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Teilnehmer und Referenten der Konferenz am Bosten College in Dublin
Teilnehmer und Referenten der Konferenz am Boston College in Dublin

Konferenz unter ICWC-Beteiligung in Dublin: „Contested Visions of Justice: Allied War Crimes Trials in a Global Context, 1943-1958“

Vom 25.-27. September fand am Boston College in Dublin die Konferenz „Contested Visions of Justice: Allied War Crimes Trials in a Global Context, 1943-1958“ statt. Sie wurde gemeinsam von Dr. Kerstin von Lingen, Leiterin der Junior Research Group „Transcultural Justice“, Dr. Wolfgang Form, Geschäftsführer des ICWC (Marburg), Dr. Franziska Seraphim (Boston) und Dr. Barak Kushner (Cambridge) organisiert.

Trotz gewichtiger Unterschiede in den Zielen und Durchführung des Krieges durch Nazi-Deutschland einer- und Japan andererseits bildeten sich „War Crimes Trial Policies“ als global vernetzte Gerechtigkeitsfragen heraus, die die Grenzen von Nationen, Kulturen und Kontinenten überschritten. Das Ziel der interdisziplinären Konferenz in Dublin war es, die transnationalen Verbindungen zwischen politischen, administrativen, rechtlichen und sozialen Mechanismen der alliierten „Transitional Justice“ im Zuge der Gestaltung der Nachkriegswelt zu analysieren und zu vergleichen.

Während der drei Tage in Dublin befassten sich die Teilnehmer und Referenten aus Australien, Deutschland, Japan, Singapur, den USA und Großbritannien die Geschichte und das Erbe der internationalen Kriegsverbrecherprozesse, die di- und konvergierenden Gerechtigkeitsvorstellungen in der Nachkriegswelt und andere damit zusammenhängende Themen. Auf vier Panels beleuchteten Vortragende und Diskutanten die Verbindungen zwischen verschiedenen Disziplinen und unterschiedlichen Ansätzen zur Analyse der Nachkriegsversuche, institutionalisiert Recht und Gerechtigkeit im globalen Kontext durchzusetzen.

Die Fachgespräche konzentrierten sich dabei auf die Verbindungen zwischen den Internationalen Militärtribunalen in Nürnberg und Tokio, die internationalen rechtlichen Mechanismen, die diese Verfahren schufen und die Wirkungen, die das hatte, insb. die bleibenden Einflüsse auf die Entwicklung der Nachkriegsweltordnung. Die „keynote lecture“ am ersten Tag hielt William Schabas (Middlesex University Lodnon) zum Thema „London 1941-1944: Conceiving the Permanent International Criminal Court“.

Die Konferenz wurde großzügig unterstützt durch das German Historical Insitute Washington und das Boston College.

Diese und weitere Informationen, u.a. das detaillierte Programm, finden Sie auf der Internetseite der Tagung. Außerdem finden Sie hier den Tagungsflyer.

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Zuletzt aktualisiert: 07.10.2015 · Wolckenh

 
 
 
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