in den Kultur- und Literaturwissenschaften zum
viel
diskutierten Thema avanciert.
Die Tagung des Marburger Literaturforums fragt, welche Bedeutung
Orte
und Räume ganz konkret für die literarische Produktion von
Schriftstellerinnen und Schriftstellern der Gegenwart haben. Aus
produktions- und wirkungsästhetischer, poetologischer sowie
kultursemiotischer Perspektive wird nach aktuellen Räumen des
Schreibens
und nach bevorzugten Orten der Fiktion gefragt. Das Ziel des
Kolloquiums
ist dabei nicht allein die akademische Auseinandersetzung, vielmehr
soll
in Lesungen und Werkstattberichten, Vorträgen und Diskussionen
ein
Dialog zwischen Schriftstellern, Kulturjournalisten und
Literaturwissenschaftlern ermöglicht und für ein größeres
Publikum
geöffnet werden.
Programm:
Donnerstag, 22.11.2012
17 Uhr: Begrüßung und Einführung
Jörg Schuster und Jan Süselbeck
17:30-18:30 Uhr: Heinrich Kaulen: On the road again. Ortswechsel
und
Ortsfluchten im deutschsprachigen Gegenwartsroman
19:30 Uhr: Peter Kurzeck: Lesung aus seinem Roman „Vorabend“
Gemeinsames Abendessen in der Innenstadt
Freitag, 23.11.2012
9:30 Uhr: Jörg Döring: Das Dorf seiner Kindheit. Staufenberg in
der
akustischen Literatur von Peter Kurzeck
10:30 Uhr: Thomas Anz: Raum-Gefühle. Gibt es
Interessengemeinschaften
zwischen Literatur und Literaturwissenschaft in der Gegenwart?
11:30 Uhr: Kaffeepause
11:45 Andrea Geier: Kulturen und Texte: ‚Erfahren(d)e Lektüre‘ in
Reiseerzählungen und -romanen der Gegenwart
12:45 Uhr: Mittagspause
15 Uhr: Alban Nikolai Herbst: O dieser mächtige Raum! Zu
intensiven,
phantastischen Räumen
16 Uhr: Christoph Jürgensen: „Eins zu eins ist jetzt vorbei“ –
Das
Zeichensystem ‚Großstadt‘ bei Georg Klein und Alban Nikolai
Herbst
17 Uhr: Kaffeepause
17:15-18:15 Uhr: Moritz Baßler: Neu-Bern und CobyCounty –
paralogische
Orte in der Gegenwartsliteratur
19:30 Uhr: Thomas Meinecke: Lesung aus dem Roman „Lookalikes“
Gemeinsames Abendessen in der Innenstadt
Samstag, 24.11.212
9:30 Uhr Aleks Scholz: Flughafenwandern – eine Einführung
10:30 Uhr Kathrin Passig: Was für ein Ort ist das Internet?
Interneterklärmetaphern im Wandel
11:30 Uhr Kaffeepause
11:45 Uhr Raphaela Knipp / Niels Werber: Orte und Akteure.
Schauplätze
der Literatur im Blickpunkt von Leserhandlungen

