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15.04.2015

„Bezahlte Hausarbeit heute: Modernisierung und Refeudalisierung im familiären Kontext“

Vortrag im Rahmen der interdisziplinären Ringvorlesung des Studienprogramms "Gender Studies und feministische Wissenschaft"

Zeit: 28.05.2015 18:00 h - 28.05.2015 20:00 h
Ort: Hörsaalgebäude, Biegenstr.14, Raum +2/0090

Referierende/Beteiligte:

Dr. Maria Kontos (Institut für Sozialforschung, Frankfurt/Main)

Weitere Informationen:

Bezahlte Hausarbeit heute: Modernisierung und Refeudalisierung im familiären Kontext

Die Beschäftigung von Migrantinnen als bezahlte Hausarbeiterinnen in Familien wird immer stärker zur Lösung für das Problem der Erledigung von familiären Care-Aufgaben in einem traditionell verbliebenen Geschlechterarrangement und ermöglicht dadurch die Integration von (ortsansässigen) Frauen in den Arbeitsmarkt. Damit werden einerseits wichtige Emanzipationsansprüche der Frauenbewegung realisiert. Dieser Modernisierungsschub für (ortsansässige) Frauen geht andererseits mit der Herstellung semi-feudaler Arbeits-Verhältnisse einher. So hat die feministische Debatte zu den Arbeits- und Lebensverhältnissen der Migrantinnen in der Care-Arbeit insbesondere auf das Fehlen von Arbeitsrechten in diesem Bereich hingewiesen.

In ihrem Vortrag wird die Referentin zuerst die durch die Präsenz im familiären Kontext der bezahlten migrantischen Hausarbeiterinnen - insbesondere der als „Live-in“ arbeitenden - entstehenden Transformationen als Ergebnis der Überlappung von familiären und ökonomischen Logiken innerhalb des Feldes diskutieren. Es geht ihr dabei um die strukturellen Aspekte der „Ent-Familialisierung“ der Hausarbeiterinnen, das heißt ihre langfristige Trennung von der eigenen Familie, was als Fehlen eines Rechtes auf privates und Familienleben interpretiert werden kann und den Refeudalisierungstrend am ehesten sichtbar macht.  

Anschließend soll die Frage diskutiert werden, welche normativen Veränderungen die Überlappung der zwei Logiken innerhalb des familiären Kontextes hervorbringen und wie diese von den beteiligten Arbeiterinnen und Arbeitgeberinnen erfahren und bewältigt werden.   

Veranstalter:

Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung

Zuletzt aktualisiert: 16.04.2015 · Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung

 
 
 
Gender Studies

Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung,
Wilhelm-Röpke-Str. 6F, 35032 Marburg Tel. +49 6421/28-24823, Fax +49 6421/28-24841, E-Mail: genderzukunft@staff.uni-marburg.de

URL dieser Seite: https://www.uni-marburg.de/genderzukunft/aktuelles/events/rv2015/eventext.2015-04-15.7947086121

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