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Mai: Maienrausch
Wenn das Licht zurückkehrt und die Natur neu erblüht, geraten auch unsere Gefühle in Bewegung. Der Mai steht für Aufbruch, Begehren und Nähe – für Liebe in ihren vielen Facetten.
Schon im Mittelalter wurde der Mai als Zeit der Minne besungen. Doch Liebe war nie nur höfisches Ideal, sondern auch verborgenes oder widerständiges, queeres Begehren. Maienrausch bedeutet Mut zur Sichtbarkeit – und die Bereitschaft, sich berühren zu lassen.
Zur Liebe gehört nicht nur das romantische Versprechen, sondern auch ihr Schmerz. Neurobiologisch gleicht Verliebtheit einem Rausch: Botenstoffe wie Dopamin und Oxytocin verstärken Euphorie und Bindung – und machen zugleich verletzlich. Neben der Leidenschaft stehen freundschaftliche Liebe, Vertrauen und geteiltes Erleben ebenso wie Nächstenliebe – Mitgefühl, Fürsorge und Solidarität. Und Kinder erfahren diesen Frühling oft als staunende, unmittelbare Freude am Lebendigen.
Unsere Veranstaltungen greifen diese Facetten auf – historisch und gegenwärtig, poetisch und wissenschaftlich, romantisch, queer und solidarisch – und laden dazu ein, den Mai als Zeit intensiver Bewegung im Herzen und im Miteinander neu zu entdecken.
Di | 05.05.2026 | 19 Uhr | Fürstensaal/Schloss: Liebe, Schmerz und Wort (Podiumsdiskussion)
Im Gespräch: Prof. Dr. Ina Knoth, Musikwissenschaft, Prof. Dr. Hanna Christiansen, Klinische Kinder- und Jugendpsychologie, und Prof. Dr. Mathias Scharinger, Phonetik und Neurolinguistik
Eintritt frei
Di | 26.05.2026 | 19 Uhr | Fürstensaal/Schloss: Aufgeschlossen – Wissenswertes aus der Werkstatt (Vortrag)
Im Gespräch: Timo Janssen, Repetent der Stipendiat*innenanstalt, zum Thema „Liebe und Gemeinschaft“
Eintritt frei
Sa | 30.05.2026 | 19 Uhr | Fürstensaal/Schloss: Resonanzräume - Besondere Orte, besondere Klänge
Johannes Brahms: Die schöne Magelone (Konzert)
Mit Franziska Gottwald (Gesang), Mechthild Grabner (Rezitation) und Lukas Rommelspacher (Klavier).
Die Magelone-Romanzen sind lyrische Einlagen in Ludwig Tiecks Bearbeitung eines mittelalterlichen französischen Ritterromans. Die Geschichte handelt von der Liebe eines edlen Ritters und der Prinzessin Magelone zueinander, ihrer Trennung und Wiedervereinigung.
7–25 EUR | Tickets über die Schlosskasse (Online-Ticketingsystem folgt; vorläufige Ticketreservierung über schlossbegegnungen@uni-marburg.de)
Kontakt
PD Dr. Anna Widmer
Referentin für Veranstaltungen und Kommunikation
im Museum für Kunst und Kulturgeschichte
E-Mail: anna.widmer@uni-marburg.de