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04.04.2012

Frühjahrstagung der Universitäts- und Hochschularchivare (Fachgruppe 8) in Gießen und Marburg

Vom 21. bis 23. März kamen die deutschen Universitäts- und Hochschularchivare, die Kollegen von verschiedenen Akademien und von den sog. „freien“ Archiven in Gießen und Marburg zu ihrer Frühjahrstagung zusammen.

 Eine Kollegin aus Österreich, eine aus der Schweiz und der Prager Universitätsarchivar nahmen ebenfalls teil. Erstmals fand die Tagung an zwei Orten statt, die Veranstaltungen am Donnerstag in Gießen, am Freitag vormittag im Gebäude des Staatsarchivs in Marburg, wo auch das Universitätsarchiv untergebracht ist.

Das Thema, zu dem sich 90 Kolleginnen und Kollegen versammelten, war der Persönlichkeitsschutz. Im Eröffnungsvortrag plädierte Prof. Dr. Eckart Conze, Philipps-Universität Marburg, der die Perspektive der Benutzer thematisierte, für das Zusammengehen von Forschern und Archivaren zur Öffnung der Akten im Rahmen der bestehenden rechtlichen Möglichkeiten. Dr. Stephen Schröder, Kreisarchiv Neuss, nahm die Teilnehmer auf einen Rundgang durch die archivrechtlichen Bestimmungen der 16 Bundesländer und des Bundes zum Persönlichkeitsschutz im Archivrecht mit. Die Probleme, die durch digitale Akten, die Digitalisierung von Akten und durch online gestellte Findhilfsmitteln entstehen können, behandelte Dr. Peter Sandner, Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, in seinem Referat.

Drei Arbeitsgruppen bearbeiteten einzelne Aspekte des Themas am Nachmittag in Gießen: Einen Einstieg in das Thema Persönlichkeitsschutz in amtlichem Archivgut bot Andreas Göller vom TU-Archiv Darmstadt, in der von Dr. Katharina Schaal, Archiv der Philipps-Universität Marburg, moderierten ersten Arbeitsgruppe. Die zweite Arbeitsgruppe, von der Gießener Kollegin Dr. Eva-Marie Felschow moderiert, widmete sich dem Persönlichkeitsschutz in Nachlass-Schriftgut. Hier gab Dr. Matthias Jehn, Archivzentrum der Universitätsbibliothek Frankfurt, den Einstiegsimpuls. In der dritten, von Cornelia Wenzel, Archiv der deutschen Frauenbewegung Kassel, moderierten Arbeitsgruppe ging es um Verwertungsrechte bei nichtamtlichem Archivgut und Drucksachen. Das Impulsreferat hielt hier Reinhart Schwarz vom Institut für Sozialforschung Hamburg.

Nach einer kurzen Zusammenführung der Ergebnisse beschloss eine Führung von Frau Felschow durch die Galerie der Gießener Professoren im Senatssaal und durch die Aula den Nachmittag.

Am Freitag morgen wurde das Programm im Landgrafensaal des Hessischen Staatsarchivs Marburg fortgesetzt. Zunächst standen die Angelegenheiten der Fachgruppe 8 auf dem Programm. Frau Prof. Dr. Christina Vanja, Archiv des Landeswohlfahrtsverbandes in Kassel, stellte den Sonderfall der Krankenakten dar, Herr Prof. Dr. Rainer Polley, Archivschule Marburg, ging in einem detailreichen Vortrag auf das Urheberrecht bei Bild- und Textdokumenten ein.

Die Marburger Universitätsarchivare Dr. Katharina Schaal und Dr. Carsten Lind führten die Kollegen aus ganz Deutschland auf einem universitätshistorischen Rundgang durch die Alte Aula, die Universitätskirche und vorbei an Wohnhäusern von Professoren und Studenten zu den beiden anderen alten Universitätsgebäuden Kugelhaus und Seminargebäude Am Plan.

Am Ende der Tagung war klar, dass vor allem das Urheberrecht bei Nachlässen zu erheblichen Einschränkungen bei der Nutzung jüngerer Akten führen und damit die zu Beginn der Tagung eingeforderte Öffnung der Akten zumindest teilweise behindern kann.

Katharina Schaal

Frühjahrstagung
Fachgruppenvorsitzende Dr. Sabine Happ (Universitätsarchiv Münster) im Gespräch mit ihrem Stellvertreter Dr. Jens Blecher (Universitätsarchiv Leipzig) und dem ehemaligen Fachgruppenvorsitzenden Prof. Dr. Werner Moritz (Universitätsarchiv Heidelberg)

Zuletzt aktualisiert: 04.04.2012 · Dr. Carsten Lind, Universitätsarchiv, 06421-9250176

 
 
Philipps-Universität Marburg

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