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02.12.2012

„Die Rosenburg“ - Zweites Symposium der Unabhängigen Wissenschaftlichen Kommission beim Bundesministerium der Justiz zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit

Nachdem am 26. April 2012 im Rahmen eines Symposiums im Kammergericht Berlin eine erste Bestandsaufnahme der bisherigen Forschungen zur deutschen Justiz und dem Bundesministerium der Justiz vorgenommen wurde, werden nun in einer Folgeveranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Memorium Nürnberger Prozesse, die Juristen und die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in den Mittelpunkt gerückt.

Die Rosenburg bei Bonn
Die Rosenburg bei Bonn, Sitz des Bundesministeriums der Justiz von 1949 bis 1973.(© Gerd Nettersheim)

Die Rosenburg

Am 11. Januar 2012 hat Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger die „Unabhängige Wissenschaftliche Kommission beim Bundesministerium der Justiz zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit“ eingerichtet. Die „Rosenburg“ als erster Amtssitz des Bundesministeriums der Justiz in Bonn von 1949 bis 1973 symbolisiert den Zeitraum, der von der Kommission erforscht wird. Personelle und sachliche Kontinuitäten beim Übergang vom „Dritten Reich“ zur bundesrepublikanischen Demokratie auf der Grundlage des Bonner Grundgesetzes wer den dabei ebenso untersucht wie möglich Brüche und Zäsuren. Als Ausgangspunkt dient der im Nürnberger Juristenprozess entwickelte Maßstab für Verhalten von Ministerialbeamten, Richtern und Staatsanwälten.

 

Verantwortung der Juristen

Die nunmehr zweite Veranstaltung findet in dem historischen Schwurgerichtssaal des Landgerichts Nürnberg-Fürth statt, in dem vom 20. November 1945 bis zum 1. Oktober 1946 der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof durchgeführt wurde. Auch der sog. Juristenprozess, d.h. der Nürnberger Nachfolgeprozess, in welchem sich vom 17. Februar 1947 bis 4. Dezember 1947 vornehmlich Beamte des Reichsjustizministeriums vor einem amerikanischen Militärgericht verantworten mussten, fand in diesem Saal statt. Die juristische Verantwortung soll durch drei Zeitzeugen, die an unterschiedlicher Stelle, zu unterschiedlichen Zeiten und auf jeweils verschiedene Art in der juristischen Aufarbeitung tätig waren, lebendig gemacht werden: Gabriel Bach (Eichmann Prozess), Heinz Düx (Auschwitz Prozess) und Günter Hirsch (Präsident des Bundesgerichtshofs a.D.). Die Veranstaltung wird eröffnet und begleitet von der Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Weitere Redner sind u.a. Professor Dr. Günter Hirsch, Präsident des Bundesgerichtshofs a.D.; Professor Dr. Hans-Ulrich Thamer, Universität Münster sowie Professorin Dr. Eva Schumann, Universität Göttingen.

 


 


Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung bis zum 15. Januar 2013 möglich!

Wann?  Dienstag, 05. Februar 2013

Wo? Schwurgerichtssaal des Landgerichts Nürnberg-Fürth, Fürther Straße 110, 90429 Nürnberg

 

 

Kontakt

Dr. Albrecht Kirschner
Geschäftsstelle der Unabhängigen Wissenschaftlichen Kommission
Philipps-Universität Marburg
Universitätsstraße 6 / 306
35032 Marburg

E-Mail

Zuletzt aktualisiert: 02.12.2012 · Hoermann Sascha, Fb. 01

 
 
 
Philipps-Universität Marburg

ICWC, Universitätsstraße 7, D-35032 Marburg
Tel. 06421 28-26895, Fax 06421 28-26894, E-Mail: form@staff.uni-marburg.de

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