Teilprojekt 4: Konstituenten des phonologischen Wortes
Projektziel ist die Untersuchung der Konstituenten des phonologischen Wortes, insbesondere das Verhältnis segmentell-phonemischer zu prosodischen Basiskategorien. Dabei sollen Produktions- und Perzeptionsdaten miteinander kombiniert werden, um gezielt Einsichten in den Zusammenhang von phonetischer Varianz und systemischer Stabilität zu erhalten. Das Projekt verspricht sowohl Erkenntnisse hinsichtlich des Verhältnisses von Phonem und Prosodem in der Sprachverarbeitung als auch in Bezug auf die Wirkung intrinsischer, d. h. phonetischer Faktoren auf Phonemwandel bzw. Phonemkonstanz. Zudem soll getestet werden, inwieweit sich für die in der Merkmalsphonologie meist auf artikulatorischer und akustischer Grundlage postulierten distinktiven Merkmale (seit Trubetzkoy 1939) perzeptive bzw. neuronale Korrelate finden lassen. Das Forschungsprogramm konzentriert sich damit auf die Identifizierung der phonemischen und prosodischen Basiskategorien, die das phonologische Wort konstituieren, und versteht sich als notwendige Ergänzung zur Untersuchung von phonologischen Grenzmarkierungen am Wort in den Teilprojekten 2 und 3 sowie zum Erwerb der Basiskategorien Wort und Fuß in Teilprojekt 1. Durch die Untersuchung des Zusammenhangs von Konstanz und Wandel phonologischer Basiskategorien in Raum und Zeit wird zudem Anschluss zu Aspekten der Plastizität geschaffen.
Verantwortliche des Teilprojekts:
Prof. Dr. Joachim Herrgen
Prof. Dr. Jürgen Erich Schmidt
Dr. Alexander Werth

