20.06.2011
Ausstellung "Vom Herrschaftssitz zum Erinnerungsort – Das Marburger Landgrafenschloss im Wandel der Zeiten"
Im Foyer des Staatsarchivs wird vom 16. Juni bis zum 9. Dezember 2011 die Geschichte des Marburger Schlosses vorgestellt
Die Ausstellung widmet sich der wechselvollen Geschichte des weithin sichtbaren Marburger Wahrzeichens von der mittelalterlichen Burganlage zum Kulturdenkmal. Das Schloss machte Marburg zur „Wiege Hessens“, dort wurde regiert und repräsentiert, gestritten und geschlichtet. Bis ins frühe 17. Jahrhundert war es Herrschaftssitz und höfisches Zentrum der Landgrafen, danach diente es als Festung dem Schutz und Schirm des Landes und wurde im 19. Jahrhundert als Staatsgefängnis genutzt. Zuvor hatte der kurhessische Minister Hassenpflug die Unterbringung der Universität auf dem Schloss angeregt. Nach der Annexion Hessens durch Preußen vollzog sich der Wandel zum kulturellen Gedächtnisort. Das Schloss nahm das Staatsarchiv sowie die Sammlungen des Geschichtsvereins auf. Nach fehlgeschlagenen Versuchen in den 1920er und 1930er Jahren, das Schloss zum Sitz der Religionskundlichen Sammlung und eines "Instituts für Religionsvergleichung" zu machen, ging es nach dem 2. Weltkrieg in die Verwaltung der Philipps-Universität über. Im Rahmen der Ausstellung widmet sich eine vom Archiv der Philipps-Universität gestaltete Vitrine den unversitären Aspekten der Schlossgeschichte.
Öffnungszeiten: 16. Juni bis 9. Dez. 2011, Mo/Fr 8.30-16.30 Uhr, Di-Do 8.30-19.00 Uhr.
Foyer des Hessischen Staatsarchivs Marburg, Friedrichsplatz 15
Der Eintritt ist frei.

