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Sie suchen Unterlagen zu einer Marburger Professorin oder einem Professor?

Sauerbruch
Der Chirurg Ferdinand Sauerbruch ersucht die Medizinische Fakultät um Übernahme als Privatdozent. UniA Marburg 307c B II 10 Nr. 108.

Die eher überschaubare Gruppe der Professorinnen und Professoren ist im Universitätsarchiv relativ gut dokumentiert. Personalakten und in älterer Zeit Stellenakten – sie enthalten alle Informationen zu den Inhaberinnen und Inhabern einer Professur in chronologischer Abfolge – bieten ein Grundgerüst. Zu den universitären Akten muss die staatliche Gegenüberlieferung eingesehen werden. Je nach Aufgabenverteilung zwischen Staat/Landesherrn und Universität finden sich wichtige Quellen in der staatlichen Überlieferung und/oder im Universitätsarchiv. Durch die Unterbringung des Universitätsarchivs im Hessischen Staatsarchiv Marburg kann die staatliche Überlieferung zu der Universität bis 1866 (Annexion Kurhessens durch Preußen) und die universitäre Überlieferung in einem Lesesaal eingesehen werden.


Catalogus Professorum

Einen Überblick über Lebensläufe und Quellen bietet:

Catalogus Professorum Academiae Marburgensis. Die akademischen Lehrer der Philipps-Universität Marburg von 1527 bis 1910, bearb. von Franz Gundlach (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 15, 1), Marburg 1927

In diesem Band sind Kurzbiographien aller Marburger Professoren des angegebenen Zeitraums, ergänzt um die Archivsignaturen der universitären und staatlichen Marburger Überlieferung, enthalten, dazu ältere Literatur und Schriftenverzeichnisse. Die Signaturen können zum größeren Teil problemlos über Konkordanzen in die heute gültigen „übersetzt“ werden, vor allem bei den Biografien vor 1650 lohnt jedoch eine HADIS-Recherche in den Beständen des Hessischen Staatsarchiv Marburg, da durch die Neuverzeichnung und Auflösung des Pertinenzbestands 22b über Gundlach hinausführende Archivalien ermittelt werden können.

Catalogus Professorum Academiae Marburgensis. Die akademischen Lehrer der Philipps-Universität Marburg, Zweiter Band: Von 1911 bis 1971, bearb. von Inge Auerbach (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 15, 2), Marburg 1979

Catalogus Professorum Academiae Marburgensis. Die akademischen Lehrer der Philipps-Universität Marburg, Dritter Band: Von 1971 bis 1991, Erster Teil Fachbereich 01-19, bearb. von Inge Auerbach (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 15, 3), Marburg 2000

Catalogus Professorum Academiae Marburgensis. Die akademischen Lehrer der Philipps-Universität Marburg, Dritter Band: Von 1971 bis 1991, Zweiter Teil Fachbereich 20-21 [Nachträge, Index], bearb. von Inge Auerbach (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 15, 3), Marburg 2001

Die beiden von Inge Auerbach bearbeiteten Bände nennen ebenfalls im Anschluss an Kurzbiographien der Professorinnen und Professoren die Archivsignaturen und die Überlieferung aus Druckschriften der Universität. Für die Lebensläufe des dritten Bandes wurden jedoch diejenigen Akten, deren archivische Schutzfristen noch nicht abgelaufen waren, nicht ausgewertet, sondern Selbstauskünfte der Professorinnen und Professoren zugrunde gelegt. Somit ist es möglich, über die Aktenüberlieferung hinausgehende Angaben zu finden. Außerdem enthalten die beiden Teilbände zahlreiche Ergänzungen zu Band 2.

Nachträge zu allen Bänden, die naturgemäß für die jüngere Zeit in größerem Umfang vorliegen, können im Universitätsarchiv erfragt werden.

 

Berufungsakten

Über das reine Datengerüst des äußeren biographischen Rahmens hinaus, der aus den Personalakten hervorgeht, bieten in der jüngeren Zeit die Berufungsakten mit ihren Gutachten über die Forschungstätig­keit der Kandidatinnen und Kandidaten der engeren bzw. engsten Wahl, darunter natürlich die berufene Professorin oder der berufene Professor, und deren Publikationslisten bzw. in den Jahrzehnten davor und z. T. noch überlappend mit dem regulären Ausschreibungsverfahren die Empfehlungen und Charakterisierungen möglicher Kandidatinnen und Kandidaten durch auswärtige renommierte Fach­vertreterinnen und Fachvertreter breitere Informationen in der universitären Überlieferung. Diese Akten befinden sich in den Beständen der Fakultäten bzw. Fachbereiche.

Personal- und Berufungsakten werden nach den archivischen Schutzfristen für personenbezogenes Schriftgut des Hessischen Archivgesetzes vorgelegt.

 

Vorlesungsverzeichnisse

Lehrveranstaltungen, die Adressen der Institute und zum Teil auch die privaten Anschriften der Professorinnen und Professoren sind in den Vorlesungs- und Personalverzeichnissen enthalten. Die Vorlesungsverzeichnisse liegen ab 1870 im Universitätsarchiv vor, die Personalverzeichnisse ab 1857.

 

Wissenschaftliche Nachlässe

Weitere Unterlagen zum wissenschaftlichen Wirken einer Professorin oder eines Professors bieten neben deren gedruckten Veröffentlichungen Fachbereichs- und Institutsakten, vor allem aber die wissenschaftlichen Nachlässe. Sie sind für die Zeit vor 1800 eher selten überliefert. Wegen der Einrichtung des Universitätsarchivs erst im Jahr 2006 befinden sich sowohl in der Universitätsbibliothek als auch im Staatsarchiv, das die Akten der Universität über 120 Jahre als Depositum betreut hat, zahlreiche Professorennachlässe. Das Universitätsarchiv verwahrt inzwischen einige jüngere und auch ältere Nachlässe. Für die Recherche nach außerhalb von Marburg befindlichen Nachlässen helfen die Datenbanken des Bundesarchivs für die in Archiven verwahrten Nachlässe und der Staatsbibliothek zu Berlin für den Bereich der Bibliotheken weiter (siehe unter: Sie suchen einen Nachlass?).

Generelle Hinweise zur Benutzung unseres Archivs haben wir auf der Seite "Benutzung" für sie zusammengestellt.

Zuletzt aktualisiert: 16.05.2013 · Dr. Carsten Lind, Universitätsarchiv, 06421-9250176

 
 
Philipps-Universität Marburg

Archiv der Philipps-Universität Marburg, Friedrichsplatz 15 (im Hessischen Staatsarchiv Marburg), 35037 Marburg
Tel. +49 6421/9250-176, Fax +49 6421/161125, E-Mail: uniarchiv@verwaltung.uni-marburg.de

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