Wie funktioniert das Sprachenlernen im Tandem?
Beim Sprachen-Tandem arbeiten zwei Personen mit unterschiedlicher
Muttersprache partnerschaftlich zusammen, um ihre Kompetenzen in der
Sprache des Partners/der Partnerin zu verbessern.
Zum Beispiel: Ein deutscher Student möchte für einen Auslandsaufenthalt seine Französischkenntnisse aus der Schule erweitern und trifft sich regelmäßig mit einem französischen Austauschstudenten, der seine Deutschkenntnisse verbessern möchte.
Man kann Tandem als Ergänzung zu einem Sprachkurs oder ganz unabhängig davon nutzen, um seine Sprachkenntnisse individuell zu verbessern. Mitmachen kann jede/r, die/der gerne eine Fremdsprache in persönlichem Kontakt mit einem Muttersprachler/einer Muttersprachlerin lernen/ üben möchte. Voraussetzung ist, dass man pro Woche eine gewisse Zeit dafür aufbringen kann und zuverlässig ist. Auch sollten bereits Grundkenntnisse in der Zielsprache vorhanden sein. Für Anfänger ist ein Tandem keine optimale Lernform.
Prinzipiell sind alle Sprachkombinationen denkbar. Allerdings können wir nicht garantieren, für alle Tandemwünsche innerhalb kurzer Zeit geeignete Partner zu finden.
Grundregeln für das Lernen im Tandem
- Die Tandempartner treffen sich regelmäßig (1-2x in der Woche)
- Für jede Sprache wird gleich viel Zeit aufgewendet.
- Die beiden Sprachen werden getrennt geübt.
Generell gilt:
- Jede/r ist verantwortlich für das eigene Lernen. Das heißt: Der
Partner, dessen Fremdsprache im jeweiligen Treffen geübt wird,
entscheidet, was gemacht wird.
Das können in den beiden Sprachen ganz unterschiedliche Dinge sein; z.B. will der deutsche Student als Vorbereitung auf seinen Auslandsaufenthalt vielleicht üben, wie man nach dem Weg fragt, einkaufen geht etc., und der französische Austauschstudent braucht Unterstützung beim Schreiben eines Referates.
Aus diesem Grund ist es auch kein Problem, wenn die beiden Partner in der Fremdsprache nicht das gleiche Niveau haben. Beide Partner sollten aber genügend Kenntnisse haben, um für die Verständigung nicht in eine dritte Sprache wechseln zu müssen.
- Weder Sie noch Ihr Tandem-Partner sind Sprachlehrer - Sie können
sich also nicht gegenseitig unterrichten, wie man das von ausgebildeten
SprachlehrerInnen erwarten würde. Sie beherrschen aber beide die
Sprache, die der andere lernt, können auf Fehler hinweisen und
alternative Ausdrucksmöglichkeiten anbieten; und Sie wissen sehr viel
über das Leben im eigenen Land. So können Sie beide Vieles voneinander
lernen.

