Direkt zum Inhalt
 
 
Bannergrafik (Genderzukunft)
 
  Startseite  
 
Sie sind hier:» Universität » Gender Studies » Aktuelles » Termine » Ringvorlesung Sommersemester 2014 » Vortrag "Freiheit als Autonomie. Welchen Beitrag kann eine kritische Ethik zur Gendergerechtigkeit leisten?" (Andrea Marlen Esser)
  • Print this page
  • create PDF file

01.04.2014

Vortrag "Freiheit als Autonomie. Welchen Beitrag kann eine kritische Ethik zur Gendergerechtigkeit leisten?" (Andrea Marlen Esser)

Ringvorlesung - Themenschwerpunkt Freiheit

Zeit: 24.04.2014 18:00 h - 24.04.2014 20:00 h
Ort: Hörsaalgebäude, Biegenstr.14, Raum +2/0090

Referierende/Beteiligte:

Andrea Esser

Weitere Informationen:

Andrea Marlen Esser

Freiheit als Autonomie. Welchen Beitrag kann eine kritische Ethik zur Gendergerechtigkeit leisten?

 

Abstract:

Der Begriff der Autonomie ist, insbesondere wenn er in einem Kantischen Sinne verstanden wird, oft in die Kritik geraten: Der Gedanke der Selbstgesetzgebung laufe Gefahr, dass er auf Grund seiner Inhaltsleere leicht von hierarchischem Denken vereinnahmt und für paternalistische Interessen missbraucht werden könne; er biete darüber hinaus wenig kritisches Potential und eigentlich keine konkrete Orientierung, um die gesellschaftlichen Lebensverhältnisse angemessen und gerecht zu gestalten bzw. umzugestalten. Viele dieser Bedenken und Einwände gegen den Autonomiebegriff sind sicherlich berechtigt; allerdings reicht es dennoch nicht aus, unter Freiheit nur die Befreiung von Einschränkungen zu verstehen und die weitere positive Ausgestaltung dem Belieben und den Interessen sei es der Individuen oder der Gesellschaft zu überlassen. In meinem Vortrag möchte ich versuchen, die fundamentale Bedeutung des Autonomiebegriffs für jede politische Befreiungsbewegung herauszuarbeiten und dabei an Beispielen aus dem Bereich der Gendergerechtigkeit deutlich machen, dass er auch zur kritischen Beurteilung und Gestaltung konkreter Anerkennungsverhältnisse eingesetzt werden kann. Gerade wenn wir wissen wollen, wie wir im Kampf für gerechte gesellschaftliche Verhältnisse zwischen den Geschlechtern konkrete Freiheit verwirklichen können, kann der Begriff der Autonomie eine wichtige kritische Orientierung bieten.

 

Bio-note:

Andrea Marlen Esser, Prof. Dr. geb. 1963 in München, Studium der Philosophie, Psychologie und Politikwissenschaft an der LMU München. Seit 2006 Universitätsprofessorin für Praktische Philosophie am Institut für Philosophie der Philipps-Universität Marburg.2004 Ruf an die HFG Pforzheim auf eine C 2 Professur für Philosophie und Kunstanalyse und 2004 Ruf an die RWTH Aachen auf eine C 3 Proffesur für Ästhetik und Philosophie der Kulturellen Welt. Mitherausgeberin der Deutschen Zeitschrift für Philosophie (DZPhil), Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Philosophie (DGPhil), Fachgutachterin Philosophie für die Studienförderung des Cusanus Werks, bis 2012 Mitglied der Kant-Kommission der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW).

 

Literatur:


Basistexte:

Axel Honneth: Das Recht der Freiheit. Suhrkamp FfM 2013, S. 35-43, 58-80.

 

Weiterführende Texte:

Hannes Kuch/Steffen Herrmann: Symbolische Verletzbarkeit und sprachliche Gewalt. In: Steffen Herrmann, Sybille Krämer, Hannes Kuch, (ed.)

Verletzende Worte. Die Grammatik sprachlicher Mißachtung. Transcript Verlag Bielefeld 2007, S. 179-211.

 

Podcast zum Nachhören >>...hier

Zuletzt aktualisiert: 06.05.2014 · Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung

 
 
 
Gender Studies

Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung,
Wilhelm-Röpke-Str. 6F, 35032 Marburg Tel. +49 6421/28-24823, Fax +49 6421/28-24841, E-Mail: genderzukunft@staff.uni-marburg.de

URL dieser Seite: https://www.uni-marburg.de/genderzukunft/aktuelles/events/rvl2014/rvl2014esser

Impressum | Datenschutz