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Childhood Adversity bei depressiven Erkrankungen im Jugendalter

Ungünstige Erfahrungen in der frühen und mittleren Kindheit (sog. Adverse Childhood Experiences, ACE) sind oftmals mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Jugend- und Erwachsenenalter verbunden. Zahlreiche Studien zeigten, dass ACE für die Entwicklung körperlicher (z.B. koronare Herzerkrankungen) und psychischer (z.B. Depression) Erkrankungen Risiken darstellen.

Die exakten diesen Zusammenhängen zugrundeliegenden biologischen und behavioralen Prozesse sind nicht bekannt. Autonome und adrenocortikale Dysregulation, veränderte Immunfunktionen, neurokognitive Funktionen (wie z.B. exekutive Funktionen) und ungünstiges Gesundheitsverhalten sind oftmals mit den psychopathologischen Auffälligkeiten assoziiert. Dabei könnte es sich um unspezifische Veränderungen infolge der ACE handeln, aber auch um Veränderungen, die für bestimmte Patientinnen-/Patientengruppen und ACE kennzeichnend sind. Diesen Fragen geht die AG in verschiedenen Studien nach.

Im Projekt

Depressive Erkrankungen im Jugendalter – Biomarker spezifizierter Subgruppen (DeJuBio Teilstudie 1)*

untersuchen wir pathophysiologische Veränderungen bei Jugendlichen mit depressiven Erkrankungen, die in der Vergangenheit in unterschiedlichem Ausmaß unterschiedlichen Formen der ACE ausgesetzt waren. Die Identifikation spezifischer pathophysiologischer Veränderungen bei Subgruppen jugendlicher Patientinnen und Patienten kann einen Beitrag leisten zur Weiterentwicklung der Therapie bei Depression. Anhand von spezifischen Biomarkern könnten frühzeitig Risiken erkannt und im Sinne einer Frühintervention chronifizierende Krankheitsverläufe vermieden werden.

*gefördert durch das Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH

Studienleiterin und Ansprechpartnerin Dr. med. Alisa Cosan, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie

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Wir suchen sowohl gesunde als auch depressiv erkrankte Jugendliche
Flyer zur Studie DeJuBio für depressiv erkrankte Jugendliche hier
Flyer zur Studie DeJuBio für gesunde Jugendliche hier

Bei Interesse an einer Studienteilnahme nehmen Sie bitte Kontakt auf entweder per E-Mail unter oder telefonisch unter 06421/5863640. Wir freuen uns über Ihr Interesse. Auf Wunsch melden wir gerne verfügbare Ergebnisse zurück.