21.07.2012
Fotoserie: Ausstellung 書 Shū
Ausstellung
Die vom Sprachenzentrum der Philipps-Universität Marburg
(China-Kompetenzen) und der Gesellschaft für Deutsch-Chinesische
Freundschaft Frankfurt am Main e.V. konzipierte und in der
Universitätsbibliothek Marburg, Zentralbibliothek gezeigte Ausstellung
bot einen illustrativen Überblick über die Entwicklung des Mediums 書
shū, d.h. Buch, als Träger unterschiedlichster Texte in China. Schon zu
Zeiten von Orakelknochen und Bronzegefäßen (Shang- und Zhou-Zeit,
17.–7.Jh. v.u.Z.) waren es Schriftzeichen, aus denen sich die Texte
zusammensetzten. Im Unterschied zu den europäischen Schriftarten, die
man als Lautschriften bezeichnen kann, ordnet man chinesische
Schriftzeichen eher einer Sinnschrift zu. So kommt es, dass man Texte
der Han-Zeit, in der man zunächst noch auf Bambus schrieb, heute noch
verstehen kann. Mit der Erfindung des Papiers (Östliche Han-Dynastie,
25 – 220 n.u.Z.) und des Drucks mit beweglichen Typen (11. Jh.) können
in China schon etwas früher als in Europa Texte größere Verbreitung
finden. Allerdings hat man in China auch schon früh, z.B. durch das
Verbrennen von Büchern, die Verbreitung unerwünschter Inhalte zu
unterbinden versucht. Welche Texte das waren, und wie man sie heute
rezipiert, sind weitere Themen, denen sich diese Ausstellung widmete.
Auch Fragen wie Wie funktioniert eine chinesische
Schreibmaschine? oder Wie benutzt man den Computer auf
Chinesisch? wurden im Zusammenhang mit dieser Ausstellung
beantwortet. Bei all diesen Themenbereichen wurde augenfällig, dass es
die chinesischen Schriftzeichen mit ihrer zeitlichen und räumlichen
Dimension sind, die die chinesische Kultur tragen, tradieren und
zusammenhalten.
Die kommentierte Fotoserie als PDF-Download.
Kontakt
Marie-Luise Beppler-Lie
E-Mail

