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Gesellschaftliche Auswirkungen des Sprachwandels:

Sozialpsychologische Korrelate der Verwendung von Anglizismen

Sprache und Identität stehen miteinander in engem Bezug: Menschen verleihen durch die Nutzung bestimmter Sprachstile ihrer Individualität Ausdruck. Gleichwohl ist Sprache eine kollektive Praxis: Gruppen entwickeln eigene Sprachstile, die sich hinsichtlich des verwendeten Vokabulars, der Intonation und weiteren Aspekten unterscheiden. Die Verwendung von Anglizismen ist ein Sprachmerkmal, das Gruppen ganz verschiedener Art als Ausdrucksmittel verwenden: Jugendliche "chillen" gemeinsam, finden etwas "nice"; in der Finanzbranche wird von "Futures" oder "Mergers" gesprochen, im Kaufhaus vom "Sale" und in den sozialen Medien gibt es "Shitstorms" - meistens wissen die Beteiligten, was gemeint ist.

Welche psychologischen Prozesse stehen hinter solchem Sprachverhalten? Was verrät uns die Verwendung von Anglizismen über die Persönlichkeit einer Person oder die Beziehung eines Individuums zur Gesellschaft? Gibt es sogar gesellschaftliche Veränderungen, die auf die Verwendung von Anglizismen zurückgeführt werden können? Das Forschungsprojekt, gefördert durch die Vestische Forschungsstiftung e.V., liefert Erkenntnisse zu diesen und ähnlichen Fragen.

Im Folgenden finden Sie weitere Informationen:

Für weitere Informationen können Sie sich unter sozpsy@uni-marburg.de an die Arbeitseinheit Sozialpsychologie wenden.