Umfang der Bestände
Die Kurzdarstellung der im Zentrum vorhanden Quellen zur weltweiten
Ahndung von Kriegsverbrechen ist in ständiger Veränderung. Fast
wöchentlich kommen neue Unterlagen hinzu. Bitte beachten Sie das
jeweilige Update. Aktuell lesen Sie den Stand vom Dezember
2010.
Die Materialsammlung des Internationalen Forschungs- und
Dokumentationszentrums ist einzigartig. Die Unterlagen können in
unserem Benutzerraum eingesehen werden. Es stehen sowohl
Mikrofilmlesegeräte als auch Computerterminals zur Verfügung.
Für Anfragen wenden Sie sich per Mail oder Telefon
(06421-282 6895) bitte direkt an uns.
Für eine ganze Reihe von historischen Quellen ist es unbedingt
notwendig, dass sie in näherer Zukunft gesichtet und gesichert werden,
da ihr Erhaltungszustand zum Teil sehr schlecht ist. Aufgrund der
schlechten Papierqualität und anderer Umstände ist es jetzt an der
Zeit, sie dauerhaft zugänglich zu machen. Unsere Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter arbeiten zurzeit sehr eng mit folgenden Archiven
zusammen:
- Archiv der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Celle
- Archiv des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Genf
- Archives du Ministere des Affaires Etrangeres (Paris- Courneuve)
- Archiv Nationales, Paris
- Bundesarchive Koblenz und Ludwigsburg
- Depot Central D'Archives de la Justice Militaire Le Blanc
- Landeshauptarchiv Koblenz
- Landesarchiv Speyer
- Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden
- Nationaal Archif, Den Haag
- National Archives of Australia, Canberra
- Niedersächsisches Haptstaatsarchiv Hannover
- Niedersächsisches Staatsarchiv Oldenburg
- Niedersächsisches Staatsarchiv Wolfenbüttel
- Riksarkivet, Oslo
- The National Archives, London, UK
- Nederlands Instituut voor Oorlogsdocumentatie, Amsterdam
- Australian War Memorial, Canberra
- The National Archives of Norway, Olso (Riksarkivet)
- The National Archives, Washington, USA
- United States Holocaust Memorial Museum
sowie mit weiteren Archiven in verschiedenen Ländern.
Seit der Gründung des Zentrums kamen zu den vom Max-Planck-Institut für
Europäische Rechtsgeschichte Frankfurt/M. ca. 400 Filmrollen mit
insgesamt rd. 350.000 Seiten noch etwa 100.000 Seiten auf Mikrofilm und
zudem weitere Mikroformen (Mikrofiche) in geringerem Umfang hinzu. Es
handelt sich um britische und US-amerikanische Kriegsverbrecherprozesse
in Europa und im pazifischen Raum sowie einen italienischen
Verfahrenskomplex.
Im Forschungs- und Dokumentationszentrum werden neben Mikroformen auch
digitale Quellen archiviert. Seit 2005 stehen sämtliche australischen
Kriegsverbrecherverfahren (296 Fälle) und Akten allgemeiner und
spezieller Natur (Generalia) zur Verfügung (800 Akteneinheiten mit über
100.000 Blatt). Ab Dezember 2004 wurde in enger Kooperation mit dem
Britischen National Archive (vormals Public Record Office) mit der
Digitalisierung von nicht auf Film erhältlichen Prozessen begonnen.
Zwischenzeitlich sind über 150.000 Aktenblätter digitalisiert worden.
Alle Verfahren in Europa (594 einschlägige Akteneinheiten zu Prozessen
gegen Deutsche) sowie das Gros der im Fernen Osten sind
zwischenzeitlich im Zentrum vorhanden.
Weitere Quellen zu einzelnen Ländern sind ebenfalls bereits vorhanden (Belgien, China, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen und Polen). Damit besitzt das Forschungs- und Dokumentationszentrum Kriegsverbrecherprozesse deutlich mehr als eine Million Blatt historisches Quellenmaterial. Hinzu kommen noch eine geraume Anzahl digitalisierter zeitgenössischer Bücher und Aufsätze. Sie sind in den Räumen des Zentrums via Terminals für Benutzer abrufbar.


