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Simulating Human Rights in Peacebuilding (SHARINPEACE)

Foto von jungen Menschen, die diskutieren
Foto: Colourbox.de/Aleksandr
Studierende verschiedener europäischer Hochschulen werden innerhalb des Projektes SHARINPEACE die Rolle von Friedens-, Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen einnehmen und so Konfliktlösungsstrategien erproben.

Frieden und Menschenrechte stehen in einem engen Zusammenhang. Ohne die Einhaltung von Menschenrechten ist der Frieden brüchig und ohne Frieden können Menschenrechte nicht verwirklicht werden. Das lehrt nicht zuletzt ein Blick in die europäische Geschichte.
SHARINPEACE soll den Zusammenhang von Menschenrechten und Frieden im Studium erlernbar machen. Ein internationales Netzwerk aus sechs Partnern aus Dänemark, Polen, Schweden, Serbien und Deutschland entwickelt in diesem Projekt ein gemeinsames innovatives Modul.

SHARINPEACE zielt darauf ab, die Entscheidungsträgerinnen und -träger von morgen darin zu qualifizieren, Menschenrechte als integralen Bestandteil der Friedensförderung zu begreifen und zu praktizieren. Durch SHARINPEACE werden Studierende und Lehrende dafür sensibilisiert, wie Menschenrechte in die Konfliktbearbeitung einbezogen werden können.

Im Zentrum des Projekts steht die Konzeption und der Pilotdurchgang eines zweiteiligen, netzwerkweit durchgeführten Moduls. Die Studierenden werden zunächst zentrale Kompetenzen in den miteinander verknüpften Bereichen Menschenrechte und Friedensförderung erwerben und im zweiten Teil ihre erworbenen Kompetenzen in einer Kriseninterventionssimulation (Crisis Interventions Simulation, CRIS) in die (simulierte) Praxis umsetzen.

Ein wichtiger Bestandteil von SHARINPEACE ist CRIS. Die Simulation ist eine Weiterentwicklung einer prämierten Lehrveranstaltung am Zentrum für Konfliktforschung der Philipps-Universität Marburg. CRIS möchte zur Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis beitragen, in dem Studierende Deeskalationsstrategien für externe Konflikte nicht nur theoretisch erlernen, sondern auch praxisnah erproben.

In CRIS wird ein realer Konflikt fiktiv eskaliert, wie bspw. der Brand im griechischen Flüchtlingslager Moria. In der Simulation nehmen Studierende die Position europäischer Organisation der Friedens-, Entwicklungs- und Menschenrechtsarbeit oder wichtiger staatlicher bzw. EU-Akteure ein. Die Studierenden sind angehalten, in der Rolle der jeweiligen Organisation/Institution, Strategien zur Konfliktbearbeitung zu entwickeln. Vor der Simulation sprechen die Studierenden mit den Organisationen, die sie im Spiel vertreten. Mit zahlreichen dieser internationalen Organisationen stehen die Projektpartner in der Entwicklung des Moduls und der Simulation in einem engen Austausch.

Laufzeit: 02/2022-11/2024
Förderung: Erasmus+ Cooperation Partnerships
Partner: Hochschule Södertörn (S), Justus-Liebig-Universität (DE), Philipps Universität Marburg (DE), Süddänische Universität (DK), Universität Łódź (PL), Universität Singidunum (SRB)
Koordination: Dr. Stéphane Voell, Prof. Dr. Thorsten Bonacker